Es wird wieder gehuldigt
Mittwoch, 31. März 2004, 10:48 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion ist naturgemäß sehr neugierig. Und da wird auch schon mal in anderen Zeitungen geschnuppert. So auch im SPD-Blatt Vorwärts. In dessen jüngster Ausgabe gab es eine Huldigung, die sehr an vergangene Zeiten erinnert.
Exklusiv in der April-Ausgabe ist ein Geburtstagsjournal erschienen. Gehuldigt wird dort auf elf Seiten dem Bundeskanzler unserer Bundesrepublik Deutschland. So zusagen ein Gerhard-Spezial wird der geneigten Leserschaft angeboten. Unter der Überschrift Lieber Gerhard ... wir gratulieren wird auf 60 Jahre seines Lebens zurückgeblickt. Und so wird journalistisch das politische Leben eines Deutschen aufbereitet, der eigentlich nur ein Mensch, ein Parteimitglied und nun – per Wahl – seit 1998 Bundeskanzler ist. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Derartige Huldigungen – selbst in Parteizeitungen – sollten den Menschen in den jungen Bundesländern eigentlich aufstoßen. Die, die es vor 1989 in der damaligen DDR miterleben durften, die werden sich vermutlich abwenden. Auch da gab es Parteizeitungen, doch eine Sonderausgabe des ND zu irgendeinem Geburtstag eines Betonkopfes, die war wohl nicht auszumachen.
Doch die Sozialdemokratie, die huldigt ihrem Gerhard nun im eigenen Blatt. Und weil der Gerhard Schröder unser aller Bundeskanzler ist, gibt es auch eine Reihe von Glückwünschen, die abgedruckt wurden. Von Gewerkschaftschefs oder vom SPD-Vorsitzenden selbst. Und weil der Herr Schröder nicht nur der Bundeskanzler aller Deutschen, sondern auch der der Bosse ist, haben sich natürlich die Herren Vorstandsvorsitzenden von Pierer, Schrempp oder Wiedeking auch verewigen dürfen.
Da selbst eine Parteizeitung in ihrer Erstellung Geld kostet, müssen Anzeigen akquiriert werden. Und so finden wir auf den Geburtstagsseiten für den Herrn Schröder natürlich auch Anzeigen, zum Beispiel von Porsche oder Vattenfall. Passend zum sozialdemokratischen Bundeskanzler. Ach so: seine Bundestagsfraktion hat auch eine Anzeige geschaltet...
Autor: nnzExklusiv in der April-Ausgabe ist ein Geburtstagsjournal erschienen. Gehuldigt wird dort auf elf Seiten dem Bundeskanzler unserer Bundesrepublik Deutschland. So zusagen ein Gerhard-Spezial wird der geneigten Leserschaft angeboten. Unter der Überschrift Lieber Gerhard ... wir gratulieren wird auf 60 Jahre seines Lebens zurückgeblickt. Und so wird journalistisch das politische Leben eines Deutschen aufbereitet, der eigentlich nur ein Mensch, ein Parteimitglied und nun – per Wahl – seit 1998 Bundeskanzler ist. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Derartige Huldigungen – selbst in Parteizeitungen – sollten den Menschen in den jungen Bundesländern eigentlich aufstoßen. Die, die es vor 1989 in der damaligen DDR miterleben durften, die werden sich vermutlich abwenden. Auch da gab es Parteizeitungen, doch eine Sonderausgabe des ND zu irgendeinem Geburtstag eines Betonkopfes, die war wohl nicht auszumachen.
Doch die Sozialdemokratie, die huldigt ihrem Gerhard nun im eigenen Blatt. Und weil der Gerhard Schröder unser aller Bundeskanzler ist, gibt es auch eine Reihe von Glückwünschen, die abgedruckt wurden. Von Gewerkschaftschefs oder vom SPD-Vorsitzenden selbst. Und weil der Herr Schröder nicht nur der Bundeskanzler aller Deutschen, sondern auch der der Bosse ist, haben sich natürlich die Herren Vorstandsvorsitzenden von Pierer, Schrempp oder Wiedeking auch verewigen dürfen.
Da selbst eine Parteizeitung in ihrer Erstellung Geld kostet, müssen Anzeigen akquiriert werden. Und so finden wir auf den Geburtstagsseiten für den Herrn Schröder natürlich auch Anzeigen, zum Beispiel von Porsche oder Vattenfall. Passend zum sozialdemokratischen Bundeskanzler. Ach so: seine Bundestagsfraktion hat auch eine Anzeige geschaltet...
