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Reservat gefordert

Mittwoch, 14. April 2004, 18:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Da gibt es einen Kreisverband in Nordhausen, der fordert jetzt tatsächlich ein Reservat. Wer da in das Reservat rein soll und wer dafür verantwortlich sein soll, das hat die nnz erfahren.


Keine Auszeichnung könnte eine Landschaft höher bewerten, als der Titel: „Karstlandschaft Südharz - Weltnaturerbe der UNESCO“. Das meint Klaus-Dieter Korb vom Nordhäuser Kreisvorstand des BUND. Diese einmalige Chance dürfe auf keinen Fall verschenkt werden, da diese Auszeichnung die aussichtsreichste Möglichkeit sei, endlich unserer Region einen förderwürdigen Status zu verleihen und damit einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Region zu erreichen. Dieses mögliche Weltnaturerbe müsse daher in seiner jetzigen Einzigartigkeit erhalten bleiben.

Aus diesem Grund hat sich der BUND-Kreisverband Nordhausen in den letzten Wochen dafür eingesetzt, die Schutzwürdigkeit des Winkelberges als FFH-Fläche dem Thüringer Ministerium nachweisen zu können. Mit diesem bisher fehlendem Gutachten schließe sich nun die Lücke. Da der Kreisverband nicht über die umfangreichen finanziellen Mittel verfügt, hat sich der Landesverband bereiterklärt hier zu helfen. Landesgeschäftsführer Dr. Vogel übergab dieses Gutachten bereits Minister Sklenar. Wir hoffen, so Klaus-Dieter Korb, daß Minister Sklenar nun die entsprechenden Schritte einleitet und den Aussagen des Ministerpräsidenten auch Taten folgten.

Wie erfolgreich sich eine Region entwickeln kann, machte Minister Sklenar in Bezug auf das Biosphärenreservat Rhön Anfang April in einer Presseerklärung deutlich. Eine gleiche positive Entwicklung kann sich auch in Nordthüringen entwickeln. Daher fordert der BUND die hiesige CDU auf, ihre destruktive Blockadepolitik aufzugeben. Hier gehe es um die nachhaltige Entwicklung unserer Region, die eine wirkliche Chance bietet. „Wenn sich schon ein Wirtschaftsminister mehr Erfolg durch die Vermarktung dieser Region als Tourismusregion verspricht, dann dürfe sich wohl ein Umweltminister oder gar heimische CDU-Abgeordnete nicht dagegen stellen“, so der BUND Kreisvorstand weiter, der für die ablehnenden Aussagen z.B. des Landtagsabgeordneten Primas keinerlei Verständnis habe. Der BUND Kreisverband empfiehlt daher diesen Politikern und interessierten Bürgern sich zu der Veranstaltung der Umweltakademie am Samstag im Landratsamt anzumelden. Unter dem Motto“ Wie steht es um das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz“? sprechen Fachleute zum Thema. „Wir denken es fehlt vielen an der entsprechenden Sachkenntnis, anders könne eine Ablehnung nicht gedeutet werden“ so abschließend der Nordhäuser Kreisvorstand in seinem Statement.
Autor: nnz

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