Freibad vor dem Aus?
Donnerstag, 08. August 2013, 14:30 Uhr
In der Verwaltungsgemeinschaft Hainleite, vor allem in der Gemeinde Nohra macht man sich Sorgen um die Zukunft des Freibades am Hünstein. Kann es in der kommenden Saison noch geöffnet werden? Die nnz ist dieser Frage nachgegangen...
Damit auch in den kommenden Jahren hier gebadet werden kann, sind Geld und Ideen gefragt
Fakt ist, das Freibad in Nohra muss saniert werden. Dazu gibt es auch bereits seit rund zwei Jahren einen Plan. Was es bislang nicht gab und bis jetzt nicht gibt - Geld und einen Weg der Finanzierung. Die Pläne in und um Nohra herum sehen vor, das Schwimmbecken zu verkleinern, eine Wand zu versetzen, um somit die Wassermenge insgesamt zu verkleinern. Einzubauende Einströmdüsen sollen das Wasser besser durchmischen. Bislang ist die ungenügende Durchmischung des Wassers ein Kritikpunkt des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung. Deshalb soll auch die Überlaufrinne verlängert werden.
Wo also das Geld hernehmen, fragte sich auch VG-Vorsitzender Bernd Gaßmann, schrieb einen Brief an den Vorsitzenden des Finanzausschusses des Kreistages, Jürgen Hohberg, und kündigte darin die Schließung des Freibades für den Fall an, dass die Investitionen in Höhe von maximal 150.000 Euro nicht realisiert werden können.
Für Hohberg ist klar, dass er sich dieser "Sache" annehmen wird, weil er die Landkarte des Landkreises Nordhausen kennt und weiß, dass es im westlichen Revier neben Bleicherode eben nur noch das Freibad am Hünstein gibt. "Aus meiner Sicht haben die Bürgerinnen und Bürger in Nohra schon viel getan, um ihr Freibad, das im übrigen auch von den Einwohner der anderen Gemeinden der VG genutzt wird, zu erhalten", sagt Hohberg der nnz und verweist auf die Gründung eines Fördervereins oder die Anschaffung eines Reinigungsgerätes im vergangenen Jahr.
Doch Jürgen Hohberg geht weiter: "Ich appelliere an die anderen Mitgliedsgemeinden, sich solidarisch mit den Nohraern zu zeigen und das Bad in die Trägerschaft der VG zu geben, weil Nohra allein das auf Dauer nicht stemmen kann." Das allerdings müsste per Beschluss der Gemeinschaftsversammlung passieren.
Weitere Möglichkeiten sieht Hohberg in einer Kreditaufnahme, in Eigenleistungen der Bürgerinnen und Bürger, im "Anzapfen" der Sparkassenstiftung oder in der Beantragung von Fördermitteln. Ähnliches sieht auch Bernd Gaßmann, er bittet Hohberg zu prüfen, ob eine "Kreditierung über die Service GmbH möglich" wäre.
In den kommenden Tagen will der Vorsitzende des Finanzausschusses mit den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen reden und abfragen, wie sie einer Lösung gegenüberstehen. Denn, egal, ob das Freibad am Hünstein im kommenden Jahr noch eine Chance hat oder nicht, mittelfristig muss dort in den Badespaß investiert werden. Sonst droht tatsächlich das Aus.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redDamit auch in den kommenden Jahren hier gebadet werden kann, sind Geld und Ideen gefragt
Fakt ist, das Freibad in Nohra muss saniert werden. Dazu gibt es auch bereits seit rund zwei Jahren einen Plan. Was es bislang nicht gab und bis jetzt nicht gibt - Geld und einen Weg der Finanzierung. Die Pläne in und um Nohra herum sehen vor, das Schwimmbecken zu verkleinern, eine Wand zu versetzen, um somit die Wassermenge insgesamt zu verkleinern. Einzubauende Einströmdüsen sollen das Wasser besser durchmischen. Bislang ist die ungenügende Durchmischung des Wassers ein Kritikpunkt des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung. Deshalb soll auch die Überlaufrinne verlängert werden.
Wo also das Geld hernehmen, fragte sich auch VG-Vorsitzender Bernd Gaßmann, schrieb einen Brief an den Vorsitzenden des Finanzausschusses des Kreistages, Jürgen Hohberg, und kündigte darin die Schließung des Freibades für den Fall an, dass die Investitionen in Höhe von maximal 150.000 Euro nicht realisiert werden können.
Für Hohberg ist klar, dass er sich dieser "Sache" annehmen wird, weil er die Landkarte des Landkreises Nordhausen kennt und weiß, dass es im westlichen Revier neben Bleicherode eben nur noch das Freibad am Hünstein gibt. "Aus meiner Sicht haben die Bürgerinnen und Bürger in Nohra schon viel getan, um ihr Freibad, das im übrigen auch von den Einwohner der anderen Gemeinden der VG genutzt wird, zu erhalten", sagt Hohberg der nnz und verweist auf die Gründung eines Fördervereins oder die Anschaffung eines Reinigungsgerätes im vergangenen Jahr.
Doch Jürgen Hohberg geht weiter: "Ich appelliere an die anderen Mitgliedsgemeinden, sich solidarisch mit den Nohraern zu zeigen und das Bad in die Trägerschaft der VG zu geben, weil Nohra allein das auf Dauer nicht stemmen kann." Das allerdings müsste per Beschluss der Gemeinschaftsversammlung passieren.
Weitere Möglichkeiten sieht Hohberg in einer Kreditaufnahme, in Eigenleistungen der Bürgerinnen und Bürger, im "Anzapfen" der Sparkassenstiftung oder in der Beantragung von Fördermitteln. Ähnliches sieht auch Bernd Gaßmann, er bittet Hohberg zu prüfen, ob eine "Kreditierung über die Service GmbH möglich" wäre.
In den kommenden Tagen will der Vorsitzende des Finanzausschusses mit den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen reden und abfragen, wie sie einer Lösung gegenüberstehen. Denn, egal, ob das Freibad am Hünstein im kommenden Jahr noch eine Chance hat oder nicht, mittelfristig muss dort in den Badespaß investiert werden. Sonst droht tatsächlich das Aus.
Peter-Stefan Greiner

