Klare Ansage
Montag, 03. Juni 2013, 14:06 Uhr
Wer Nico Kleofas, den Präsidenten von Wacker Nordhausen kennt, der weiß, dass er ein Mann der klaren Worte ist. Jetzt redet er im nnz-Gespräch Klartext...
Es sollte eine fröhliche Feier gestern im Albert-Kuntz-Sportpark werden. Soweit man das alles beurteilen kann, wurde es auch eine Party. Ein Mann allerdings hat nicht nur den Fans (siehe nnz-Kommentare), sondern auch Kleofas die Freude am Feiern verdorben.
Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (CDU), der zur zweiten Halbzeit in den AKS kam, sagte auf die Frage von Klaus Töpperwien, wie die Stadt den Verein jetzt unterstützen könne, dass nun "die Zuschauer gefragt sind" und damit den Verein unterstützen sollen.
"Das hört sich für mich so an, als ob unsere Fans den Verein finanziell unterstützen und die Regionalliga finanzieren müssen und die Stadt sowie der Landkreis sich aus der Verantwortung stehlen", meinte Nico Kleofas heute im Gespräch mit der nnz. "Die Aussagen von Dr. Zeh geben mir arg zu denken. Ich fordere jetzt ein klares Bekenntnis zum Verein - entweder die Politik ist für Wacker oder gegen Wacker", so der Vereins-Präsident.
Als Beispiel fehlenden kommunalen Engagements nannte Kleofas den Zustand des Rasens im AKS, der noch nie so schlecht gewesen sei. Das Präsidium habe sich deshalb entschlossen, die komplette Vorbereitung auf die erste Regionalliga-Saison auf einem Sportplatz außerhalb des Landkreises Nordhausen zu absolvieren und das auf eigene Kosten. "Dann kann sich der AKS-Rasen einmal acht Wochen ausruhen."
Das Präsidium wird in den kommenden Tagen das Gespräch mit den politischen Spitzen des Landkreises und der Stadt suchen. Die Kenner der Szene in und um Nordhausen herum wissen, dass aus Rathaus und Landrats kaum mehr als Worte zu erwarten sind. Fragt man in der Kreisverwaltung nach, wie denn Wacker finanziell unterstützt werden könne, dann gibt es folgende Antwort: Man stelle 37.000 Euro im Jahr für die Förderung der Nachwuchsarbeit zur Verfügung, die werden an den Kreissportbund überwiesen. Wir haben nachgerechnet: Das sind dann pro Mitglied im Kreissportbund Nordhausen 23 Cent pro Monat.
Aus dem Nordhäuser Rathaus gab es bislang überhaupt keine Antwort. Was kommen wird ist die Tatsache, dass die Stadt ja Eigentümer des AKS sei. Ein Schelm würde sagen: "Das sieht man!"
Doch neben dieser bislang fehlenden, aber vielleicht noch kommenden Unterstützung, stecken die Präsidialen den Kopf nicht in den Sand. Es wird fleißig geplant und gestern hat Nico Kleofas offiziell den Antrag an NOFV-Chef Milkoreit gestellt, das Eröffnungsspiel zur Saison der Regionalliga in Nordhausen am 2. August, 18.30 Uhr gegen den 1. FC Magdeburg bestreiten zu können. "Ich persönlich rechne mit mindestens 2.500 Zuschauern, davon werden bis zu 1.000 Fans allein aus Magdeburg erwartet. Anschließend können wir dann alle zum Altstadtfest gehen und feiern", verrät Kleofas.
Geplant wird aber auch personell. Rund zwei Drittel der aktuellen Spieler haben einen Vertrag, der mindestens noch eine Saison läuft. "An das Präsidium ist noch kein Spieler herangetreten, der den Verein verlassen möchte. Die Gerüchte um Abwanderungsgedanken eines Spieler in die Landeshauptstadt sind Gerüchte. Dieser Spieler hat noch einen laufenden Vertrag und da muss RWE bei uns anklopfen", sagt Nico Kleofas.
Punktuell wollen sich die Nordhäuser trotzdem weiter verstärken. Kleofas: "Wir haben jede Menge Anfragen von Spielern oder deren Berater aus den verschiedenen Regionalligen, ja sogar aus der dritten Liga, so dass wir uns in einer hervorragenden Verhandlungsposition befinden".
Peter-Stefan Greiner
Autor: redEs sollte eine fröhliche Feier gestern im Albert-Kuntz-Sportpark werden. Soweit man das alles beurteilen kann, wurde es auch eine Party. Ein Mann allerdings hat nicht nur den Fans (siehe nnz-Kommentare), sondern auch Kleofas die Freude am Feiern verdorben.
Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (CDU), der zur zweiten Halbzeit in den AKS kam, sagte auf die Frage von Klaus Töpperwien, wie die Stadt den Verein jetzt unterstützen könne, dass nun "die Zuschauer gefragt sind" und damit den Verein unterstützen sollen.
"Das hört sich für mich so an, als ob unsere Fans den Verein finanziell unterstützen und die Regionalliga finanzieren müssen und die Stadt sowie der Landkreis sich aus der Verantwortung stehlen", meinte Nico Kleofas heute im Gespräch mit der nnz. "Die Aussagen von Dr. Zeh geben mir arg zu denken. Ich fordere jetzt ein klares Bekenntnis zum Verein - entweder die Politik ist für Wacker oder gegen Wacker", so der Vereins-Präsident.
Als Beispiel fehlenden kommunalen Engagements nannte Kleofas den Zustand des Rasens im AKS, der noch nie so schlecht gewesen sei. Das Präsidium habe sich deshalb entschlossen, die komplette Vorbereitung auf die erste Regionalliga-Saison auf einem Sportplatz außerhalb des Landkreises Nordhausen zu absolvieren und das auf eigene Kosten. "Dann kann sich der AKS-Rasen einmal acht Wochen ausruhen."
Das Präsidium wird in den kommenden Tagen das Gespräch mit den politischen Spitzen des Landkreises und der Stadt suchen. Die Kenner der Szene in und um Nordhausen herum wissen, dass aus Rathaus und Landrats kaum mehr als Worte zu erwarten sind. Fragt man in der Kreisverwaltung nach, wie denn Wacker finanziell unterstützt werden könne, dann gibt es folgende Antwort: Man stelle 37.000 Euro im Jahr für die Förderung der Nachwuchsarbeit zur Verfügung, die werden an den Kreissportbund überwiesen. Wir haben nachgerechnet: Das sind dann pro Mitglied im Kreissportbund Nordhausen 23 Cent pro Monat.
Aus dem Nordhäuser Rathaus gab es bislang überhaupt keine Antwort. Was kommen wird ist die Tatsache, dass die Stadt ja Eigentümer des AKS sei. Ein Schelm würde sagen: "Das sieht man!"
Doch neben dieser bislang fehlenden, aber vielleicht noch kommenden Unterstützung, stecken die Präsidialen den Kopf nicht in den Sand. Es wird fleißig geplant und gestern hat Nico Kleofas offiziell den Antrag an NOFV-Chef Milkoreit gestellt, das Eröffnungsspiel zur Saison der Regionalliga in Nordhausen am 2. August, 18.30 Uhr gegen den 1. FC Magdeburg bestreiten zu können. "Ich persönlich rechne mit mindestens 2.500 Zuschauern, davon werden bis zu 1.000 Fans allein aus Magdeburg erwartet. Anschließend können wir dann alle zum Altstadtfest gehen und feiern", verrät Kleofas.
Geplant wird aber auch personell. Rund zwei Drittel der aktuellen Spieler haben einen Vertrag, der mindestens noch eine Saison läuft. "An das Präsidium ist noch kein Spieler herangetreten, der den Verein verlassen möchte. Die Gerüchte um Abwanderungsgedanken eines Spieler in die Landeshauptstadt sind Gerüchte. Dieser Spieler hat noch einen laufenden Vertrag und da muss RWE bei uns anklopfen", sagt Nico Kleofas.
Punktuell wollen sich die Nordhäuser trotzdem weiter verstärken. Kleofas: "Wir haben jede Menge Anfragen von Spielern oder deren Berater aus den verschiedenen Regionalligen, ja sogar aus der dritten Liga, so dass wir uns in einer hervorragenden Verhandlungsposition befinden".
Peter-Stefan Greiner

