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Grönland in Nordhausen

Montag, 27. Mai 2013, 08:57 Uhr
Am ersten Mittwochnachmittag im Juni wird im Nordhäuser Tabakspeicher eine Sonderausstellung mit einzigartigen und unersetzlichen Fotos und Texten eröffnet. Und was die mit Grönland zu tun haben, das hat die nnz erfahren...


Der noch heute bekannte und bedeutende Nordhäuser Wissenschaftler und Museumsleiter August Stolberg (1864 bis 1945) nahm in den Jahren 1907 bis 1913 an zahlreichen Grönland-Expeditionen teil. So überwinterte er auf der Disko-Insel und war auch Mitglied der berühmten wissenschaftlichen de Quervai`nschen Grönland-Expedition von 1909.

Bilder zur Ausstellung (Foto: privat) Bilder zur Ausstellung (Foto: privat)

Beide Wissenschaftler hatten genaue Kenntnis der arktischen Natur- und Lebensbedingungen. Und ohne Unterstützung der lokalen Bevölkerung wären diese Entdeckungsreisen überhaupt nicht möglich gewesen. Bei diesen Expeditionen lernte Stolberg solche bekannten Polarforscher wie Amundsen, Nansen, Rasmussen und Wegener kennen.

Der dänische Grönlandreisende, Erik Torm, der an vielen staatlichen Reformen auf der größten Insel der Welt beteiligt ist, hat eine Ausstellung mit historischen Fotos und Dokumenten dieser abenteuerlichen Unternehmungen von bemerkenswert hoher Qualität konzipiert und zusammengestellt. Nachdem diese Ausstellung zuvor schon in vielen Ländern Europas gezeigt wurde, kommt sie nun nach Nordhausen. Es ist eine Hommage an den Schweizer Meteorologen, Alpin- und Polarforscher Alfred de Quervain und an August Stolberg.

Bilder zur Ausstellung (Foto: privat) Bilder zur Ausstellung (Foto: privat)

Gleichzeitig werden viele andere wichtige Unternehmungen Stolbergs gezeigt. So beispielsweise seine Freiballonfahrten über Deutschland. Es waren die ersten wissenschaftlichen überhaupt. Ebenso überflog er erstmalig die Zugspitze. Auch persönliche Gegenstände aus dem Nachlass August Stolbergs, die sich heute im Besitz der Familie Werther befinden und großzügiger weise von Hans-Dieter Werther zur Verfügung gestellt wurden, werden zu sehen sein.

Zudem sind weitere, von de Quervain durchgeführte Forschungsreisen Inhalt dieser Ausstellung. Zeigen sie doch eindrücklich die wissenschaftliche und physische Leistungsfähigkeit der Expeditionsteilnehmer.

Erik Torm wird die Ausstellung mit einer PowerPoint-Präsentation eröffnen. Die Musikerin Helga Bosse umrahmt die Eröffnungsveranstaltung mit nordischen Klängen auf dem Akkordeon. Zur Ausstellung erscheinen ein Buch und ein deutschsprachiger Flyer. Das Amt für Kultur und Tourismus und die Mitarbeiter des Tabakspeicher laden herzlich ein.

5. Juni, 17 Uhr, Museum Tabakspeicher, Bäckerstraße 20, Nordhausen.
Autor: red

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