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Vor den Toren von Cottbus

Donnerstag, 23. Mai 2013, 21:17 Uhr
In Laubsdorf, beim Tabellenletzten SG Blau-Gelb, ist nicht gut Kirschen essen für unsere Thüringer Oberligisten. Außer dem FC Einheit Rudolstadt, der das grüne Herz Deutschlands beim 2:0-Erfolg dort würdig vertrat, waren es für die anderen nur Pleitefahrten...


War das 0:3 des FSV Wacker 03 Gotha irgendwie noch nachzuvollziehen, galten aber die Niederlagen der Reserven aus Jena (1:2) und erst recht aus Erfurt (0:5) als Überraschungen.

Wacker Nordhausen soll es am Sonntag beim vorjährigen Meister des Landes Brandenburg und Aufsteiger in die NOFV-Oberliga nach den Wünschen der Fans und der Mannschaft nicht so ergehen. Nach Spielbeginn um 13.30 Uhr werden wir mehr wissen.

Im Hinspiel versiebten die Nordhäuser serienweise beste Möglichkeiten, ehe Caglayan Tunc in der 81. Minute endlich den erlösenden Siegtreffer erzielte. Aber auch die Gäste aus Laubsdorf standen mit eigenen gefährlichen Kontern einige Male kurz vor Torerfolgen auf dem Kunstrasenplatz. Ähnlich könnte es am Sonntag wieder werden. Höchste Konzentration, eventuell bis zur letzten Minute, ist erforderlich, um keine weitere Thüringer Pleite (siehe oben) zu erleben.

Wer dieses 1:0-Hinspiel gesehen hat weiß, wie unbequem die Brandenburger zu bespielen waren. Mit erneut veränderter Aufstellung - Matti Langer und Christoph Rischker haben ihre Sperren abgesessen, Toni Jurascheck muss dagegen erneut pausieren, der Einsatz von Marcel Goslar und Eike Noparlik ist noch offen - gilt es trotzdem, die drei Punkte anzupeilen.

Aber Gastgeber Laubsdorf braucht ab heute einen neuen Trainer – und neue Besen kehren bekanntlich gut. Kann Neutrainer Sven Kubis gegen Wacker, in Bautzen und zu Hause gegen Markranstädt seine bisherigen Mitspieler nochmals richtig motivieren und vielleicht sogar das Zünglein an der Waage in der Meisterschaftsfrage spielen lassen?

Schließlich befindet sich Wacker kurz vor Ultimo in einer Phase, in der jeder Fehler von der Konkurrenz um den Staffelsieg wohlwollend aufgenommen und möglicherweise gnadenlos ausgenutzt würde. Wie schnell unsere Fehler betraft werden können, zeigte am Mittwochabend Absteiger Wacker Gotha. Die Punktabstände und das geschlossene Auftreten unserer Mannschaft, besonders auch auf fremden Plätzen, sollten die Schützlinge von Trainer Jörg Goslar aber optimistisch auf die weite Reise gehen lassen.
Auch Markranstädt (in Heidenau), Bautzen (in Rudolstadt) und der HFC II müssen auswärts ran. Heidenau wird sich sicherlich nicht noch einmal so vorführen lassen wollen wie von unseren Wackeren (1:5) und Rudolstadt kann man erneut eine starke Abwehrleistung wie gegen Nordhausen zutrauen. Ob das als Schützenhilfe ausreicht? Das ist fast nebensächlich, wenn wir uns auf unsere eigenen Fähigkeiten und Ziele besinnen. Denn dann sollte der Abstand zu den Verfolgern gewahrt bleiben, auch ohne die direkte Fanunterstützung wie zuletzt im Wackerduell – wegen der großen Entfernung. Die Daumen werden jedenfalls kräftig gedrückt.
Klaus Verkouter
Autor: red

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