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Wahlkampfgetöse

Freitag, 02. April 2004, 17:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Es geht wieder um die künftigen Blitzer auf der B 4 zwischen Sondershausen und Greußen. Nach Thomas Soszynski aus Sondershausen meldet sich jetzt auch die CDU des Landkreises Nordhausen zu Wort.


Etwas verwundert zeigte sich der Kreisverband der CDU über die Äußerungen von Andreas Wieninger (SPD) in der nnz. Wieninger äußerte sich kritisch zur Installation von Blitzgeräten an der Bundesstraße zwischen Sondershausen und Greußen. Wenn er der Meinung ist, dass der Ausbau dieses Straßenabschnittes Vorrang haben sollte, dann kann ihm gerne geraten werden, sich bei der Bundesregierung für die Bereitstellung der Mittel stark zu machen, damit die Geschwindigkeitsüberwachung noch verkürzt werden könnte. Dazu äußerte sich Landtagsabgeordneter Egon Primas (CDU):

„Es ist einsichtig, wenn der Vertreter der SPD einräumt, dass sich die Zahl der Unfälle durch die Blitzgeräte verringern wird, das ja schließlich hier Sinn sein soll. Wenn das an der aggressiven Fahrweise der Autofahrer grundsätzlich nichts ändert, dann liegt das weniger an Blitzgeräten, sondern an mangelndem Bewusstsein der Autofahrer. Insofern könnte es nützlich sein, wenn das Bundesverkehrsministerium von Zeit zu Zeit diesem Umstand mehr Aufmerksamkeit widmen würde, zum Beispiel in Form von Aufklärungskampagnen oder ähnlichem.“ Die Blitzeranlagen, über die sich aufgeregt wird, gebe es eigentlich auf dieser Strecke noch gar nicht. Sie sollen erst in der zweiten Hälfte dieses Jahres im Rahmen eines Forschungsprojektes der Bundesanstalt für Straßenwesen, das wissenschaftlich von der Technischen Universität Dresden begleitet wird, installiert werden.

Das Projekt läuft in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr bereits seit 1996 und es soll Daten zum Fahrverhalten auf besonders unfallträchtigen Straßen außerhalb von Ortschaften liefern. Im Vordergrund steht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und in keinster Weise die Abzocke der Autofahrer. „Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Untersuchungen sollen Grundlage für bundesweite Empfehlungen und Richtlinien zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf stark unfallbelasteten Strecken sein“, so Thomas Soszynski in der nnz.

Zu den abschließenden Äußerungen Wieningers hinsichtlich der möglichen Bußgeldbescheide und deren Verwendung lehnte Primas eine Stellungnahme ab, weil ihm die Argumentation zu populistisch sei.
Monique Schlegel
Autor: nnz

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