Zweimal gestrichen
Mittwoch, 07. April 2004, 06:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Bislang befürchtete schwer wiegende Einschränkungen auf der Eisenbahnstrecke Halle – Kassel scheinen vorerst abgewendet. Trotzdem ist der Landkreis Nordhausen betroffen.
Nachdem die DB Netz AG für den ab Dezember 2004 gültigen Fahrplan erhebliche Fahrzeitverlängerungen angekündigt hatte, konnte nun das Schlimmste vermieden werden. Der Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt, Dr. Menke, erklärte: Die Bahntochter hat die Gleise so sehr vernachlässigt, dass sich die Reisezeit jedes Jahr um einige Minuten verlängerte. Erste Fahrplanentwürfe für 2004/2005 brachten das Fass nun zum Überlaufen. Nochmals fünf Minuten mehr – und der Regionalexpress Halle – Kassel wäre auf den dicht belegten Gleisen nicht mehr unterzubringen gewesen.
Zur Lösung des Problems auf der für das Eichsfeld, den Südharz und das Mansfelder Land wichtigen Bahnstrecke verständigten sich die Aufgabenträger und Besteller des Schienenpersonennahverkehrs – der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) sowie die Nahverkehrsservicegesellschaften Thüringen und Sachsen-Anhalt (NVS und NASA) – folgendermaßen über den ab Dezember 2004 gültigen Fahrplan:
Die Regionalexpressverbindung (RE) Halle (Saale) – Kassel wird aufrecht erhalten. Um trotz verlängerter Fahrzeiten die Existenz des RE zu sichern, ist es notwendig, vorübergehend auf die Halte Bleicherode Ost und Wolkramshausen zu verzichten. Die eingesparte Zeit ist erforderlich, um auf der dicht befahrenen Strecke Anschlüsse unter anderem in Kassel, Sangerhausen, Halle zu gewährleisten. Diese Halte werden weiterhin durch die Regionalbahn bedient. Dies akzeptieren wir jedoch nur, wenn im Jahr 2005 endlich die zugesagte Sanierung der betroffenen Streckenabschnitte erfolgt, betonte Otto Mayer, Geschäftsführer der NVS Thüringen. Die DB Netz AG hält uns hier – wie bei der Geschwindigkeitsherabsetzung zwischen Gebra und Sollstedt auf 30 km/h – schon seit Jahren hin. Das ist nicht mehr hinnehmbar.
Dr. Rudolf Menke, Geschäftsführer der NASA GmbH, erinnerte daran, dass schon seit Jahren die angestrebten Geschwindigkeiten nicht erreicht werden, sondern im Gegenteil auf Teilabschnitten sogar noch herabgesetzt worden seien. Der im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit vorgesehene Ausbau der Strecke auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h wurde bisher noch immer nicht abgeschlossen. Wir erwarten von der DB Netz AG nun rasches Handeln. Sonst stehen wir möglicherweise in einem Jahr vor noch extremeren Problemen!
Autor: nnzNachdem die DB Netz AG für den ab Dezember 2004 gültigen Fahrplan erhebliche Fahrzeitverlängerungen angekündigt hatte, konnte nun das Schlimmste vermieden werden. Der Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt, Dr. Menke, erklärte: Die Bahntochter hat die Gleise so sehr vernachlässigt, dass sich die Reisezeit jedes Jahr um einige Minuten verlängerte. Erste Fahrplanentwürfe für 2004/2005 brachten das Fass nun zum Überlaufen. Nochmals fünf Minuten mehr – und der Regionalexpress Halle – Kassel wäre auf den dicht belegten Gleisen nicht mehr unterzubringen gewesen.
Zur Lösung des Problems auf der für das Eichsfeld, den Südharz und das Mansfelder Land wichtigen Bahnstrecke verständigten sich die Aufgabenträger und Besteller des Schienenpersonennahverkehrs – der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) sowie die Nahverkehrsservicegesellschaften Thüringen und Sachsen-Anhalt (NVS und NASA) – folgendermaßen über den ab Dezember 2004 gültigen Fahrplan:
Die Regionalexpressverbindung (RE) Halle (Saale) – Kassel wird aufrecht erhalten. Um trotz verlängerter Fahrzeiten die Existenz des RE zu sichern, ist es notwendig, vorübergehend auf die Halte Bleicherode Ost und Wolkramshausen zu verzichten. Die eingesparte Zeit ist erforderlich, um auf der dicht befahrenen Strecke Anschlüsse unter anderem in Kassel, Sangerhausen, Halle zu gewährleisten. Diese Halte werden weiterhin durch die Regionalbahn bedient. Dies akzeptieren wir jedoch nur, wenn im Jahr 2005 endlich die zugesagte Sanierung der betroffenen Streckenabschnitte erfolgt, betonte Otto Mayer, Geschäftsführer der NVS Thüringen. Die DB Netz AG hält uns hier – wie bei der Geschwindigkeitsherabsetzung zwischen Gebra und Sollstedt auf 30 km/h – schon seit Jahren hin. Das ist nicht mehr hinnehmbar.
Dr. Rudolf Menke, Geschäftsführer der NASA GmbH, erinnerte daran, dass schon seit Jahren die angestrebten Geschwindigkeiten nicht erreicht werden, sondern im Gegenteil auf Teilabschnitten sogar noch herabgesetzt worden seien. Der im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit vorgesehene Ausbau der Strecke auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h wurde bisher noch immer nicht abgeschlossen. Wir erwarten von der DB Netz AG nun rasches Handeln. Sonst stehen wir möglicherweise in einem Jahr vor noch extremeren Problemen!
