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nnz-Forum: Ein Wort zu Kristina Schröder

Samstag, 13. Juli 2013, 11:14 Uhr
Politik wieder einmal in falscher Jubellaune. Kurz vor dem Stichtag gibt die Familienministerin Kristina Schröder bekannt, dass der Staat mit der Schaffung von Kita-Plätzen im Plan liege. Frage. Wie sieht der Plan überhaupt aus? Anmerkungen von Heiko Windisch...


An dieser Stelle kommt auch schon der bewusste Haken, denn es sei wohl sehr gut möglich, hier und da noch Plätze fehlen könnten.

Das nenne ich doch einmal eine klare politische Aussage, was? Die Ministerin geht dennoch davon aus, dass zum 01. August nahezu ausreichend reale KiTa-Plätze in Betrieb sein werden. Das ist wieder einmal so eine politische Aussage, an der man jeden Grund hat zu zweifeln. Sogar der Deutsche Städtetag zweifelt an der Aussage von Schröder.

Wie hat man die zur Verfügung stehenden Plätze geschaffen? Hier ein Beispiel aus unserer Stadt Nordhausen. Der Name der Betreuungseinrichtung ist nicht von Interesse, sondern eher die Vorgehensweise. Es handelt sich um eine Einrichtung, in der bisher zwei Altersgruppen von Kindern untergebracht waren. Solche im Alter bis zum dritten Lebensjahr und solche ab dem dritten bis zum Schuleintritt. Ab August wird sich das nun aber ändern. In dieser Einrichtung werden dann nur noch Kinder bis zum dritten Lebensjahr aufgenommen.

Wie hat man das geschafft? Ganz einfach, den Eltern der Kinder schickte man kurzerhand die Kündigung. Einigen wurde unter sehr fragwürdigen Umständen gekündigt, um nicht zu sagen sie wurden „rausgemobbt“. Auf Anfrage, ob das mit dem neuen Gesetz zusammen hängt, war die Antwort sehr zweideutig. Andere kündigten selbst, weil sie mit der Betreuung unzufrieden waren.

Nachdem man sich einiger Kinder entledigt hatte, bekamen die letzten ihre Kündigung. Man war auch nicht behilflich bei der Suche einer neuen Einrichtung.

Nun ist es amtlich, diese Einrichtung nimmt ab dem 01. August 2013 keine Kinder mehr auf, die über das dritte Lebensjahr hinaus sind. Jetzt wissen wir, wie die Frau Ministerin zu ihren neuen Krippenplätzen gekommen ist. Ganz Einfach, auf Kosten der älteren Kinder, sehr clever Frau Ministerin. Hier zeigt sich einmal mit welchen faulen Tricks, um nicht zu schreiben Lügen, die Regierenden arbeiten, um „neue“ KiTa-Plätze zu „schaffen“. So etwas nennt man Augenwischerei! Stimmt doch, oder?

Somit bitte ich Sie, liebe Wählerin und lieber Wähler, schauen Sie genau hin, wem Sie im September Ihre Stimme(n) geben. Gemeinsam könnten wir das Ruder in Richtung soziale Gerechtigkeit drehen. Tun sie etwas gegen die enorme Korruption im Land, machen sie ihr Kreuz an der richtigen Stelle. Ihre Stimme den Piraten!
Heiko Windisch
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Autor: red

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