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Starke 15 Schlußminuten reichten diesmal nicht

Sonntag, 25. August 2013, 16:42 Uhr
Wacker Nrdhausen verliert sein zweites Auswärtsspiel trotz einer starken Schlussphase. Gegen Optik Rathenow kam der Regionalliga-Aufsteiger nicht über ein 2:1 hinaus, auch wenn das Spiel sicherlich, wie Trainer Jörg Goslar es sagte „eines dieser typischen 0:0-Spiele gewesen wäre.“ Lars Koch berichtet...


Rathenow siegte durch einen Sonntagsschuss von Jerome Leroy und einen verwandelten Strafstoß von Hakan Cankaya, den Schiedsrichter Lars Albert jedoch konsequenterweise, nachdem der Pfiff beim Goslar-Foul ausgeblieben war, ebenfalls nicht hätte pfeifen dürfen.

Die erste Halbzeit hatte nicht wirklich viele große Chancen für beide Teams gesehen, auch wenn Wacker in den ersten 45 Minuten sicherlich mehr vom Spiel hatte. Eine der besten Möglichkeiten hatte Marcel Goslar schon in der dritten Minute, als er sich über rechts durchgesetzt hatte und auf Höhe des Fünfmeterraumes den Abschluss suchte und dabei das Außennetz traf. Allerdings war Goslar beim Schuss von einem Rathenower angerempelt worden, eine Situation, in der der Unpartaiische durchaus auch auf Strafstoß hätte entscheiden können.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit spielte sich die Partie weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. Rathenow musste schon in der dritten Minute zum ersten Mal wechseln. Deren Benjamin Wilcke hatte sich verletzt, für ihn kam Michael Bahr. „Bei unserer ohnehin schon langen Verletztenliste ist das alles andere als günstig, kommentierte Ingo Kahlisch, Trainer der Gastgeber. Die vielleicht beste Möglichkeit der Rathenower hatte Süleymann Kapan erst nach über 30 Minuten, der einfach mal von der Strafraumgrenze abzog, aber soweit am Tor vorbei schoss, dass David Primke im Tor gar nicht erst reagieren musste. Der ersetzte diesmal den an der rechten Hand verletzten Patrick Siefkes.

Eine erwähnenswerte Chance hatten die Wackeren noch in 39. als ein Langer-Freistoß aus rund 30 Metern auf dem Kopf von Benjamin Halstenberg landete, der allerdings köpfte rund einen Meter neben das Rathenower Tor.

Auch zum Beginn der zweiten Halbzeit hatte man das Gefühl, das Wacker dem ersten Tor näher war, als die Gastgeber. Doch fast wie aus dem Nichts fiel dann die Führung für Optik Rathenow. Deren Jerome Leroy hatte in der 51. Minute einfach mal aus 30 Meter abgezogen und mit einem echten Sonntagsschuss in die obere rechte Torecke getroffen und dabei David Primke keine Abwehrchance gelassen. Die Vorentscheidung für die Gastgeber dann in der 71. Minute.

Verteidiger Jan Benes war an der Strafraumgrenze bei der Abwehrarbeit vielleicht etwas zu hart zu Werke gegangen. Schiedsrichter Lars Albert zögerte keine Sekunde zückte Gelb gegen Benes und zeigte auf den Punkt. Hakan Cankaya ließ Primke mit einem genau geschossenem flachen Schuss in die rechte Ecke keine Abwehrchance.

Das schien die Nordhäuser nun endgültig auf den Plan gerufen zu haben. Wie schon gegen Jena drehten die Wackeren nun noch mehr auf, „mit dieser `Jetzt erst Recht-Spielweise`kannst du natürlich nicht von Beginn an in eine Partie gehen“, meinte Jörg Goslar nach dem Spiel.

Kurz zuvor hatte Wackers Trainer Omar El-Zein und Martin Hauswald für Toni Jurascheck und Marcel Goslar gebracht. Allerdings war im Spiel der Nordhäuser diesmal einfach vieles zu ungenau, die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte. Trotzdem kamen die Nordhäuser in der 80. Minute zum Anschlusstreffer, als Rathenow vor dem eigenen Strafraum im Gewühl den Überblick völlig verloren zu haben schien und Matti Langer völlig allein gelassen aus fünf Metern zum 2:1 einschieben konnte.

In den letzten zehn Minuten war Wacker dem Ausgleich sicherlich näher, als Rathenow der Entscheidung. Die Gastgeber hatten nun allerdings auch viel Zeit, wechselten in der 87. Minute auch noch einmal aus und brachten die Führung so über die Zeit. „Du kannst am Ende eben nicht immer noch mal zehn Minuten mehr Zeit haben. Allerdings hätten wir unsere Tore sicherlich auch schon eher machen müssen“, ärgerte sich Kapitän Biank über die Leistung seines Teams.

Am kommenden Wochenende steht das Heimspiel gegen Neustrelitz, den nun Vierten der Tabelle, an.
Lars Koch
Autor: red

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