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Erfolgreiche Projektwoche

Donnerstag, 11. Juli 2013, 12:22 Uhr
Der Begriff Projektunterricht umschreibt eine Unterrichtsform, die in erster Linie durch Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit der Schüler definiert wird. Wie das am Bleicheröder Schiller-Gymnasium "funktioniert", das berichtet Susanne Meyer...

Projekttage am Schiller-Gymnasium (Foto: S. Meyer) Projekttage am Schiller-Gymnasium (Foto: S. Meyer)

Selbstverständlich unter pädagogischer Anleitung bestimmt dabei in einem möglichst hohen Maße die jeweilige Gruppe (deren Auswahl dem Schüler weitgehend freigestellt ist) durch plausibles, selbstständiges Handeln ihr Vorgehen und löst die gestellte Aufgabe durch fachübergreifendes Wirken in ihrer „natürlichen Umgebung“.

Seit Jahren ist es an vielen Schulen zur Tradition geworden, die Projektwoche als eine Organisationsform des Projektunterrichts in der letzten Woche des Schuljahres durchzuführen.

Am Schillergymnasium Bleicherode verliefen diese letzten Tage im Schuljahr 2012/2013 besonders erfolgreich, lehrreich und zu aller Zufriedenheit. Sie dienten nicht nur dem Fach –Wissenserwerb, sondern sie halfen, auf gesunde Lebensweise, bewussteren Umgang mit unserer Umwelt zu achten sowie Betriebe und Einrichtungen der Region näher kennenzulernen.

Jeder Tag stand in diesem Jahr wieder unter einem bestimmten Motto, unter dem sich die Schüler/innen der fünften bis achten Klassen jeweils eine interessante Arbeitsgruppe aussuchen durften. Der erste Tag – Tag des Sports- lud zu lustigen und interessanten Wettkämpfen in die Georgenberg-Turnhalle ein.

Der Montag stand im Zeichen der Künste und der Gesellschaftswissenschaften. Die Schüler/innen konnten beispielsweise wählen zwischen Workshops zum Thema „Geheimnisse am Nil“, „Kunst aus Wolle, Stoffen und mehr“ oder „Alkohol-Prävention“. Für die 8. Klassen veranstalteten Fachkräfte vom DRK einen Lehrgang in Erster Hilfe. Die Streicher-und Flötengruppe des Gymnasiums erfreute die Bewohner des benachbarten Seniorenheimes “Glück auf“ mit einem Konzert und die Theater-AG stellte in ihrer Generalprobe für das Stück „Cendrillon“ – das ist die französische Urfassung von „Aschenbrödel“ – ihre Arbeit vor. Auch Besuche der Alten Kanzlei in Bleicherode gehörten zum Tagesprogramm.

Am Dienstag drehte sich alles um die Naturwissenschaften. Unter dem Motto „Wissen wie`s geht“ konnten die Kinder z.B. unter Anleitung von Vertretern des Nordhäuser Ingenieurbüros Henning-Jakob wiederum viel über die Zusammenhänge von Natur und Technik erfahren und in Versuchen beweisen. Sie arbeiteten mit Wasser, Stärke, Heilkräutern, Pflanzenfarben und nachwachsenden Rohstoffen. Einige Gymnasiasten der 7. Klassen besuchten das August-Kramer-Institut in Nordhausen, um im geotechnischen Labor bzw. im Sensoriklabor Testversuche durchzuführen.

Auch die Partnerschaft mit der Heliosklinik Bleicherode wurde wiederum für das Bewusstmachen gesunder Körperhaltung genutzt. So konnten die Schüler/innen der 6. Klassen im Bereich der Physiotherapie bei spielerischen Übungen unter anderem ihr Balancegefühl oder ihre Tastsinne untersuchen.

Zum Tag der Sprachen am Mittwoch waren vor allem die Fremdsprachenlehrer gefordert. Die Kinder konnten beispielsweise zwischen englischen, russischen, französischen bzw. lateinischen Sprachspielen wählen. Eine Gruppe befasste sich mit französischer Lyrik und Musik. Während des Workshops „Russland stellt sich vor“ konnten typische russische Speisen, Getränke, Traditionen sowie Musik des Landes kennengelernt werden.

Beendet wurde die Projektwoche traditionsgemäß mit einem Kinderfest, zu dem wiederum die zukünftigen Gymnasiast/innen der jetzigen 4. Klassen an der Grundschule eingeladen waren. Unter Regie der Klassenlehrer boten die einzelnen Klassen vielfältige Programme und lustige Spiele an. Eine Mädchenband aus Klasse 7 stellte sich mit beeindruckender musikalischer Leistung im Speisesaal ihren Mitschüler/innen vor.

Nach dieser erfolgreichen Projektwoche werden vermutlich alle Schüler, sofern das Zeugnis dies zulässt, zufrieden in die Ferien gehen und dem neuen Schuljahr offen sowie erwartungsvoll entgegenblicken.
Susanne Meyer
Autor: red

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