Wasser marsch!
Montag, 05. April 2004, 12:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Nordhausen ist um eine Attraktion reicher. Kurz nach 11 Uhr gab Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) das Kommando: Wasser marsch! Und dabei handelte es sich nicht um eine gemeinsame Übung der Nordhäuser Feuerwehren...

Es sollte das letzte Event, wie man heute so europäisch sagt, vor der Eröffnung der Landesgartenschau sein: Kurz nach 11 Uhr ist heute die Wasserachse zwischen dem Petersberg und der Rautenstraße übergeben worden. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke wies darauf hin, dass es nicht nur eines großen planerischen Erfahrungsschatzes, sondern auch ein wenig an Mut gebraucht habe, ehe das Ergebnis heute freigegeben werden konnte. Die Wasserachse verbindet nicht nur einen Berg mit einer Straße, sie verbindet auch die sanierten Häuser entlang der Rautenstraße. Sie schafft einen Platz, der seinesgleichen in Thüringen suchen wird. Vor allem im Sommer könnten sich die Wasserspiele zu einem Eldorado für die jüngsten Nordhäuser entwickeln.
Doch entlang der Wasserachse wird es ab heute nicht nur sprudeln und plätschern, das Areal ist auch mit vielen Figuren bereichert worden. Es ist nicht immer so, dass Künstler der Region Aufträge aus der Region erhalten, meinte Gerd Mackensen. Umso mehr habe es ihm und seinem Kollegen Rechtacek richtig Spaß gemacht, den Hund, den König oder die Raben zu kreieren. Mackensen wollte die einzelnen Figuren nicht all zu tiefsinnig interpretieren, vielmehr solle man die Erklärung den Kindern überlassen, die hätten den größten Schatz an Phantasie.
Die insgesamt 40 Meter lange Achse hat zwei Pole: Am Fuße des Petersberg gibt es einen Pavillon, in seinen Dimensionen jeweils fünf Meter groß. Dieser Pavillon ist an seinen vier Seiten umgeben von einem Schleier herabfließenden Wassers, den man durchschreiten kann. In der Mitte kann man stehen und ist vom Wasser umgeben. Teil dieses Pavillons wird der balancierende Hund sein, den Mackensen entworfen und den Rechtacek aus Bronze gefertigt hat. Auf dem Pavillon hockt die – von Mackensen so benannte - Bürgerwehr: Eine Gruppe aus etwa 50 Zentimeter hohen Bronze-Raben.
Den zweiten Pol bildet unmittelbar an der Rautentrasse die Tränke, ein 5 mal 5 Meter quadratisches Wasserbecken. Für dieses Becken fertigten Mackensen und Rechtacek ebenfalls eine Figur: Eine zirka 1,50 Meter hohe Skulptur eines kaiserlichen Königs, wie sie Mackensen nennt. Im einen Meter breiten Wasserlauf der Achse werden Steininseln liegen, die den Wasserlauf eines Baches nachempfinden. Markanter Punkt inmitten des Wasserlaufes ist der etwa 1 Meter große Reisende Hund (Mackensen), der das Tier in einem Papierboot darstellt. Links und rechts wird die Wasserachse von Bäumen und Bänken gesäumt. Das alles wird ein Verweilbereich, von dem aus man das Wasser beobachten und hören kann.

Wenn es um Verbindungen geht, dann muß eine zweite Eröffnung am heutigen Tage auch erwähnt werden: Die 20 Meter hohe Lesserstiege kann nun bestiegen werden. Sie wiederum schafft die Achse zwischen der Rautenstraße hinaus zum historischen Stadtrundgang. In Verbindung mit dem großzügigen Platz vor dem St. Jakob-Haus weißt sie durch ihren Lehmbau auf die Historie an dieser Stelle der Stadt hin. Die seitlichen Einfassungen der Himmelsleiter sind aus vier verschiedenen Stampflehm-Arten gefertigt, die quasi einen Schnitt durch das Erdreich widerspiegeln. Die Treppe hat rund 60 Stufen.
Autor: nnz
Es sollte das letzte Event, wie man heute so europäisch sagt, vor der Eröffnung der Landesgartenschau sein: Kurz nach 11 Uhr ist heute die Wasserachse zwischen dem Petersberg und der Rautenstraße übergeben worden. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke wies darauf hin, dass es nicht nur eines großen planerischen Erfahrungsschatzes, sondern auch ein wenig an Mut gebraucht habe, ehe das Ergebnis heute freigegeben werden konnte. Die Wasserachse verbindet nicht nur einen Berg mit einer Straße, sie verbindet auch die sanierten Häuser entlang der Rautenstraße. Sie schafft einen Platz, der seinesgleichen in Thüringen suchen wird. Vor allem im Sommer könnten sich die Wasserspiele zu einem Eldorado für die jüngsten Nordhäuser entwickeln.
Doch entlang der Wasserachse wird es ab heute nicht nur sprudeln und plätschern, das Areal ist auch mit vielen Figuren bereichert worden. Es ist nicht immer so, dass Künstler der Region Aufträge aus der Region erhalten, meinte Gerd Mackensen. Umso mehr habe es ihm und seinem Kollegen Rechtacek richtig Spaß gemacht, den Hund, den König oder die Raben zu kreieren. Mackensen wollte die einzelnen Figuren nicht all zu tiefsinnig interpretieren, vielmehr solle man die Erklärung den Kindern überlassen, die hätten den größten Schatz an Phantasie.
Die insgesamt 40 Meter lange Achse hat zwei Pole: Am Fuße des Petersberg gibt es einen Pavillon, in seinen Dimensionen jeweils fünf Meter groß. Dieser Pavillon ist an seinen vier Seiten umgeben von einem Schleier herabfließenden Wassers, den man durchschreiten kann. In der Mitte kann man stehen und ist vom Wasser umgeben. Teil dieses Pavillons wird der balancierende Hund sein, den Mackensen entworfen und den Rechtacek aus Bronze gefertigt hat. Auf dem Pavillon hockt die – von Mackensen so benannte - Bürgerwehr: Eine Gruppe aus etwa 50 Zentimeter hohen Bronze-Raben.
Den zweiten Pol bildet unmittelbar an der Rautentrasse die Tränke, ein 5 mal 5 Meter quadratisches Wasserbecken. Für dieses Becken fertigten Mackensen und Rechtacek ebenfalls eine Figur: Eine zirka 1,50 Meter hohe Skulptur eines kaiserlichen Königs, wie sie Mackensen nennt. Im einen Meter breiten Wasserlauf der Achse werden Steininseln liegen, die den Wasserlauf eines Baches nachempfinden. Markanter Punkt inmitten des Wasserlaufes ist der etwa 1 Meter große Reisende Hund (Mackensen), der das Tier in einem Papierboot darstellt. Links und rechts wird die Wasserachse von Bäumen und Bänken gesäumt. Das alles wird ein Verweilbereich, von dem aus man das Wasser beobachten und hören kann.

Wenn es um Verbindungen geht, dann muß eine zweite Eröffnung am heutigen Tage auch erwähnt werden: Die 20 Meter hohe Lesserstiege kann nun bestiegen werden. Sie wiederum schafft die Achse zwischen der Rautenstraße hinaus zum historischen Stadtrundgang. In Verbindung mit dem großzügigen Platz vor dem St. Jakob-Haus weißt sie durch ihren Lehmbau auf die Historie an dieser Stelle der Stadt hin. Die seitlichen Einfassungen der Himmelsleiter sind aus vier verschiedenen Stampflehm-Arten gefertigt, die quasi einen Schnitt durch das Erdreich widerspiegeln. Die Treppe hat rund 60 Stufen.
