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"Elefantenrennen" beendet

Freitag, 21. Juni 2013, 18:24 Uhr
Zeugen eines sogenannten "Elefantenrennens“ wurden gestern Beamte der Autobahnpolizei Leinefelde auf der A 38. Nachdem sie mit ihrem Streifenwagen der an der Anschlussstelle Heiligenstadt in Richtung Leipzig aufgefahren waren, reihten sich die Beamten hinter vier Sattelzügen
ein...,


...von denen zwei den linken und zwei den rechten Fahrstreifen befuhren. Offensichtlich versuchten die beiden linken Lkws gerade die beiden rechten zu überholen. Für diesen Überholvorgang benötigten sie jedoch etwa 5,5 Kilometer und 2 Minuten 35 Sekunden. Außer der Tatsache, dass dieses Überholmanöver lange anhielt, fuhr der zweite überholende Lkw mit einem Sicherheitsabstand von etwa 20 Meter hinter dem vorausfahrenden Lkw.

Vorgeschrieben ist für solche Lkws allerdings ein Mindestabstand von 50 Meter. Außerdem darf laut StVO nur überholen, wer mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als der zu überholende fährt. Die Beamten als „Zuschauer“ dieses „Rennens“ sorgten dafür, dass die „Rennfahrer“ einen unfreiwilligen Boxenstopp einlegen mussten und "würdigten" das Verhalten mit einem entsprechenden Bußgeld.

Gewinner dieses Rennens war also am Ende wie so oft doch der ordnungsgemäß und vorsichtig fahrende Verkehrsteilnehmer.
Autor: red

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