Nicht mehr zu ertragen
Mittwoch, 28. August 2013, 16:00 Uhr
Sie war über viele Jahre Teil der Verwaltung im Nordhäuser Rathaus. Erst fachlich, dann zunehmend politisch. Jetzt ist die Frau Staatssekretärin und betrachtet einige Entwicklungen mehr und mehr mit dem Blick von außen. Die nnz sprach mit Inge Klaan über den "Fall" Jendricke...
Dass die Beschuldigungen gegen den beurlaubten Bürgermeister, dass die Ermittlungen der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft mehr als unerquicklich sind, dessen ist sich Inge Klaan sicher. Als durchaus angenehm, wenn man in diesem Fall von "angenehm" schreiben kann, befand sie, dass er im politischen System dieser Rolandstadt kaum bis überhaupt nicht wahrnehmbar war. Er war nicht Gegenstand von öffentlichen Sitzungen, Diskussionen, Debatten.
Bis mit Hilfe eines Mediums die Partei zu arbeiten begann, der der beurlaubte Bürgermeister angehört. Da wird an einer PR-Strategie gefeilt, die aus einem Beschuldigten ein Opfer zu machen versucht. "Die Reaktionen des Herr Wieninger, dem Oberbürgermeister von Nordhausen eine Befangenheit vorzuwerfen, ist für mich mehr als grotesk. Hier wird seitens der SPD Ursache und Wirkung vertauscht", sagt Frau Klaan.
Für sie hat der Bürgermeister einer Stadt neben einer politischen auch eine moralische Verantwortung, weil er mehr als alle anderen im öffentlichen Fokus steht. "All das, was die SPD seit Wochen loszutreten und zu kolportieren versucht, hilft Herrn Jendricke nicht. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der SPD und allen anderen politischen Kräften sieht anders aus und drittens: Niemand in der SPD denkt an die betroffenen Familien, die auch in Zukunft in dieser Stadt leben können sollten."
Als Betrachter all dieser Entwicklungen stellt sich Inge Klaan die sorgenvolle Frage, wie es für die Zukunft dieser Stadt bestellt ist. Erlaubt sein muss für Frau Klaan die Frage: "Kann man in der Verwaltungsspitze oder im und mit dem Stadtrat überhaupt zu einer vertrauensvollen Arbeit zurückfinden?" Mit einem klaren "Ja" würde Inge Klaan diese Frage nicht beantworten, denn die in der vergangenen Woche gegen Dr. Klaus Zeh erhobenen Vorwürfe sind völlig haltlos, im Gegenteil, "bei der Art der Anschuldigungen halte ich die Beurlaubung bei voller Bezahlung noch für das geringste Mittel gegen Herrn Jendricke, was im Beamtenrecht vorgesehen ist. Vor allem hat er aber auch eine Fürsorgepflicht gegenüber allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung."
Die von der SPD betriebene schleichende Politisierung des Ermittlungsverfahrens, wird dazu führen, dass dieses Thema eine derart große Öffentlichkeit erfährt, die alles andere als glücklich ist. Vor allem für die im Verfahren selbst Betroffenen und deren Familien, ist sich Inge Klaan sicher.
Für die Staatssekretärin ist seit voriger Woche eine Grenze überschritten. Diesen Sprung hätte vor allem Herr Jendricke verhindern können, denn Wahlbeamte haben ihrer Meinung nach nicht nur besondere Rechte, sondern sie müssen auch der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die ihnen entgegengebracht wird und mit denen sie die Gesellschaft ausstattet.
"Ich weiß nicht", sagt Inge Klaan, "ob Herr Jendricke dem wirklich noch gerecht werden kann, selbst, wenn das Verfahren gegen ihn eingestellt werden sollte".
Peter-Stefan Greiner
Kommentare bitte nur mit Klarnamen
Autor: redDass die Beschuldigungen gegen den beurlaubten Bürgermeister, dass die Ermittlungen der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft mehr als unerquicklich sind, dessen ist sich Inge Klaan sicher. Als durchaus angenehm, wenn man in diesem Fall von "angenehm" schreiben kann, befand sie, dass er im politischen System dieser Rolandstadt kaum bis überhaupt nicht wahrnehmbar war. Er war nicht Gegenstand von öffentlichen Sitzungen, Diskussionen, Debatten.
Bis mit Hilfe eines Mediums die Partei zu arbeiten begann, der der beurlaubte Bürgermeister angehört. Da wird an einer PR-Strategie gefeilt, die aus einem Beschuldigten ein Opfer zu machen versucht. "Die Reaktionen des Herr Wieninger, dem Oberbürgermeister von Nordhausen eine Befangenheit vorzuwerfen, ist für mich mehr als grotesk. Hier wird seitens der SPD Ursache und Wirkung vertauscht", sagt Frau Klaan.
Für sie hat der Bürgermeister einer Stadt neben einer politischen auch eine moralische Verantwortung, weil er mehr als alle anderen im öffentlichen Fokus steht. "All das, was die SPD seit Wochen loszutreten und zu kolportieren versucht, hilft Herrn Jendricke nicht. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der SPD und allen anderen politischen Kräften sieht anders aus und drittens: Niemand in der SPD denkt an die betroffenen Familien, die auch in Zukunft in dieser Stadt leben können sollten."
Als Betrachter all dieser Entwicklungen stellt sich Inge Klaan die sorgenvolle Frage, wie es für die Zukunft dieser Stadt bestellt ist. Erlaubt sein muss für Frau Klaan die Frage: "Kann man in der Verwaltungsspitze oder im und mit dem Stadtrat überhaupt zu einer vertrauensvollen Arbeit zurückfinden?" Mit einem klaren "Ja" würde Inge Klaan diese Frage nicht beantworten, denn die in der vergangenen Woche gegen Dr. Klaus Zeh erhobenen Vorwürfe sind völlig haltlos, im Gegenteil, "bei der Art der Anschuldigungen halte ich die Beurlaubung bei voller Bezahlung noch für das geringste Mittel gegen Herrn Jendricke, was im Beamtenrecht vorgesehen ist. Vor allem hat er aber auch eine Fürsorgepflicht gegenüber allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung."
Die von der SPD betriebene schleichende Politisierung des Ermittlungsverfahrens, wird dazu führen, dass dieses Thema eine derart große Öffentlichkeit erfährt, die alles andere als glücklich ist. Vor allem für die im Verfahren selbst Betroffenen und deren Familien, ist sich Inge Klaan sicher.
Für die Staatssekretärin ist seit voriger Woche eine Grenze überschritten. Diesen Sprung hätte vor allem Herr Jendricke verhindern können, denn Wahlbeamte haben ihrer Meinung nach nicht nur besondere Rechte, sondern sie müssen auch der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die ihnen entgegengebracht wird und mit denen sie die Gesellschaft ausstattet.
"Ich weiß nicht", sagt Inge Klaan, "ob Herr Jendricke dem wirklich noch gerecht werden kann, selbst, wenn das Verfahren gegen ihn eingestellt werden sollte".
Peter-Stefan Greiner
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