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Zitate zu unserer Zukunft (10)

Donnerstag, 13. Juni 2013, 10:15 Uhr
nnz-Leser Bodo Schwarzberg bezieht in seinen Zuschriften und Kommentaren klare Positionen für den Umwelt und Naturschutz. Jetzt hat er Zitate von Fachleuten gesammelt...


Das zweite Jahrhunderthochwasser in nur elf Jahren erinnert uns Menschen schmerzlich daran, dass nicht wir die Natur beherrschen, sondern dass sie uns beherrscht. Trotz der Ignoranz so mancher Politiker und Wirtschaftsvertreter: Auf mittlere Sicht wird die Gesellschaft um eine naturnähere Gestaltung der Auengebiete im Sinne eines „Zurück zur Natur“ nicht herum kommen.

Hoffentlich wird noch vor dem gewiss schon bald anstehenden nächsten „Jahrhunderthochwasser“ nicht nur, wie jetzt wieder, geredet, sondern sinnvoll gehandelt. Eine Menge Arbeitsplätze könnten über Jahre hinweg gerade in der Bauwirtschaft entstehen – für wahrhaft sinnvolle Bau- und Rückbaumaßnahmen. -

Das aktuelle Hochwasser ist ein noch relativ harmloses Beispiel dafür, was uns noch blühen könnte, wenn wir weiterhin allzu leichtfertig und auf schnellen Profit orientiert in der von uns besiedelten Landschaft und auch weit darüber hinaus agieren.

Doch schauen wir uns unsere eigenen Auen im Umfeld von Nordhausen an: Seit der Wende wurden und werden hunderte Hektar versiegelt. Von neuen, nennenswerten und gezielt angelegten Überflutungsflächen wüsste ich nichts und zumindest die Helme erscheint mir kanalisiert.

Nun zwei weitere Zitate:

1. "Der Kardinalfehler war, die Deiche in ihrem alten Verlauf zu ertüchtigen, zu erhöhen und zu verbreiten, sie "aufzurüsten", ohne darüber nachzudenken, dass das Wasser ja irgendwo hin muss."

Der Elbeexperte Dr. Ernst-Paul Dörfler, der sich darüber beklagte, dass die Politik nichts aus der Hochwasserkatastrophe von 2002 gelernt habe.

Quelle: http://www.abendblatt.de/vermischtes/article117049956/Elbe-Pegel-stagniert-Wasser-drueckt-auf-Deiche.html

2. „Der Fluss hatte ursprünglich einen ganz anderen Verlauf. Anhand alter Karten müssen wir jetzt die alten Flutrinnen finden.“

Das äußerte der Sandauer Bürgermeister Henry Wagner, nachdem sein Ort nach einem Elbdeichbruch bei Tangermünde überflutet worden war.

Quelle:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/deichbruch-bei-fischbeck-hochwasser-die-elbe-sucht-sich-ihren-alten-verlauf/8339174.html?google_editors_picks=true
Autor: red

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