Auch Ziersträucher unter Flammen
Montag, 26. August 2013, 20:09 Uhr
1931 in Nordhausen erbaut, waren die Reihenhäuser in der unteren Hardenbergstraße in die Jahre gekommen, was man ihnen auch ansah. 850 000 Euro investierte die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG), informierte Bauleiter Mario Vopel, und brachte die Objekte 14 bis 18 auf die Höhe der Zeit. Vom Keller bis zum Dachboden. Kurt Frank berichtet...
Neue Mieter zogen ein. In schmucke Zwei- bis Vierraumwohnungen. Das war vor vier Jahren. Schnell hatten sich die Mieter im Eingang 18 als Gemeinschaft gefunden. Zu den sanierten Wohnungen, sagten sie sich, gehört ein sauberes Umfeld. Sie übernahmen die Pflege der Freiflächen selbst. Vor und hinter dem Haus.
Werner Degener übernahm die Rasen-Mahd (Bild), andere Hausbewohner geben dem Unkraut keine Chance, sich zu entfalten. Ohne chemische Keulen. Jeder Halm wird auf dem Plattenweg zwischen den Fugen straßen- und hofseitig entfernt. Die Hortensien, von den Mietern auf eigene Kosten gekauft und gepflanzt, litten auch während der extremen Hitzeperiode im Juli nicht an Wassermangel. Die Wohnungsbaugenossenschaft lobte in einem Schreiben den sehr guten Pflegezustand als Ausdruck des genossenschaftlichen Gedankens.
Die von einer Firma vor anderen Eingängen gesetzten Blumen vertrockneten hingegen. Die WBG ließ neue pflanzen, die allerdings das gleiche Schicksal erlitten. Die Hausgemeinschaft 18 ist der Pflege ihrer Anlagen der von der WBG verpflichteten Firmen stets einen Schritt voraus. Die bekämpfen das Grünzeug, das sich auf den Plattenwegen zeigt, mit einem Brenner. Nur kurzzeitig der Erfolg. Hingegen sichtbar das Vernichtungswerk der Flammen auch an Ziersträuchern zwischen den Balkonen. Ein total verbrannter Streifen (Bild) zieht sich parallel zur Rabatte. Pflege nach Normvorgabe?
Die WBG bot seinerzeit den Mietern an, sich ein Gärtchen auf den Grünflächen hinterm Haus anzulegen. Rosemarie Köhler, Bianka und Werner Degener finden in ihrer kleinen grünen Oase eine sinnvolle Beschäftigung. Eine Farbenpracht. Gut für Augen, Körper und Geist. Auch für Reiner und Ingrid Pohl aus der Nummer 14 ist ihr 150-Quadratmeter-Garten wie ein kleines Paradies. Der Rentner legte einen schmuckvollen Wind- und Sichtschutz an und richtete dahinter eine überdachte Sitzecke ein. Dort haben sie es auch gern gesellig.
Insgesamt verfügt die Wohnungsbaugenossenschaft derzeit im Stadtgebiet von Nordhausen über 75 Mieter-Gärten, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) etwa über 80. Die beiden großen Vermieter sehen darin eine gute Möglichkeit für eine sinnvoller Beschäftigung ihrer Mieter.
Kurt Frank
Autor: redNeue Mieter zogen ein. In schmucke Zwei- bis Vierraumwohnungen. Das war vor vier Jahren. Schnell hatten sich die Mieter im Eingang 18 als Gemeinschaft gefunden. Zu den sanierten Wohnungen, sagten sie sich, gehört ein sauberes Umfeld. Sie übernahmen die Pflege der Freiflächen selbst. Vor und hinter dem Haus.
Werner Degener übernahm die Rasen-Mahd (Bild), andere Hausbewohner geben dem Unkraut keine Chance, sich zu entfalten. Ohne chemische Keulen. Jeder Halm wird auf dem Plattenweg zwischen den Fugen straßen- und hofseitig entfernt. Die Hortensien, von den Mietern auf eigene Kosten gekauft und gepflanzt, litten auch während der extremen Hitzeperiode im Juli nicht an Wassermangel. Die Wohnungsbaugenossenschaft lobte in einem Schreiben den sehr guten Pflegezustand als Ausdruck des genossenschaftlichen Gedankens.
Die von einer Firma vor anderen Eingängen gesetzten Blumen vertrockneten hingegen. Die WBG ließ neue pflanzen, die allerdings das gleiche Schicksal erlitten. Die Hausgemeinschaft 18 ist der Pflege ihrer Anlagen der von der WBG verpflichteten Firmen stets einen Schritt voraus. Die bekämpfen das Grünzeug, das sich auf den Plattenwegen zeigt, mit einem Brenner. Nur kurzzeitig der Erfolg. Hingegen sichtbar das Vernichtungswerk der Flammen auch an Ziersträuchern zwischen den Balkonen. Ein total verbrannter Streifen (Bild) zieht sich parallel zur Rabatte. Pflege nach Normvorgabe?
Die WBG bot seinerzeit den Mietern an, sich ein Gärtchen auf den Grünflächen hinterm Haus anzulegen. Rosemarie Köhler, Bianka und Werner Degener finden in ihrer kleinen grünen Oase eine sinnvolle Beschäftigung. Eine Farbenpracht. Gut für Augen, Körper und Geist. Auch für Reiner und Ingrid Pohl aus der Nummer 14 ist ihr 150-Quadratmeter-Garten wie ein kleines Paradies. Der Rentner legte einen schmuckvollen Wind- und Sichtschutz an und richtete dahinter eine überdachte Sitzecke ein. Dort haben sie es auch gern gesellig.
Insgesamt verfügt die Wohnungsbaugenossenschaft derzeit im Stadtgebiet von Nordhausen über 75 Mieter-Gärten, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) etwa über 80. Die beiden großen Vermieter sehen darin eine gute Möglichkeit für eine sinnvoller Beschäftigung ihrer Mieter.
Kurt Frank


