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Immer schön viel quasseln

Mittwoch, 15. Mai 2013, 13:53 Uhr
Mit einem Umsatzplus von 1,7 Prozent startete der deutsche Elektrogerätemarkt positiv in das Jahr 2013. In den ersten drei Monaten wurden 13,6 Milliarden Euro mit technischen Gebrauchsgütern umgesetzt. Der Bereich Telekommunikation war in diesem Zeitraum der wachstumsstärkste Markt. Das ist das Ergebnis des GfK TEMAX® Deutschland für das erste Quartal 2013...


Der deutsche Markt für Unterhaltungselektronik generierte im ersten Quartal 2013 ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent. Zwischen Januar und März wurden für technische Gebrauchsgüter insgesamt 13,6 Milliarden Euro ausgegeben. Das größte Plus aller im GfK TEMAX® Deutschland beobachteten Sektoren erzielte dabei der Bereich Telekommunikation, der dank der anhaltenden Erfolgsgeschichte der Smartphones um 21,7 Prozent gewachsen ist. Für ein ebenfalls zweistelliges Umsatzplus sorgte die Nachfrage bei Elektrokleingeräten. Die Märkte für Bürogeräte und Unterhaltungselektronik entwickelten sich zum Jahresauftakt hingegen rückläufig.

Höchste Wachstumsrate im ersten Quartal

Zwischen Januar und März 2013 wurden im Markt für Telekommunikation auf Basis nichtsubventionierter Preise rund 2,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung von 21,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies ist gleichzeitig die mit Abstand höchste Wachstumsrate aller im GfK TEMAX® Deutschland beobachteten Sektoren. Kleine Telefonanlagen und Schnurlostelefone entwickelten sich im ersten Quartal positiv.

Hauptumsatzbringer blieben jedoch Smartphones, die die Rückgänge im schrumpfenden Markt für klassische Mobiltelefone überkompensieren konnten. Die zunehmend preisliche Attraktivität der Smartphones, vor allem in der Einstiegsklasse, sorgte für diesen anhaltend positiven Trend. Verkaufsfördernd wirkten sich zudem neue Ausstattungsmerkmale bei Geräten der mittleren und oberen Preisklassen aus, so dass auch im Premiumsegment die Nachfrage stieg. Da den Kunden für ihr Geld stetig mehr geboten wird, ist auch weiterhin mit einer dynamischen Entwicklung in diesem Produktsegment und positiven Abstrahleffekten für die gesamte Telekommunikationsbranche zu rechnen.

Bitte beachten Sie, dass die Zahlen im Bereich Telekommunikation ab diesem Quartal auf Basis nicht subventionierter Preise ausgewiesen werden. Historische Daten wurden entsprechend überarbeitet.

Start in 2013 mit zweistelligem Umsatzplus

Ein Umsatzplus von 10,7 Prozent bescherte dem Elektrokleingerätemarkt ein gelungenes erstes Quartal 2013. Insgesamt wurden zwischen Januar und März 836 Millionen Euro umgesetzt. Als stärkste Wachstumsmotoren entpuppten sich in diesem Zeitraum Bodenstaubsauger, Espressovollautomaten sowie Herrenrasierer, die wertmäßig bedeutendste Produktgruppe im Segment Körperpflege. Gefragt waren hier vor allem Modelle ab 2011 und jünger.

Im Bereich Küche wurden neben den Espressovollautomaten insbesondere Filterpadmaschinen verstärkt gekauft. Traditionelle Filterkaffeemaschinen kämpften hingegen mit sinkenden Erlösen. Wachsenden Umsatz verzeichnete im ersten Quartal auch der Staubsaugermarkt. Den größten Aufschwung erlebten dabei akkubetriebene Handstaubsauger, die Erfolgsgeschichte der Robotersauger setzte sich auch im Jahr 2013 fort. Bei den beutellosen Geräten, die ebenfalls stärker nachgefragt wurden, spielen Innovationen eine bedeutende Rolle. Dies spiegelte sich in der hohen Attraktivität neuer Modelle wieder, die einen Umsatzanteil von 50 Prozent innerhalb dieses Produktbereichs ausmachten.

Foto: hochwertige Produkte beleben den Markt

Der Fotomarkt erzielte im ersten Quartal 2013 mit den im GfK TEMAX® Deutschland beobachteten Warengruppen ein wertmäßiges Wachstum von 9,2 Prozent, was einem Umsatzvolumen von 585 Millionen Euro entspricht.

Hier zeigten sich die Früchte vermehrter Verkaufsaktionen rund um das frühe Osterfest im März. Im Fokus der Verbraucher standen verstärkt technisch gut ausgestattete, hochwertige Kameras. Für viele Nutzer ist die Bildqualität von so entscheidender Bedeutung, dass sie bereit sind, in ein entsprechendes Produkt zu investieren. Wachstumstreiber waren die Digitalkameras nebst dazugehörigen Wechselobjektiven. Auch das Zubehör-Segment profitierte davon. In der Folge stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, insbesondere bei den Stativen. Solange man dem immensen Wettbewerbsdruck durch Smartphones mit spürbarem qualitativem Mehrwert begegnet, spricht vieles dafür, dass die Fotobranche an die ermutigenden Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen kann.

Mobilität und Vernetzung sind gefragt

Im Bereich Informationstechnologie (IT) standen im ersten Quartal 2013 die Themen Mobilität und Vernetzung im Fokus der Verbraucher. Die Nachfrage nach entsprechenden Produkten sorgte für Rückenwind und für ein Umsatzplus von 5,5 Prozent. Zwischen Januar und März wurde ein Volumen von 4,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Bereich Mobile Computer waren es die besonders handlichen, flexiblen und schlanken Produkte, die deutliche Wachstumsraten erzielten.

Innovative Produkte wie UltraThin Notebooks, sehr dünne und leichte Computer oft ohne optisches Laufwerk, versprechen weiteres Umsatzpotential für 2013. Geräte mit Bildschirmgrößen ab 17 Zoll aufwärts wurden hingegen seltener verkauft als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Media Tablets gaben dem Markt weiterhin neue Impulse und erzielten den größten Anteil am wertmäßigen Wachstum. Hardware, die die Vernetzung unterschiedlicher Geräte wie zum Beispiel Fernseher, Computer und Spielkonsolen erlaubt, entpuppte sich im ersten Quartal ebenfalls als Umsatztreiber. Private Konsumenten beschäftigen sich zunehmend mit dem Aufbau von Heimnetzwerken und fragen verstärkt entsprechende Produkte wie P-LAN-Netzwerkadapter oder Wire-less Router nach. Mobilität und Konnektivität bleiben also auch in 2013 spannende und vielversprechende Segmente für den IT-Markt.

Gehobene Ausstattung und Qualität im Trend

Im Markt für Elektrogroßgeräte in Deutschland waren hochwertige Produkte im Fokus der Verbraucher. Die damit verbundenen höheren Durchschnittspreise sorgten im ersten Quartal 2013 für ein wertmäßiges Plus von 3,1 Prozent. Das zwischen Januar und März insgesamt realisierte Umsatzvolumen betrug rund 2 Milliarden Euro. Zweistellige Zuwächse erreichten in diesem Zeitraum Mikrowellen – ein Resultat der steigenden Bedeutung von teureren Einbaugeräten.

Auch bei Geschirrspülern, Herden/Backöfen und Dunstabzugshauben wurden höhere Durchschnittspreise erzielt, was die Umsätze entsprechend positiv beeinflusste. Neben dem anhaltenden Trend zu energieeffizienten und wassersparsamen Geschirrspülern, sind geräuscharme Modelle immer gefragter. Die Umsatzsteigerung im Segment Herde/Backöfen beruhte auf der wachsenden Bedeutung von Komfort-Ausstattungen, wie beispielsweise Selbstreinigung. Dunstabzugshauben profitierten weiterhin vom derzeitigen Lebensstil, Kochen als Event zu inszenieren. Hierzu gehört ein adäquates, qualitativ wie preislich gehobenes Equipment.

Umsatz leicht rückläufig

Das zwischen Januar und März 2013 mit Bürogeräten und Verbrauchsmaterialien generierte wertmäßige Volumen betrug 1,2 Milliarden Euro. Damit lagen die Umsätze 2,7 Prozent hinter dem ersten Quartal des Vorjahres. Mit Ausnahme der Verbrauchsmaterialien, die sich auf stabilem Niveau bewegten, waren alle Warengruppen von dieser Entwicklung betroffen. Sowohl Laser- als auch Tintenkartuschen bauten ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum minimal aus.

Mit beschichtetem Druckerpapier wurde sogar ein zweistelliges wertmäßiges Wachstum erzielt. Die Entwicklung im Scanner-Markt trübte sich hingegen ein. Die schwächere Nachfrage zog sich durch alle Segmente, zeigte sich jedoch besonders stark bei Handheld- und Filmscannern. Daten- und Videoprojektoren waren gerade im Bereich ultraportabler Geräte rückläufig. Bei LED-Mini- und
Laser/LED-Geräten stieg die Nachfrage im Beobachtungszeitraum hingegen an.

Umsatzpotential bei Audio und Hifi

Der Markt für Unterhaltungselektronik beendete das erste Quartal 2013 mit einem Umsatzrückgang von 19,3 Prozent. Das entspricht einem Volumen von rund 2,2 Milliarden Euro. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war, dass sich das Geschäft mit TV-Geräten aufgrund des sehr starken Vorjahreszeitraums weiterhin negativ zeigte. Obwohl dem größten Bereich der Unterhaltungselektronik derzeit wichtige externe Kaufimpulse fehlen, entwickelten sich einzelne Segmente wie 3D- und Smart-TV gut.

Positive Wachstumsraten wurden außerdem im Bereich Dockingstationen für Mediaplayer und Smartphones erzielt – auch ein Abstrahleffekt der Erfolgsgeschichte der digitalen Alleskönner. Konsumenten gehen vermehrt dazu über, die herkömmliche Stereo-Anlage durch einzelne Speaker zu ersetzen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Streaming-Systemen kontinuierlich, während der Umsatz mit physischen Medien weiter fällt. Die klassische Hifi-Anlage ist dennoch das wichtigste Produkt im Heimaudio-Bereich. Damit dies auch so bleibt, ist es wichtig, das bisherige Angebot um beispielsweise All-in-One-Lösungen, Docks und Streamingprodukte zu erweitern. Dieser Trend verspricht weiteres Umsatzpotential für 2013.

Erstes Quartal 2013 mit Umsatzplus

Die Kauflaune der heimischen Konsumenten ist weiterhin robust, wie ein Blick auf die Umsatzentwicklung des GfK TEMAX® Deutschland für das erste Quartal 2013 zeigt. Das zwischen Januar und März mit technischen Gebrauchsgütern generierte wertmäßige Volumen betrug 13,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 1,7 Prozent, verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Trotz des stärker werdenden konjunkturellen Gegenwindes legte, laut GfK-Konsumklimastudie für April 2013, die sich bereits auf sehr hohem Niveau befindliche Anschaffungsneigung nochmals leicht zu. Eine stabile Beschäftigungssituation und Einkommenssteigerungen in Verbindung mit einer niedrigen Inflationsrate führten dazu, dass die eigene wirtschaftliche Situation von den meisten Befragten als ungefährdet eingeschätzt wurde. Gleichzeitig ist die Sparneigung der Deutschen auf einen neuen Tiefstand gesunken.

Die Verunsicherung gegenüber den Finanzmärkten sowie Zinsen auf historisch niedrigem Niveau lassen die Konsumenten verstärkt in werthaltige Anschaffungen investieren. Für den weiteren Geschäftsverlauf des deutschen Elektrogerätemarktes sind das gute Nachrichten.

Zur Studie: Der GfK TEMAX® ist ein Index zum Markt der technischen Gebrauchsgüter. Die Ergebnisse basieren auf regelmäßigen Erhebungen des Handelspanels von GfK. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen ein. Seit Februar 2009 erhebt GfK den GfK TEMAX® auch international in mehr als 30 Ländern.

Er stellt erstmals umfassende Gesamtmärkte für technische Gebrauchsgüter in verschiedenen Ländern dar. Alle Berichte und Pressemitteilungen sind unter www.gfktemax.com abrufbar.
Autor: red

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