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Wieviel ist genug?

Donnerstag, 11. Juli 2013, 07:41 Uhr
Viel hilft viel oder weniger ist mehr? Wie viel Hilfe brauchen Familien heute von Behörden, Institutionen, Beratungs- und Bildungseinrichtungen? Wie viel Begleitung ist notwendig? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Kooperationspartner des Jugendhilfeverbundes Nordhausen in einer regen Diskussion im Rahmen des Tages der offenen Tür im Familienzentrum Nordhausen..i.

Gemeinsam einen Turm bauen (Foto: S. Spehr) Gemeinsam einen Turm bauen (Foto: S. Spehr)

Neben dem fachlichen Austausch stellte die Einladung der Kooperationspartner zudem ein Dankeschön für die beständige gute Zusammenarbeit dar. Einigkeit herrschte bei allen Diskutierenden darüber, dass Familien aus vielerlei Gründen aktuell ein hohes Maß an Unterstützung benötigen. Einige Teilnehmer nehmen einen Anstieg der Hilfebedürftigkeit der Familien wahr.

Sei es, weil Antragstellungen komplizierter werden und sprachliche Barrieren spezielle Formen der Unterstützung erfordern. Oder, dass nicht alle jungen Eltern auf eine unterstützende Familie zurückgreifen können und dass immer mehr junge Menschen über einen nur geringen Bildungsstand verfügen. Die Teilnehmer der Diskussionsrunde waren sich einig, dass einige Familien über einen gewissen Zeitraum hinweg eine gezielte und individuelle Unterstützung durch ein überschaubares und gut abgestimmtes Helfersystem benötigen. Besonders der Zeitpunkt der Familiengründung und der Abschnitt der frühen Kindheit bieten gute Chancen wirkungsvolle Hilfe zu leisten.

"Hilf mir es selbst zu tun" - dieses Motto Maria Montessoris soll jedoch immer über der sozialen Arbeit stehen. Denn diese muss immer Hilfe zur Selbsthilfe bleiben und durch Unterstützung sich selbst entbehrlich machen.

Nach einer angeregten Diskussion setzten alle Beteiligten ihre Fähigkeiten zur Zusammenarbeit praktisch um und zogen beim Bauen des Team-Turmes gemeinsam an einem Strang. So gelang es, ein Bauwerk aus sechs Holzklötzen zu errichten, ohne diese direkt zu berühren. Das didaktische Spiel wird häufig in Präventionsprojekten mit Schulklassen eingesetzt, um die Teamarbeit zu trainieren.

Das Team des Familienzentrums Nordhausen bedankt sich bei allen Kooperationspartnern für die rege Teilnahme und hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.
Autor: red

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