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Ein ärgerlicher Schandfleck

Mittwoch, 22. Mai 2013, 14:51 Uhr
Ein vielversprechender Anfang war es in der Freiherr-vom-Stein-/ Ecke Oskar-Cohn-Straße in Nordhausen allemal. Ein Bagger rückte im Januar an und dem baufälligen Gebäude dort nach langer Leidenszeit zu Leibe. Es kam dem Erdboden auch immer näher, verschwand aber nicht. Seit langer Zeit rührt sich an dieser Stelle keine Hand mehr. Kurt Frank recherchierte...

Wie geht es an dieser Ecke weiter? (Foto: K. Frank) Wie geht es an dieser Ecke weiter? (Foto: K. Frank)

Eine Auskunft aus dem Rathaus zu erhalten erwies sich zunächst so schwierig wie eine Autofahrt mit Sommerreifen im winterlichen Tirol. Ein Studentenwohnheim sei vorgesehen. Mehr wusste Patrick Grabe von der Presseabteilung der Stadtverwaltung auch nicht. Aus datenschutzrechtlichen Gründen könne der Investor leider nicht genannt werden.

Das Beste sei, riet Grabe, man begebe sich selbst vor Ort. Vielleicht treffe man dort Leute, die mit der Sache zu tun haben und etwas sagen könnten. Jeder Versuch, dort Kompetente zu treffen, scheiterte.

Die Baustelle ist mit Planen abgedeckt. Stützbalken sichern einen Durchgang für Passanten. Ein Anblick, den Tag für Tag Tausende Autofahrer und Fußgänger vor Augen haben. Die machen sich so ihre Gedanken. Wie die ausfallen, dazu bedarf es keines Hellsehers. „Die momentane Situation ist für die Stadt ärgerlich“, sagt Mike Szybalski, der Bauordnungsamtsleiter der Stadtverwaltung. Szybalski weiß dennoch zu berichten:

„Es ist geplant, diese Baulücke mit einem viergeschossigen Gebäude für studentisches Wohnen zu schließen. Nach Umsetzung der Maßnahme wird der Kreuzungsbereich einschließlich Bochumer Straße funktional und gestalterisch aufgewertet.“ Szybalski verwies an den zuständigen Architekten Mehmet Bayram aus Berlin. Die Planung, sagt der, musste komplett geändert, ein neues Projekt samt Statik erstellt werden. Es war notwendig, noch ein Nebengrundstück zu erwerben, um das Bild zu vervollkommnen. Im Juni, blickt Bayram optimistisch voraus, könnten die Bauleute vor Ort sein.

Mit dem Projekt erhofft sich die Stadt eine Aufwertung der gesamten Freiherr-vom-Stein-Straße, die neben der baufälligen Ruine des ehemaligen Harzer Stielwerkes noch weitere „Kümmelhütten“ zieren.
Kurt Frank
Autor: red

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