nnz-Forum: Quietschvergnügt
Mittwoch, 15. Mai 2013, 17:02 Uhr
Zwei nnz-Leser bemerken seit einigen Wochen eine erhöhte Lärmbelästigung, die aus den Nordhäuser Straßenbahnen kommt. Das Statement der Leser und die Antwort der Verkehrsbetriebe mit einem Klick...
Sehr geehrte Damen und Herren der Verkehrsbetriebe Nordhausen,
unsere Straßenbahn in Nordhausen stellt einen essentiellen Mehrwert für die Stadt dar. Gern nutzen sie Bürger und Gäste der Rolandstadt. Kaum noch ist sie aus dem Alltag der Nordhäuser wegzudenken.
Leider nur ist nun der morgendliche Fahrtantritt von einem Gruseln überschattet. Eine der mehr als 10 Combinos, die wir täglich nutzen, scheint nicht ordnungsgemäß in Stand gesetzt zu sein. Wie lässt sich sonst das unerträgliche Quietschgeräusch erklären, welches im gesamten Fahrzeug zu hören ist? Dieses beeinträchtigt den Fahrkomfort erheblich.
Bereits seit Wochen nehmen wir diesen Zustand hin. Doch lässt sich dieses Problem nicht recht einfach beheben? Da jedes Jahr die Fahrpreise angehoben werden, stellt sich doch die Frage, warum die Mehreinnahmen nicht auch für die Instandhaltung der Straßenbahnen verwendet werden? Über eine zeitnahe Behebung würden sich sicher auch andere Fahrgäste freuen.
Florian Otto und Caroline Illhardt
Von den Verkehrsbetrieben erhielten wir folgende Antwort:
Wir beobachten seit einiger Zeit, dass Quietschgeräusche nach außen, aber vor allem aber im Wageninneren an Intensität zugenommen haben. Als Hauptursache wurden letztendlich altersbedingte Abnutzungen an den Drehscheibenabdeckungen und den Schwenkwanklagern festgestellt. Einige Triebwagen sind mittlerweile 13 Jahre alt und sind in dieser Zeit mehr als 600.000 km auf dem Schienennetz der Stadt Nordhausen gelaufen.
Die Lager sind schwer zugänglich und bedürfen einer geeigneten Technologie, um diese zu reinigen und neu zu fetten. Bei den Triebwagen 101 und 104 wurden diese Lager inzwischen mittels eines neuen Verfahrens gereinigt und entsprechend gefettet, was jedoch im Zuge einer terminierten Fahrzeugwartung geschieht, da diese Arbeiten erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.
Dabei wird darauf geachtet, dass die Abarbeitung nach der Intensität der Geräuschentwicklung erfolgt. Das Reinigen und Fetten des Lagers nach der neuen Technologie hat an den beiden derzeitig instandgesetzten Fahrzeugen zu einer deutlichen Geräuschminderung geführt.
Die restlichen Fahrzeuge werden im Zuge der anstehenden Wartungen mittels des neuen Verfahrens behandelt und instandgesetzt. Im Rahmen der planmäßigen Wartungen und Hauptuntersuchungen werden diese Mängel präventiv abgestellt. Gleiches gilt auch für die Abdeckungen der Drehteile.
Durch die ausgeführten Arbeiten konnte der Fahrkomfort erheblich verbessert werden und wir können Ihnen weiterhin mitteilen, dass keine Kosten und Mühen gescheut werden, um unseren Fahrgästen eine sichere und komfortable Beförderung zu ermöglichen. Im Übrigen werden keinesfalls die Fahrpreise jedes Jahr angehoben.
Fritz Keilholz, Betriebsleiters Straßenbahn
Sehr geehrte Damen und Herren der Verkehrsbetriebe Nordhausen,
unsere Straßenbahn in Nordhausen stellt einen essentiellen Mehrwert für die Stadt dar. Gern nutzen sie Bürger und Gäste der Rolandstadt. Kaum noch ist sie aus dem Alltag der Nordhäuser wegzudenken.
Leider nur ist nun der morgendliche Fahrtantritt von einem Gruseln überschattet. Eine der mehr als 10 Combinos, die wir täglich nutzen, scheint nicht ordnungsgemäß in Stand gesetzt zu sein. Wie lässt sich sonst das unerträgliche Quietschgeräusch erklären, welches im gesamten Fahrzeug zu hören ist? Dieses beeinträchtigt den Fahrkomfort erheblich.
Bereits seit Wochen nehmen wir diesen Zustand hin. Doch lässt sich dieses Problem nicht recht einfach beheben? Da jedes Jahr die Fahrpreise angehoben werden, stellt sich doch die Frage, warum die Mehreinnahmen nicht auch für die Instandhaltung der Straßenbahnen verwendet werden? Über eine zeitnahe Behebung würden sich sicher auch andere Fahrgäste freuen.
Florian Otto und Caroline Illhardt
Von den Verkehrsbetrieben erhielten wir folgende Antwort:
Wir beobachten seit einiger Zeit, dass Quietschgeräusche nach außen, aber vor allem aber im Wageninneren an Intensität zugenommen haben. Als Hauptursache wurden letztendlich altersbedingte Abnutzungen an den Drehscheibenabdeckungen und den Schwenkwanklagern festgestellt. Einige Triebwagen sind mittlerweile 13 Jahre alt und sind in dieser Zeit mehr als 600.000 km auf dem Schienennetz der Stadt Nordhausen gelaufen.
Die Lager sind schwer zugänglich und bedürfen einer geeigneten Technologie, um diese zu reinigen und neu zu fetten. Bei den Triebwagen 101 und 104 wurden diese Lager inzwischen mittels eines neuen Verfahrens gereinigt und entsprechend gefettet, was jedoch im Zuge einer terminierten Fahrzeugwartung geschieht, da diese Arbeiten erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.
Dabei wird darauf geachtet, dass die Abarbeitung nach der Intensität der Geräuschentwicklung erfolgt. Das Reinigen und Fetten des Lagers nach der neuen Technologie hat an den beiden derzeitig instandgesetzten Fahrzeugen zu einer deutlichen Geräuschminderung geführt.
Die restlichen Fahrzeuge werden im Zuge der anstehenden Wartungen mittels des neuen Verfahrens behandelt und instandgesetzt. Im Rahmen der planmäßigen Wartungen und Hauptuntersuchungen werden diese Mängel präventiv abgestellt. Gleiches gilt auch für die Abdeckungen der Drehteile.
Durch die ausgeführten Arbeiten konnte der Fahrkomfort erheblich verbessert werden und wir können Ihnen weiterhin mitteilen, dass keine Kosten und Mühen gescheut werden, um unseren Fahrgästen eine sichere und komfortable Beförderung zu ermöglichen. Im Übrigen werden keinesfalls die Fahrpreise jedes Jahr angehoben.
Fritz Keilholz, Betriebsleiters Straßenbahn
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
