nnz-doku: Arbeitsmarkt im März 2004
Dienstag, 06. April 2004, 12:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Arbeitsmarktdaten für Nordthüringen sind da. Den ausführlichen Bericht der Nordhäuser Agentur für Arbeit veröffentlicht die nnz in Ihrer doku-Reihe.
Bereits vor einem Jahr beeinflusste die zurückhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften den Arbeitsmarkt spürbar. Damals lag der Zugang an Arbeitslosen für einen Monat März über durchschnittlich hoch und konnten nicht so viele Arbeitslose wie zu Beginn einer Frühjahrssaison erwartet in Arbeit gehen. Im März dieses Jahres ist keine andere Situation zu verzeichnen, vielmehr standen nach der Wintersaison mehr Arbeitslose zur Vermittlung an als vor Jahresfrist.
Rund 3.560 Nordthüringer meldeten sich in den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Nordhausen neu oder wieder arbeitslos. Damit gingen rund 300 Personen weniger in dien Arbeitslosigkeit als im Vormonat, auch über 100 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres . Demgegenüber konnten sich 4.800 Frauen und Männer im Monatsverlauf abmelden, das warten 100 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenzahl betrug am Monatsende 31. 698 und ist damit wie im Vorjahr um 1.250 niedriger als Ende des Vormonats, der Abstand zur Arbeitslosenzahl des Vorjahres ist damit genau so hoch wie vor vier Wochen. Ein direkter Vergleich zu 2003 ist allerdings nicht möglich, weil seit Jahresbeginn die Teilnehmer in betrieblichen oder außerbetrieblichen Trainingsmaßnahmen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Im März gingen 500 Frauen und Männer in eine dieser Maßnahmen.
Innerhalb der Regionen hat sich die Situation im Landkreis Nordhausen gegenüber dem Vorjahresmonat nicht verändert. Gegenüber dem Vormonat ging die Arbeitslosenzahl um 430 auf 10.000 zurück, wodurch sogar 155 Arbeitslose weniger gezählt wurden als vor zwölf Monaten. In keinem anderen Landkreis Nordthüringens wird sonst ein Rückgang zum Vorjahr ausgewiesen. Die Arbeitslosenquote verblieb auf dem Vorjahresniveau.
Im Kyffhäuserkreis gab es 11.570 Arbeitslose, über 250 weniger als vor vier Wochen. Damit erfolgten hier weniger Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt als in den anderen Landkreisen. Vor einem Jahr waren noch über 200 Personen weniger von der Arbeitslosigkeit betroffen.
Mit 564 weniger Arbeitslosen verringerte sich im Landkreis Eichsfeld die Arbeitslosenzahl am deutlichsten gegenüber dem Vormonat. Ende März waren in dieser Region 10.125 Personen arbeitslos. Trotz des hohen Rückgangs liegt die Arbeitslosenzahl noch immer um 216 über dem Vorjahreswert. Im März 2003 konnten sich rund 230 Arbeitnehmer mehr wegen Arbeitsaufnahme aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Die Frühjahrssaison bedingte ein höheres Stellenangebot und die Wiedereinstellung von Arbeitsnehmern im Bau und vom Bau abhängigen Gewerbe. Dadurch konnten über 1.960 Männer in der Wirtschaft eine Beschäftigung aufnehmen. Im Landkreis Eichsfeld fanden 540 Männer wieder eine Anstellung, gegenüber dem Vorjahr sind aber noch über 100 mehr arbeitslos. Dagegen ging die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Männer im Landkreis Nordhausen um über 330 gegenüber dem Vormonat zurück, damit sind fast 100 weniger ohne Job als vor Jahresfrist.
Ende März suchten noch 16.350 Männer in Nordthüringen insgesamt einen Arbeitsplatz, über 1.160 weniger als vor vier Wochen, aber noch rund 100 mehr als vor zwölf Monaten. Bei den Frauen mündeten knapp 500 in ein Arbeitsverhältnis ein, weitere 280 begannen eine berufliche Weiterbildung oder eine Trainingsmaßnahme, und fast 680 meldeten sich wegen Arbeitsunfähigkeit, Eintritt in die Rente oder aus sonstigen Gründen ab. Insgesamt beendeten fast 1.560 Frauen im März ihre Arbeitslosigkeit, so dass am Monatsende die Arbeitslosenzahl um 86 auf 15.347 zurückging. Vor einem Jahr war diese Zahl aber um 172 niedriger.
Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren hat sich sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr verringert. Während des Monats meldeten sich 773 junge Frauen und Männer arbeitslos, davon 360 nach einer Erwerbstätigkeit und über 180 aus einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung. Im gleichen Zeitraum konnten aber 940 wieder ihre Arbeitslosigkeit beenden. 420 davon nahmen eine Beschäftigung nach Vermittlung der Agentur für Arbeit oder nach Selbstsuche auf. 20 dieser jungen Arbeitslosen wagten den Schritt in die Selbständigkeit und 200 gingen in eine berufliche Weiterbildung oder Trainingsmaßnahme.
Die verhaltene Nachfrage aus der Wirtschaft und die rückläufigen Arbeitsplätze in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen führten im März zu einem weiteren Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit. 37 Prozent aller arbeitslosen Frauen und Männer waren am Monatsende mehr als zwölf Monate ohne Job. Gegenüber Februar ist die Zahl um 112 angestiegen. Wegen der allgemein schwierigen Situation auf dem Nordthüringer Arbeitsmarkt ist seit drei Jahren bereits ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. So waren vor einem Jahr 914 Personen, vor zwei Jahren noch 1.600 weniger langzeitarbeitslos.
Die Stellenangebote stiegen im März um 244 gegenüber Februar auf 769 an, vor einem Jahr standen allerdings noch 660 Stellen mehr zur Verfügung. Gesucht wurden 100 Arbeitnehmer mit Metallberufen, Elektriker oder Montierer. Mit Bauberufen waren 122 neue Angebote eingegangen, 130 weniger als vor einem Jahr. Um mehr als die Hälfte als vor Jahresfrist ist die Nachfrage nach Warenkaufleuten zurückgegangen. Hier wurden nur 40 Arbeitskräfte gesucht. Für Organisations -, Verwaltungs - und Büroberufen stand im Vorjahresvergleich mit 55 Stellen nur ein Drittel zur Besetzung an. Zur Unterstützung der Bewerbung bei Arbeitsgebern gewährte die Agentur für Arbeit im März in 2.280 Fällen Reise- und Bewerbungskosten, das sind doppelt so viele wie im März des Vorjahres. Zur Unterstützung der Mobilität bei der Arbeitsaufnahme außerhalb der Region erhielten 350 Arbeitnehmer Unterstützungen bei Fahrkosten, Trennungskosten- sowie Umzugskostenbeihilfe. Vor einem Jahr wurden noch 115 Personen weniger über diese Beihilfen gefördert.
Im März entschieden sich 75 Arbeitslose für die Selbständigkeit mit Überbrückungsgeld, damit erhalten 334 Existenzgründer diese Leistung. Weitere 46 Arbeitslose wählten die Existenzgründung als Ich-AG, Ende März bestanden mit dieser Unternehmensform. 383 Firmen. Speziell für Jugendliche werden vielfältige Maßnahmen durch die Agentur initiiert. In berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen befanden sich am Monatsende 576 Mädchen und Jungen und werden hier auf den Ausbildungsbeginn 2004 oder 2005 vorbereitet. Für 942 benachteiligte Jugendliche fördert die Agentur zurzeit die Berufsausbildung. Auch die berufliche Ersteingliederung
von 828 behinderten Menschen wird nach dem SGB III gesichert. Außerdem erhalten 466 junge Arbeitnehmer aus dem Jugendsofortprogramm des Bundes und weitere 260 junge Menschen Lohnkostenzuschüsse aus dem Bundesprogramm zum Einstieg in Beschäftigung und Qualifizierung.
Autor: nnzBereits vor einem Jahr beeinflusste die zurückhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften den Arbeitsmarkt spürbar. Damals lag der Zugang an Arbeitslosen für einen Monat März über durchschnittlich hoch und konnten nicht so viele Arbeitslose wie zu Beginn einer Frühjahrssaison erwartet in Arbeit gehen. Im März dieses Jahres ist keine andere Situation zu verzeichnen, vielmehr standen nach der Wintersaison mehr Arbeitslose zur Vermittlung an als vor Jahresfrist.
Rund 3.560 Nordthüringer meldeten sich in den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Nordhausen neu oder wieder arbeitslos. Damit gingen rund 300 Personen weniger in dien Arbeitslosigkeit als im Vormonat, auch über 100 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres . Demgegenüber konnten sich 4.800 Frauen und Männer im Monatsverlauf abmelden, das warten 100 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenzahl betrug am Monatsende 31. 698 und ist damit wie im Vorjahr um 1.250 niedriger als Ende des Vormonats, der Abstand zur Arbeitslosenzahl des Vorjahres ist damit genau so hoch wie vor vier Wochen. Ein direkter Vergleich zu 2003 ist allerdings nicht möglich, weil seit Jahresbeginn die Teilnehmer in betrieblichen oder außerbetrieblichen Trainingsmaßnahmen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Im März gingen 500 Frauen und Männer in eine dieser Maßnahmen.
Innerhalb der Regionen hat sich die Situation im Landkreis Nordhausen gegenüber dem Vorjahresmonat nicht verändert. Gegenüber dem Vormonat ging die Arbeitslosenzahl um 430 auf 10.000 zurück, wodurch sogar 155 Arbeitslose weniger gezählt wurden als vor zwölf Monaten. In keinem anderen Landkreis Nordthüringens wird sonst ein Rückgang zum Vorjahr ausgewiesen. Die Arbeitslosenquote verblieb auf dem Vorjahresniveau.
Im Kyffhäuserkreis gab es 11.570 Arbeitslose, über 250 weniger als vor vier Wochen. Damit erfolgten hier weniger Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt als in den anderen Landkreisen. Vor einem Jahr waren noch über 200 Personen weniger von der Arbeitslosigkeit betroffen.
Mit 564 weniger Arbeitslosen verringerte sich im Landkreis Eichsfeld die Arbeitslosenzahl am deutlichsten gegenüber dem Vormonat. Ende März waren in dieser Region 10.125 Personen arbeitslos. Trotz des hohen Rückgangs liegt die Arbeitslosenzahl noch immer um 216 über dem Vorjahreswert. Im März 2003 konnten sich rund 230 Arbeitnehmer mehr wegen Arbeitsaufnahme aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Die Frühjahrssaison bedingte ein höheres Stellenangebot und die Wiedereinstellung von Arbeitsnehmern im Bau und vom Bau abhängigen Gewerbe. Dadurch konnten über 1.960 Männer in der Wirtschaft eine Beschäftigung aufnehmen. Im Landkreis Eichsfeld fanden 540 Männer wieder eine Anstellung, gegenüber dem Vorjahr sind aber noch über 100 mehr arbeitslos. Dagegen ging die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Männer im Landkreis Nordhausen um über 330 gegenüber dem Vormonat zurück, damit sind fast 100 weniger ohne Job als vor Jahresfrist.
Ende März suchten noch 16.350 Männer in Nordthüringen insgesamt einen Arbeitsplatz, über 1.160 weniger als vor vier Wochen, aber noch rund 100 mehr als vor zwölf Monaten. Bei den Frauen mündeten knapp 500 in ein Arbeitsverhältnis ein, weitere 280 begannen eine berufliche Weiterbildung oder eine Trainingsmaßnahme, und fast 680 meldeten sich wegen Arbeitsunfähigkeit, Eintritt in die Rente oder aus sonstigen Gründen ab. Insgesamt beendeten fast 1.560 Frauen im März ihre Arbeitslosigkeit, so dass am Monatsende die Arbeitslosenzahl um 86 auf 15.347 zurückging. Vor einem Jahr war diese Zahl aber um 172 niedriger.
Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren hat sich sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr verringert. Während des Monats meldeten sich 773 junge Frauen und Männer arbeitslos, davon 360 nach einer Erwerbstätigkeit und über 180 aus einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung. Im gleichen Zeitraum konnten aber 940 wieder ihre Arbeitslosigkeit beenden. 420 davon nahmen eine Beschäftigung nach Vermittlung der Agentur für Arbeit oder nach Selbstsuche auf. 20 dieser jungen Arbeitslosen wagten den Schritt in die Selbständigkeit und 200 gingen in eine berufliche Weiterbildung oder Trainingsmaßnahme.
Die verhaltene Nachfrage aus der Wirtschaft und die rückläufigen Arbeitsplätze in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen führten im März zu einem weiteren Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit. 37 Prozent aller arbeitslosen Frauen und Männer waren am Monatsende mehr als zwölf Monate ohne Job. Gegenüber Februar ist die Zahl um 112 angestiegen. Wegen der allgemein schwierigen Situation auf dem Nordthüringer Arbeitsmarkt ist seit drei Jahren bereits ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. So waren vor einem Jahr 914 Personen, vor zwei Jahren noch 1.600 weniger langzeitarbeitslos.
Die Stellenangebote stiegen im März um 244 gegenüber Februar auf 769 an, vor einem Jahr standen allerdings noch 660 Stellen mehr zur Verfügung. Gesucht wurden 100 Arbeitnehmer mit Metallberufen, Elektriker oder Montierer. Mit Bauberufen waren 122 neue Angebote eingegangen, 130 weniger als vor einem Jahr. Um mehr als die Hälfte als vor Jahresfrist ist die Nachfrage nach Warenkaufleuten zurückgegangen. Hier wurden nur 40 Arbeitskräfte gesucht. Für Organisations -, Verwaltungs - und Büroberufen stand im Vorjahresvergleich mit 55 Stellen nur ein Drittel zur Besetzung an. Zur Unterstützung der Bewerbung bei Arbeitsgebern gewährte die Agentur für Arbeit im März in 2.280 Fällen Reise- und Bewerbungskosten, das sind doppelt so viele wie im März des Vorjahres. Zur Unterstützung der Mobilität bei der Arbeitsaufnahme außerhalb der Region erhielten 350 Arbeitnehmer Unterstützungen bei Fahrkosten, Trennungskosten- sowie Umzugskostenbeihilfe. Vor einem Jahr wurden noch 115 Personen weniger über diese Beihilfen gefördert.
Im März entschieden sich 75 Arbeitslose für die Selbständigkeit mit Überbrückungsgeld, damit erhalten 334 Existenzgründer diese Leistung. Weitere 46 Arbeitslose wählten die Existenzgründung als Ich-AG, Ende März bestanden mit dieser Unternehmensform. 383 Firmen. Speziell für Jugendliche werden vielfältige Maßnahmen durch die Agentur initiiert. In berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen befanden sich am Monatsende 576 Mädchen und Jungen und werden hier auf den Ausbildungsbeginn 2004 oder 2005 vorbereitet. Für 942 benachteiligte Jugendliche fördert die Agentur zurzeit die Berufsausbildung. Auch die berufliche Ersteingliederung
von 828 behinderten Menschen wird nach dem SGB III gesichert. Außerdem erhalten 466 junge Arbeitnehmer aus dem Jugendsofortprogramm des Bundes und weitere 260 junge Menschen Lohnkostenzuschüsse aus dem Bundesprogramm zum Einstieg in Beschäftigung und Qualifizierung.
