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Partnerschaft und Namensweihe

Sonntag, 16. Juni 2013, 13:50 Uhr
Der Verband Deutscher Schwarzpulver Kanoniere mit Sitz Schloss Allstedt in Sachsen Anhalt führte auf dem Dickkopf bei Sondershausen wieder seine offenen internationalen Meisterschaften der historischen-leichten Feldartillerie durch. Eine Kanone aus Bleicherode erhielt einen Namen und eine Patenschaft wurde besiegelt. Und auch viel Humor war im Spiel.

Geschossen wird mit Kanonen vom Kaliber 51mm - 90mm. Das Reizvolle dabei, die Geschützbesatzungen, in der Regel zwischen 2 bis 4 Kanoniere pro Geschütz, dürfen nur in historischer Uniformen oder Gewändern die Geschütze bedienen.

Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Einmarsch der Kanoniere bei der Eröffnung wurde angeführt von Kurfürst August der Starke, mit seiner Mätresse Gräfin Cosel, König von Sachsen und Polen.

Geschossen wird mit Schwarzpulver, vorzugsweise in Kartuschenform. Geschosse sind Rundkugel aus Stahl oder Beton ( Prüfung der Kugeln in der Feuerstellung). Geschossen wird auf eine Entfernung von 100m ohne Visiereinrichtung, 100m mit Visiereinrichtung, 200 m ohne Visiereinrichtung oder 200m mit Visiereinrichtung.

Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Beim Appell gab es für einige Kanonen eine Namensweihe. Eine Personifikationsurkunde erhielt auch die „Alte Garde Bleicherode“ für ihre Kanone „Jutta vom Dachsberg“. Die Urkunde wurde überreicht vom Standortältesten des Bundeswehrstandorts Sondershausen Oberstleutnant Markus Kankeleit, dem Kommandeurs des Feldwebelanwärter /- Unteroffiziersanwärter- Bataillons 1, dass zurzeit in Sondershausen neu aufgestellt wird.

Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zur Eröffnung konnte Verbandsvorsitzender Volker Grabow (links) zahlreiche Ehrengäste begrüßen. So Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer und Kommandeur des Artillerieregiments 100, Oberst Axel Hermeling. Die eingeladenen Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, und Thüringens Jörg Geibert sagten aus verständlichen Gründen ab, da man sich um die Probleme des Hochwassers kümmern muss. Stahlknecht war bisher regelmäßiger Gast auf dem Dickkopf. Ehrengast war auch der Vizepräsidenten des Thüringer Schützenbundes e.V., Stephan Thon.

Kreyer betonte, dass die Schützen immer gern gesehene Gäste auf dem Dickkopf sind, und freute sich, dass es nach dem erfolgreichen Thüringentag einen weiteren Höhepunkt in der Stadt gab.
Viel Humor bewies Oberst Hermeling. Auf dem Dickkopf sind jetzt mehr Kanonen versammelt, als er noch in seinem Regiment hat, sagte er. Dazu muss man wissen, dass das Regiment mit Standort Mühlhausen vollständig aufgelöst wird.

Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bevor es ein Prominenten Schießen gab, unterzeichneten Verbandsvorsitzender Volker Grabow und der Kommandeur des Feldwebelanwärter/-Unteroffiziersanwärter- Bataillons 1 Oberstleutnant Markus Kankeleit, eine Partnerschaftsurkunde. Damit wird die Partnerschaft mit dem nicht mehr existierenden Raketenartilleriebataillon 132 aus Sondershausen fortgesetzt. Damit wird es wohl bald das kleine Jubiläum der 5. Internationalen Meisterschaften auf dem Dickkopf geben.

Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Partnerschaft und Namensweihe (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Oberstleutnant Kankeleit durfte als erster Kanonier ran. Dann folgte Oberst Hermeling.

Die Meisterschaftsergebnisse gibt es dann auf der Webseite des Verbandes unter: Schwarzpulver Kanoniere

Den kompletten Videobericht von der Eröffnungsfeier gibt es später hier:
Videobericht Eröffnungsfeier
Autor: khh

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