„Schnauze, jetzt reden wir!“
Dienstag, 23. März 2004, 12:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Die provozierende Aussage soll Jugendliche locken. Zu einem Event der besonderen Art. In exakt einem Monat soll es in Nordhausen über die Bühne gehen. Wer da wo und was sagen will, das hat heute schon mal die nnz erfahren.
Der Kreisjugendring Nordhausen plant eine ganz besondere Talkrunde. Dabei sollen natürlich Politiker zu Wort kommen. Die sollen – bevor sie 90 Sekunden reden dürfen – die Schnauze halten und zuhören, was ihnen junge Menschen aus dem Landkreis Nordhausen zu sagen haben. Doch: Schnauze, jetzt reden wir soll als Jugendforum Politiker aus dem Landkreis nicht abschrecken. Im Gegenteil: Es soll sie ins Jugendklubhaus einladen zu einem Forum, schließlich sind es dann nur noch sieben Wochen bis zum ersten Wahlmarathon am 13. Juni.
Egon Primas (CDU), Dagmar Becker (SPD), Klaus Hummitzsch (PDS), Franka Hitzing (FDP) sowie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und Landrat Joachim Claus (CDU) haben bereits zugesagt. Eine Rückmeldung der Bündnisgrünen erwartet die Macher vom Kreisjugendring in den nächsten Tagen. Die Kommunal- und Landtagspolitiker sollen den jungen Menschen Rede und Antwort stehen. Vor allem sollen sie sagen, warum einst beschlossene Projekte für die Jugendarbeit nicht umgesetzt worden sind, so Detlef Schmidt vom Kreisjugendring. Beispiel: Da gab es einst einen Kreistagsbeschluß, in dem die Zuschüsse für die Jugendfreizeitarbeit festgeschrieben wurden. Statt dem Beschluß zu folgen, seien die finanziellen Mittel jedes Jahr gekürzt worden, sagte heute Jochen Lenz, der das Forum am 23. April, einen Tag vor Eröffnung der Landesgartenschau moderieren wird. Starten soll es um 18 Uhr, nach dem Talk soll das Forum gleitend in eine Disko übergehen.
Schon jetzt gibt es klare Regeln für das Forum, damit die Schaffe nicht den Charakter einer TV-Talkshow annimmt. Die Jugendlichen fragen, die Politiker haben 90 Sekunden Zeit für die Beantwortung. Damit wollen die Organisatoren das Vorlesen von Wahlprogrammen vermeiden. Nicht vermieden, statt dessen gefördert werden soll das Interesse junger Leute an Politik im Allgemeinen und der im lokalen Bereich im Besonderen. Vielleicht schafft es ja ein solches Forum, dass junge Leute sich einmischen. Ein Blick auf die bisherigen Kandidatenlisten der Parteien lässt erahnen, dass kommunale Politik momentan nicht unbedingt das Ding der Youngsters ist.
Autor: nnz
Der Kreisjugendring Nordhausen plant eine ganz besondere Talkrunde. Dabei sollen natürlich Politiker zu Wort kommen. Die sollen – bevor sie 90 Sekunden reden dürfen – die Schnauze halten und zuhören, was ihnen junge Menschen aus dem Landkreis Nordhausen zu sagen haben. Doch: Schnauze, jetzt reden wir soll als Jugendforum Politiker aus dem Landkreis nicht abschrecken. Im Gegenteil: Es soll sie ins Jugendklubhaus einladen zu einem Forum, schließlich sind es dann nur noch sieben Wochen bis zum ersten Wahlmarathon am 13. Juni.Egon Primas (CDU), Dagmar Becker (SPD), Klaus Hummitzsch (PDS), Franka Hitzing (FDP) sowie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und Landrat Joachim Claus (CDU) haben bereits zugesagt. Eine Rückmeldung der Bündnisgrünen erwartet die Macher vom Kreisjugendring in den nächsten Tagen. Die Kommunal- und Landtagspolitiker sollen den jungen Menschen Rede und Antwort stehen. Vor allem sollen sie sagen, warum einst beschlossene Projekte für die Jugendarbeit nicht umgesetzt worden sind, so Detlef Schmidt vom Kreisjugendring. Beispiel: Da gab es einst einen Kreistagsbeschluß, in dem die Zuschüsse für die Jugendfreizeitarbeit festgeschrieben wurden. Statt dem Beschluß zu folgen, seien die finanziellen Mittel jedes Jahr gekürzt worden, sagte heute Jochen Lenz, der das Forum am 23. April, einen Tag vor Eröffnung der Landesgartenschau moderieren wird. Starten soll es um 18 Uhr, nach dem Talk soll das Forum gleitend in eine Disko übergehen.
Schon jetzt gibt es klare Regeln für das Forum, damit die Schaffe nicht den Charakter einer TV-Talkshow annimmt. Die Jugendlichen fragen, die Politiker haben 90 Sekunden Zeit für die Beantwortung. Damit wollen die Organisatoren das Vorlesen von Wahlprogrammen vermeiden. Nicht vermieden, statt dessen gefördert werden soll das Interesse junger Leute an Politik im Allgemeinen und der im lokalen Bereich im Besonderen. Vielleicht schafft es ja ein solches Forum, dass junge Leute sich einmischen. Ein Blick auf die bisherigen Kandidatenlisten der Parteien lässt erahnen, dass kommunale Politik momentan nicht unbedingt das Ding der Youngsters ist.
