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Anzeichen für Aufschwung mehren sich

Dienstag, 27. August 2013, 13:10 Uhr
Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich im August erneut aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts stieg von 106,2 Punkten im Juli auf 107,5 Punkte – das bedeutet den vierten Anstieg in Folge und einen neuen Jahreshöchststand. Und für Thüringen...


„Die Wirtschaft kann zum Ende des Sommers einen weiteren Gang höher schalten“, kommentiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die heute veröffentlichten Zahlen des Ifo-Instituts. Die aktuelle Geschäftslage wäre erheblich besser beurteilt worden als noch im Vormonat. Auch die Aussichten hätten sich weiter aufgehellt. Die Firmen erwarteten nun stärkere Impulse vom Exportgeschäft.

Insgesamt habe sich die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal mit einem Anstieg von 0,7 Prozent außerordentlich robust gezeigt. Dies wäre jedoch auch durch witterungsbedingte Nachholeffekte begünstigt worden. „Das kräftige Wachstum im zweiten Quartal war ein Ausreißer – vor allem wegen des Wetters“, blickt der IHK-Hauptgeschäftsführer zurück. In Deutschland – wo es statt einer befürchteten Rezession ohnehin nur eine Wachstumsdelle gegeben habe – aber auch in den anderen Ländern der Eurozone mehrten sich nun die Anzeichen für einen Aufschwung. Der Großhandel, der oft künftige Trends vorgibt, hätte deutlich zugelegt, während der Geschäftsklimaindex im Einzelhandel minimal gesunken sei.

Neben der robusten Entwicklung in Deutschland deuteten zuletzt auch Erholungszeichen in China auf eine bessere Entwicklung der Weltkonjunktur hin. Gefahr drohe hingegen durch eine sich zuspitzende Lage in Syrien, die im aktuellen Ifo-Index noch nicht enthalten ist. „Sollte es zum Militärschlag gegen das Assad-Regime kommen, dürfte die Unsicherheit in der Wirtschaft wieder wachsen“, so der IHK-Chef.
Autor: red

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