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Wenn sie nicht wären...

Montag, 08. Juli 2013, 08:45 Uhr
Man sieht sie überall in der Stadt, in Einrichtungen wie Museen, bei den Stadtgärtnern: Menschen, die in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen dafür sorgen, dass immer noch alles "rund läuft"...


444 Frauen und Männer sind derzeit bei der Nordhäuser Stadtverwaltung angestellt, zieht man die Beschäftigten des Eigenbetriebes ab, dann sind es 412. Doch nicht alle kommen am Gehaltstag in den Genuss der tariflichen Abrechnung des öffentlichen Dienstes.

Am bestens dran sind diejenigen, die einen 400- oder 450-Euro-Job "ergattert" haben. Acht Beschäftigte sind es, die zum Beispiel die Besucherbetreuung in den Museen übernehmen, einfache Büroarbeiten erledigen oder im Seniorenbegegnungszentrum als Fahrer tätig sind.

Auf der Basis von 165 Euro arbeiten 18 Frauen und Männer. Sie erledigen Hilfsarbeiten im handwerklichen und gärtnerischen Bereich. Die größte Gruppe der insgesamt 74 Geringverdiener, die 27 Ein-Euro-Jobber, sind in den Grünbereichen der Kernstadt sowie in den Ortsteilen anzutreffen.

Im Bundesfreiwilligendienst befinden sich aktuell 16 Frauen und Männer. Auch sie sind in den Museen, in der Bibliothek und zur Betreuung im KinderKeller KatzMaus eingesetzt. Sie können ein Taschengeld erhalten, dessen Obergrenze der Gesetzgeber mit 348 Euro festgeschrieben hat.

Fünf junge Menschen absolvieren derzeit in der Stadtverwaltung ein freiwilliges kulturelles oder soziales Jahr. Sie helfen vor allem im Kulturamt aber auch in einer Kindertagesstätte mit aus.

Es sind also knapp 20 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Nordhäuser Rathaus, die mit diesen Beschäftigungsverhältnissen abgegolten werden. Sie sind jedoch dringend notwendig, um die vielen Aufgaben und Arbeiten zu erledigen, die sonst liegenbleiben würden - nicht nur die achtlos weggeworfene Zigarettenschachtel am Straßenrand.
Peter-Stefan Greiner

PS: Wir haben natürlich auch in der Kreisverwaltung nachgefragt: Dort gibt es nur eine geringfügig Beschäftigte und zwar handelt es sich dabei um eine ehemalige Praktikantin, die mit ihrer Abschlussarbeit den Aufbau unseres Bürgerservice begleitet. Nach Beendigung des Praktikums begleitet sie jetzt den Prozess vorübergehend weiter und unterstützt die Verwaltung bei den Vorbereitungsarbeiten.
Autor: red

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