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Sandras Handball-Tagebuch: Angekommen

Donnerstag, 13. Juni 2013, 21:30 Uhr
Die D-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser Sportvereins (NSV) nehmen an der Bestenermittlung der Neunen Bundesländer in Wismar teil. Für die nnz begleitet Sandra Arm die NSV-Mädels bei ihrem bis dahin größten sportlichen Abenteuer...


Kalt, nass, grau: So begrüßte uns Wismar am Donnerstagabend. Also nicht unbedingt von seiner schönsten Seite. Umso herzlicher war dann der Empfang in der Jugendherberge. Diese wird uns nun bis Sonntag ein neues Zuhause sein. Für die D-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV (NSV) wird es dann am Sonnabend ernst, denn dann startet der Junior-Cup, die Bestenermittlung der Neuen Bundesländer und Berlin.

Die Reise begann an der Ballspielhalle in Nordhausen. Eigentlich sollte der erste Kleinbus gegen 15 Uhr in Richtung Wismar aufbrechen. Eigentlich, denn als dieser mit Fahrer Michael Samel, Beifahrer Alfons Jarmuszewski und seinen fünf weiblichen Passagieren die Stadtgrenze verließ, hatte sich der Uhrzeiger bereits in Richtung 16 Uhr geneigt.

Vorher hieß es nämlich noch die Glückstrommel einzupacken. Sie kam bereits bei der Landesmeisterschaft in Jena zum Einsatz und soll nun auch in Wismar die Mannschaft zum Sieg befördern. Dann ging es weiter ins Stadtgebiet Ost, dort wartete schon eine Spielerin sehnsüchtig auf den bis dahin noch sechsköpfigen Abholdienst. Ein Besuch im Einkaufsmarkt durfte ebenfalls nicht fehlen, um ein bisschen Proviant wie Äpfel, Bananen und Butterhörnchen für die lange Fahrt einzukaufen. Schließlich lagen vor uns mehr als 500 Kilometer und eine Fahrtzeit von knapp vier Stunden.

Nordhausen verabschiedete uns mit ganz viel Sonnenschein. Die große gelbe Kugel am Horizont verschwand, je nördlicher wir kamen, dann hinter einer grauen Wolkendecke. Auf der halben Strecke kam Starkregen hinzu. Doch das trübte die Stimmung im Kleinbus keineswegs. Vielleicht lag es auch an der musikalischen Begleitung. Da war zum Beispiel Of Monsters an Men, die mit ihrem Ohrwurmsong „Little Talks“ zu einem spontanen Pfeifen beim Fahrer und zu kleinen Gesprächen animierte. In denen ging es wie konnte es auch anders sein um Handball.

Hamburg ist ebenfalls eine Handballhochburg und noch dazu eine sehr erfolgreiche. Hinter Hamburg hatte uns dann doch ein Stau erwischt. Eine Baustelle, die Fahrspur verengte sich von drei auf zwei Spuren, löste diesen aus. Zum Stehen kamen wir glücklicherweise nicht, wir kamen schrittweise voran. Das brachte unsere Zeitplanung ein wenig durcheinander. Unser Navigationssystem hatte die Ankunftszeit vor dem Stau auf 20 Uhr vorhergesagt. Mit kleinen Unterbrechungen erreichten wir gegen halb neun unser Ziel, die Jugendherberge in Wismar. Wir waren die Ersten, der letzte der vier Kleinbusse erreichte gegen neun Uhr das ersehnte Ziel.
In der Jugendherberge wurden wir herzlich empfangen. Sogar ein verspätetes Abendbrot, es gab unter anderem Nudelsalat, Würstchen, grünen Salat und Aufschnitt, wurde für uns noch organisiert. Währenddessen prasselte der Regen kräftig gegen unsere Fensterscheiben. Es kann also nur noch besser werden. Also das Wetter wohlgemerkt. Musikalisch begleitete uns Bosse aus diesem Tag mit seinem Song: „Es war die schönste Zeit“. Dabei muss es doch eigentlich heißen: „Es wird die schönste Zeit“. Mit ganz viel Sonne und weiteren tollen Tagen, die uns bis Sonntag noch bevorstehen werden.
Sandra Arm
Autor: red

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