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Ausgetauscht

Dienstag, 06. August 2013, 08:08 Uhr
Zu einem Fachkräfteaustausch weilte eine Gruppe von Pädagogen des Jugendsozialwerk Nordhausen in St. Petersburg. Ihre Eindrücke hat Susanne Mielke für die Leser der nnz zusammengefasst...

Ausgetauscht (Foto: Mielke) Ausgetauscht (Foto: Mielke) "Komplexe medizinische und pädagogische Methoden bei der Arbeit mit Kindern, die eine besondere soziale Fürsorge benötigen" – unter diesem Thema stand der diesjährige Fachkräfteaustausch, zu dem unser langjähriger Kooperationspartner, das Baltische Ufer, eingeladen hatte. Aus diesem Grund reisten fünf Mitarbeiter des Jugendhilfeverbunds der Region Nordhausen und der Verwaltung des JugendSozialwerk Nordhausen nach St. Petersburg.

Dort angekommen, wurden zahlreiche interessante Besichtigungen für die Nordthüringer organisiert. Kindergärten, ein Kinderheim mit integrierter Schule, ein Bildungszentrum, ein medizinisches Kurzentrum sowie eine Universität in St. Petersburg standen auf dem Besichtigungsplan.

Die sprichwörtliche russische Gastfreundschaft begegnete uns in jeder dieser Einrichtungen. Nicht nur die Leiter und Erzieher nahmen uns herzlich in ihrer Mitte auf, auch die betreuten Kinder luden zu gemeinsamen Aktionen und Spielen ein. Besonders der Kindergarten für sehbeeinträchtigte Kinder wird uns allen in Erinnerung bleiben. Neben der Teilnahme an fachlichen Angeboten, wurde uns auch das Theaterstück "Däumelinchen" präsentiert. Gemeinsam spielten und tanzten die sehbeeinträchtigten und zum Teil fast blinden Kinder mit ihren Erzieherinnen und berührten uns mit ihrem Spiel.

Während unseres Fachkräfteaustauschs wurde deutlich, dass die fachlichen und methodischen Angebote unseren Standards in der Kinder-und Jugendhilfe recht ähnlich sind, diese aber durch die Integration von Medizinern noch erweitert wurden, welches sich in den Spezialeinrichtungen durchaus als sinnvoll erweist. Besonders stolz sind die russischen Fachkräfte auf die moderne technische Ausstattung ihrer Einrichtungen.

Einen umfangreichen Überblick über die Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche mit besonderer sozialer Fürsorge erhielten wir auf der internationalen Konferenz am baltischen Meer.

Neben all den fachlichen und konzeptionellen Einblicken, die uns unsere Gastgeber geboten haben, blieb auch ein wenig Zeit für die Kultur. Bei einem Ausflug nach Novgorod konnten wir kurz in die Geschichte der ältesten Stadt Russlands eintauchen und den historischen Kreml besichtigen.
Autor: red

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