Mangelnder Hochwasserschutz
Dienstag, 11. Juni 2013, 06:52 Uhr
Laut NABU Thüringen ist die problematische Hochwassersituation teilweise hausgemacht. Die Naturschützer fordern mehr Engagement beim naturnahen Hochwasserschutz von der Landesregierung...
Auch in Thüringen hat sich gezeigt, dass dramatische Situationen vor allem dort entstehen, wo einseitig auf technische Schutzmaßnahmen gesetzt wird und nur unzureichende natürliche Überflutungsflächen zur Verfügung stehen, erklärt Tino Sauer, ein Vorstandsmitglied des NABU Thüringen. Es sei unverhältnissmäßig jeden Acker vor dem Hochwasser zu schützen und dadurch die Hochwassergefahr für Siedlungen zu verstärken.
So könnten zum Beispiel zwischen Erfurt und der Mündung in die Unstrut östlich der Gera große Teile der ehemaligen Überflutungsflächen mit geringem Aufwand und ohne Gefährdung von Bebauung oder Infrastruktur reaktiviert werden. Für Walschleben und die anderen Dörfer des unteren Geratales würde dies eine deutliche Reduzierung der Überflutungsgefahr bedeuten, schlägt Tino Sauer vor.
Hierzu ist es erforderlich zu einer der Landschaft angepassten Wirtschaftsweise zurückzufinden. Deshalb fordert der NABU mehr hochwassertolerantes Grünland statt Acker in der Aue. Das Thüringer Umweltministerium soll hier endlich für eine Umsetzung der teilweise schon vorhandenen Konzepte für einen naturnahen Hochwasserschutz sorgen und Abschied von einer einseitigen Klientel- und Lobbypolitik nehmen.
Außerdem muss endlich die schleichende Auffüllung und weitere Neubebauung der Auen konsequent gestoppt werden. Denn die Aue gehört jenseits von vorhandener Bebauung und Infrastruktur dem Fluss.
Autor: redAuch in Thüringen hat sich gezeigt, dass dramatische Situationen vor allem dort entstehen, wo einseitig auf technische Schutzmaßnahmen gesetzt wird und nur unzureichende natürliche Überflutungsflächen zur Verfügung stehen, erklärt Tino Sauer, ein Vorstandsmitglied des NABU Thüringen. Es sei unverhältnissmäßig jeden Acker vor dem Hochwasser zu schützen und dadurch die Hochwassergefahr für Siedlungen zu verstärken.
So könnten zum Beispiel zwischen Erfurt und der Mündung in die Unstrut östlich der Gera große Teile der ehemaligen Überflutungsflächen mit geringem Aufwand und ohne Gefährdung von Bebauung oder Infrastruktur reaktiviert werden. Für Walschleben und die anderen Dörfer des unteren Geratales würde dies eine deutliche Reduzierung der Überflutungsgefahr bedeuten, schlägt Tino Sauer vor.
Hierzu ist es erforderlich zu einer der Landschaft angepassten Wirtschaftsweise zurückzufinden. Deshalb fordert der NABU mehr hochwassertolerantes Grünland statt Acker in der Aue. Das Thüringer Umweltministerium soll hier endlich für eine Umsetzung der teilweise schon vorhandenen Konzepte für einen naturnahen Hochwasserschutz sorgen und Abschied von einer einseitigen Klientel- und Lobbypolitik nehmen.
Außerdem muss endlich die schleichende Auffüllung und weitere Neubebauung der Auen konsequent gestoppt werden. Denn die Aue gehört jenseits von vorhandener Bebauung und Infrastruktur dem Fluss.
