Das ist nicht abstrakt
Mittwoch, 03. Juli 2013, 11:14 Uhr
Der Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt tourt in dieser und der kommenden Woche mit der Wanderausstellung "Hier wohnt Familie Schäfer" durch Schulen und Einrichtungen im Landkreis Nordhausen...
Sozialarbeiter von den Mitgliedern des Arbeitskreises, wie dem Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes, dem Familienzentrum des Jugendsozialwerks und der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt der Caritas, begleiten die Ausstellung. "Die Ausstellung 'Hier wohnt Familie Schäfer' ist ein Präventionsprojekt, das Kindern aufzeigen soll, wo sie Hilfe bekommen, wenn es Schwierigkeiten in der Familie gibt", erklärt die Sozialarbeiterin des Jugendamtes Carola Kunde.
Gestern haben beispielsweise die dritten Klassen der Käthe-Kollwitz-Grundschule die Ausstellung besucht. "Es geht um die Gewalt in der Familie Schäfer. Der Vater hat die Frau und die Kinder geschlagen und die Mutter hat dann einen gebrochenen Arm und ein blaues Auge", erzählt Björn. "Die Kinder haben Bauchweh bekommen, weil sich die Eltern gestritten haben und haben geweint", beschreibt Lucie.
"Wir haben heute hier gelernt, dass es nicht der beste Weg ist, Probleme mit Gewalt zu lösen, sondern auf eine andere Art. Man sollte miteinander reden", sagt Jannik. Amelie sagt dazu: "Ja, Konflikte sollte man anders lösen, man kann sich zum Beispiel entschuldigen und sich versöhnen." "Und wir haben gelernt, dass man sich Hilfe holen kann, zum Beispiel bei der Polizei, beim Jugendamt, in der Frauenschutzwohnung oder bei jemand anderen, der helfen kann", sagt Jannik. "Oder wir können auch zu einem Freund gehen", meint Jan Luca.
3. Klasse der Kollwitz-Grundschule Carola Kunde vom Landratsamt (rechts) und Nancy Ziesemann vom Familienzentrum (Foto: pruvat)
Gemeinsam mit den Sozialarbeitern diskutieren die Schüler ausgehend von der Geschichte der Familie Schäfer, die die Ausstellung und ein kleines Heft erzählt, ihre eigenen Erfahrungen. "Einige Kinder erinnern sich an Streitthemen in ihrer Familie oder an Trennungsgeschichten", so Carola Kunde. "Abschluss des Projekts ist, dass jedes Kind sich eine Helferkarte zusammenstellt und darin aufschreibt, wo es Hilfe bekommen kann, wenn es Schwierigkeiten gibt, zum Beispiel bei Oma und Opa, bei Lehrern, Freunden, dem Jugendamt oder im Familienzentrum."
Die Wanderausstellung, die die Interventionsstelle für häusliche Gewalt Rostock/Schwerin gestaltet hat, holt der hiesige Arbeitskreis einmal im Schuljahr in den Landkreis Nordhausen. Am Freitag, 12. Juli, dem letzten Schultag, kann sich jeder die Ausstellung "Hier wohnt Familie Schäfer" im Kinderkeller Katz-Maus im Regenbogenhaus in Nordhausen-Ost ansehen. Von 13 bis 16 Uhr werden dazu Sozialarbeiter als Ansprechpartner zur Thematik häusliche Gewalt bereitstehen.
Autor: redSozialarbeiter von den Mitgliedern des Arbeitskreises, wie dem Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes, dem Familienzentrum des Jugendsozialwerks und der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt der Caritas, begleiten die Ausstellung. "Die Ausstellung 'Hier wohnt Familie Schäfer' ist ein Präventionsprojekt, das Kindern aufzeigen soll, wo sie Hilfe bekommen, wenn es Schwierigkeiten in der Familie gibt", erklärt die Sozialarbeiterin des Jugendamtes Carola Kunde.
Gestern haben beispielsweise die dritten Klassen der Käthe-Kollwitz-Grundschule die Ausstellung besucht. "Es geht um die Gewalt in der Familie Schäfer. Der Vater hat die Frau und die Kinder geschlagen und die Mutter hat dann einen gebrochenen Arm und ein blaues Auge", erzählt Björn. "Die Kinder haben Bauchweh bekommen, weil sich die Eltern gestritten haben und haben geweint", beschreibt Lucie.
"Wir haben heute hier gelernt, dass es nicht der beste Weg ist, Probleme mit Gewalt zu lösen, sondern auf eine andere Art. Man sollte miteinander reden", sagt Jannik. Amelie sagt dazu: "Ja, Konflikte sollte man anders lösen, man kann sich zum Beispiel entschuldigen und sich versöhnen." "Und wir haben gelernt, dass man sich Hilfe holen kann, zum Beispiel bei der Polizei, beim Jugendamt, in der Frauenschutzwohnung oder bei jemand anderen, der helfen kann", sagt Jannik. "Oder wir können auch zu einem Freund gehen", meint Jan Luca.
3. Klasse der Kollwitz-Grundschule Carola Kunde vom Landratsamt (rechts) und Nancy Ziesemann vom Familienzentrum (Foto: pruvat)
Gemeinsam mit den Sozialarbeitern diskutieren die Schüler ausgehend von der Geschichte der Familie Schäfer, die die Ausstellung und ein kleines Heft erzählt, ihre eigenen Erfahrungen. "Einige Kinder erinnern sich an Streitthemen in ihrer Familie oder an Trennungsgeschichten", so Carola Kunde. "Abschluss des Projekts ist, dass jedes Kind sich eine Helferkarte zusammenstellt und darin aufschreibt, wo es Hilfe bekommen kann, wenn es Schwierigkeiten gibt, zum Beispiel bei Oma und Opa, bei Lehrern, Freunden, dem Jugendamt oder im Familienzentrum." Die Wanderausstellung, die die Interventionsstelle für häusliche Gewalt Rostock/Schwerin gestaltet hat, holt der hiesige Arbeitskreis einmal im Schuljahr in den Landkreis Nordhausen. Am Freitag, 12. Juli, dem letzten Schultag, kann sich jeder die Ausstellung "Hier wohnt Familie Schäfer" im Kinderkeller Katz-Maus im Regenbogenhaus in Nordhausen-Ost ansehen. Von 13 bis 16 Uhr werden dazu Sozialarbeiter als Ansprechpartner zur Thematik häusliche Gewalt bereitstehen.
