Großer Wortwitz, verblüffende Reime
Dienstag, 21. Mai 2013, 07:37 Uhr
Am Samstag wird ab 14.30 Uhr in der Dichterstätte in Limlingerode der vielseitige Autor Peter Rühmkorf vorgestellt. Seine Gedichte, Tagebücher, Essays und Pamphlete zeichnen vieldeutiges Sprachspiel, großer Wortwitz, verblüffende Reime und überraschende Bilder aus...
Er dichtete so wandlungsfähig wie einer seiner literarischen Ahnherren, Heinrich Heine. Rühmkorf wurde 1929 in Dortmund geboren, studierte Germanistik und Psychologie in Hamburg und schrieb ab 1953 unter einem Pseudonym für die Zeitschrift konkret die Kolumne Lyrikschlachthof. Er war fünf Jahre Verlagslektor, Stipendiat der Villa Massimo in Rom, hielt Gastvorlesungen in den USA, war Gastdozent an der Universität Paderborn, wurde freier Schriftsteller.
Seine Ehrungen bezeugen sein Talent, seine Anerkennung: Erich-Kästner-Preis, Bremer Literaturpreis, Arno-Schmidt-Preis, 1987 documenta-Schreiber in Kassel, Ehrendoktor der Universität Gießen, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR und Heinrich-Heine-Preisträger dieses Ländchens, der Georg-Büchner-Preis folgte 1993.
Sein erster Gedichtband Irdisches Vergnügen in g lässt bereits die Virtuosität seiner Wortkunst erkennen: er parodiert, persifliert vorgegebene Gedichtformen, kombiniert sogenannte Hochsprache mit Slang und saloppem Umgangsdeutsch, reißt Wörter aus dem gebräuchlichen Kontext und stellt sie in neue Zusammenhänge: Denn was sich liebt, das spottet der Erfahrung, / und was sich fesselt, gibt sich aus der Hand.
Seit 1999 erscheint eine Ausgabe seiner Werke bei Rowohlt. Peter Rühmkorf verstarb am 8. Juni 2008.
Heidelore Kneffel
Autor: redEr dichtete so wandlungsfähig wie einer seiner literarischen Ahnherren, Heinrich Heine. Rühmkorf wurde 1929 in Dortmund geboren, studierte Germanistik und Psychologie in Hamburg und schrieb ab 1953 unter einem Pseudonym für die Zeitschrift konkret die Kolumne Lyrikschlachthof. Er war fünf Jahre Verlagslektor, Stipendiat der Villa Massimo in Rom, hielt Gastvorlesungen in den USA, war Gastdozent an der Universität Paderborn, wurde freier Schriftsteller.
Seine Ehrungen bezeugen sein Talent, seine Anerkennung: Erich-Kästner-Preis, Bremer Literaturpreis, Arno-Schmidt-Preis, 1987 documenta-Schreiber in Kassel, Ehrendoktor der Universität Gießen, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR und Heinrich-Heine-Preisträger dieses Ländchens, der Georg-Büchner-Preis folgte 1993.
Sein erster Gedichtband Irdisches Vergnügen in g lässt bereits die Virtuosität seiner Wortkunst erkennen: er parodiert, persifliert vorgegebene Gedichtformen, kombiniert sogenannte Hochsprache mit Slang und saloppem Umgangsdeutsch, reißt Wörter aus dem gebräuchlichen Kontext und stellt sie in neue Zusammenhänge: Denn was sich liebt, das spottet der Erfahrung, / und was sich fesselt, gibt sich aus der Hand.
Seit 1999 erscheint eine Ausgabe seiner Werke bei Rowohlt. Peter Rühmkorf verstarb am 8. Juni 2008.
Heidelore Kneffel

