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Stockhausens Platt (18)

Samstag, 17. August 2013, 15:17 Uhr
nnz-Leser Horst-Dieter Stockhausen schreibt für sein Leben gern Gedichte. Am liebsten in Nordhäuser Platt. In seinen heutigen Versen widmet er sich einer seltenen Himmelserscheinung Fest....

Schternschnuppen


Ich ben inner Nocht mal drussen jewasen,

denn ich hotte inner Zietungk jelaesen,

de Ziet wäre weddr mol heran,

es kämen veele Schternschnuppen aan.

Un deshalb wullte ich drussen inn Gorten

uf disses Naturereignis worten.

Bie daen ständijen Blick noch daen Himmel owen

haet sich bohle min Jenick verschowen.

Es zogk jo mol etwas blinkend verbie,

doch dos mutte aen Flugzigk jewaesen sie.

Dr Sternenhimmel wor wunnerscheen,

doch Sternschnuppen hae ich kinne jesehn!

Ann nächsten Owend simme ruusjegangen,

doch do wor dr Himmel wolkenverhangen.

Wemme au kinne Schnuppe jesehen han,

de frische Luft haet uns gut jetan!

Ich weiß, mie sin jo selwer schuld

me brucht dozu doch etwas Geduld.

Deshalb erkläre ich geschwind,

doss mich de Schternschnuppen schnuppe sind.

Un ich hoffe nur, dass ich dobie

nich noch aen richtijen Schnuppen krie.
Horst-Dieter Stockhausen
Nordhausen, den 17. 8. 2013
Autor: red

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