Druck wird erhöht
Dienstag, 14. Mai 2013, 14:48 Uhr
Weder Regen, noch Wind können die IG Metaller von ihrer Forderung nach einem fairen Tarifergebnis für die Beschäftigten der Thüringer Metall- und Elektroindustrie abbringen. Es wurde in Nordthüringer wieder gewarnstreikt...
Erneut folgten heute Morgen 6 Uhr über 100 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik bei Sumitomo DEMAG in Wiehe, nachdem gestern bereits ab 21 Uhr die Bänder bei MAGNA in Heiligenstadt stillstanden.
Die IG Metall Nordhausen reagierte damit auf die gestrige Tarifverhandlung in Eisenach und setzt ein weiteres deutliches Zeichen in Richtung des Thüringer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie (VMET). Während in anderen Tarifgebieten ein Abschluss möglich zu werden scheint, verlässt der VMET weiter seine Linie und weitet seine Forderungen aus. Aus den bislang geforderten 13 Monaten Laufzeit des zu verhandelnden Tarifabschlusses, sollen nun 24 werden, wobei ein Angebot über die Anhebung der Entgelte gestern Abend ausblieb.
Ferner soll das Tarifergebnis nach Wunsch des Arbeitgeberverbandes durch die Betriebsparteien zukünftig differenziert gehandhabt werden, was nicht weniger bedeutet, als den Einfluss der IG Metall auf den eigenen Tarifabschluss zu unterlaufen und eine unterschiedliche Behandlung der Metallerinnen und Metaller zu manifestieren. Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen, Bernd Spitzbarth erklärt, "dass damit die Arbeitgeber an die Belegschaften und die Öffentlichkeit einmal mehr das Signal absenden, dass sie an einer schnellen, fairen und zukunftsweisenden Lösung augenscheinlich kein Interesse haben. Wer nicht in der Lage ist konstruktiv zu verhandeln, der sollte wenigsten der Öffentlichkeit erklären, dass ein Pilotabschluss der bundesweit Anerkennung findet, auch in Thüringen 1:1 übernommen wird.
Sowohl bei MAGNA in Heiligenstadt, als auch bei Sumitomo in Wiehe, stieß das Verhalten der Arbeitgeber auf großen Unmut. Einmal mehr haben die Kolleginnen und Kollegen den Eindruck, dass sie von den Entgeltbedingungen anderer Tarifgebiete abgekoppelt und schlechter behandelt werden sollen. Sich darauf einzulassen haben diese fleißigen Menschen gar nicht nötig. Sie liefern Spitzenprodukte und eine tolle Arbeitsmoral. Sie haben es verdient, dass man sie genauso fair behandelt wie die Kolleginnen und Kollegen in Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland, sagt der 2. Bevollmächtigte Alexander Scharff, der gestern Abend auf seiner Rede vor dem Werktor von MAGNA das Verhalten der Arbeitgeber als peinlich und frech bezeichnete.
Spitzbarth appelliert an die Arbeitgeber, sie sollten die Signale der Beschäftigten ernst nehmen, denn wir werden eine erneute Abkopplung nicht zulassen. Gut für Thüringen sind weitere Angleichungen der Arbeits- und Entgeltbedingungen, damit die Abwanderung endlich gestoppt werden kann.
Astrid Heyne, Tarifkommissionsmitglied und Betriebsrätin bei Sumitomo DEMAG ergänzt: Wer in den Betrieben von den Beschäftigten erwartet, dass die Warnstreiks eingestellt werden sollen und gleichzeitig nicht Willens ist einen Konsens zu suchen, täuscht die Belegschaften. Das werden wir nicht einfach so stehen lassen.
Autor: redErneut folgten heute Morgen 6 Uhr über 100 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik bei Sumitomo DEMAG in Wiehe, nachdem gestern bereits ab 21 Uhr die Bänder bei MAGNA in Heiligenstadt stillstanden.
Die IG Metall Nordhausen reagierte damit auf die gestrige Tarifverhandlung in Eisenach und setzt ein weiteres deutliches Zeichen in Richtung des Thüringer Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie (VMET). Während in anderen Tarifgebieten ein Abschluss möglich zu werden scheint, verlässt der VMET weiter seine Linie und weitet seine Forderungen aus. Aus den bislang geforderten 13 Monaten Laufzeit des zu verhandelnden Tarifabschlusses, sollen nun 24 werden, wobei ein Angebot über die Anhebung der Entgelte gestern Abend ausblieb.
Ferner soll das Tarifergebnis nach Wunsch des Arbeitgeberverbandes durch die Betriebsparteien zukünftig differenziert gehandhabt werden, was nicht weniger bedeutet, als den Einfluss der IG Metall auf den eigenen Tarifabschluss zu unterlaufen und eine unterschiedliche Behandlung der Metallerinnen und Metaller zu manifestieren. Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen, Bernd Spitzbarth erklärt, "dass damit die Arbeitgeber an die Belegschaften und die Öffentlichkeit einmal mehr das Signal absenden, dass sie an einer schnellen, fairen und zukunftsweisenden Lösung augenscheinlich kein Interesse haben. Wer nicht in der Lage ist konstruktiv zu verhandeln, der sollte wenigsten der Öffentlichkeit erklären, dass ein Pilotabschluss der bundesweit Anerkennung findet, auch in Thüringen 1:1 übernommen wird.
Sowohl bei MAGNA in Heiligenstadt, als auch bei Sumitomo in Wiehe, stieß das Verhalten der Arbeitgeber auf großen Unmut. Einmal mehr haben die Kolleginnen und Kollegen den Eindruck, dass sie von den Entgeltbedingungen anderer Tarifgebiete abgekoppelt und schlechter behandelt werden sollen. Sich darauf einzulassen haben diese fleißigen Menschen gar nicht nötig. Sie liefern Spitzenprodukte und eine tolle Arbeitsmoral. Sie haben es verdient, dass man sie genauso fair behandelt wie die Kolleginnen und Kollegen in Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland, sagt der 2. Bevollmächtigte Alexander Scharff, der gestern Abend auf seiner Rede vor dem Werktor von MAGNA das Verhalten der Arbeitgeber als peinlich und frech bezeichnete.
Spitzbarth appelliert an die Arbeitgeber, sie sollten die Signale der Beschäftigten ernst nehmen, denn wir werden eine erneute Abkopplung nicht zulassen. Gut für Thüringen sind weitere Angleichungen der Arbeits- und Entgeltbedingungen, damit die Abwanderung endlich gestoppt werden kann.
Astrid Heyne, Tarifkommissionsmitglied und Betriebsrätin bei Sumitomo DEMAG ergänzt: Wer in den Betrieben von den Beschäftigten erwartet, dass die Warnstreiks eingestellt werden sollen und gleichzeitig nicht Willens ist einen Konsens zu suchen, täuscht die Belegschaften. Das werden wir nicht einfach so stehen lassen.




