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Wo ist die „grüne Welle“ geblieben?

Montag, 22. März 2004, 15:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Kennen Sie das auch. Man fährt durch Nordhausen, steht an irgendeiner Ampel – und wartet vergeblich auf eine grüne Welle. Das soll jetzt anders werden. Experten sind am Werke und auf der Suche nach dem flüssigen Verkehr.


Grüne Welle – Wann? Ein Verkehrs-Planungsbüro aus Gera wird in den kommenden Monaten im Auftrag des Straßenbauamtes Nordthüringen die Nordhäuser Ampelschaltungen entlang der Bundesstraßen 4 und 80 überprüfen. "Die Ampelschaltungen müssen aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens der letzten Jahre optimiert werden", erklärte Jens Kohlhause, Bauamtsleiter der Stadt Nordhausen, nach einem Treffen mit Vertretern des Straßenbauamtes und des Planungsbüros. Ziel sei es, die unterschiedlichen Interessenlagen von Land, Stadt (Öffentlicher Personennahverkehr, Verkehrsanbindung im Innenstadtsektor) und den individuellen Anforderungen, einschließlich der Radfahrer und Fußgänger, in Einklang zu bringen.

Die Überprüfung der 25 betroffenen Ampelkreuzungen im Innenstadtbereich solle im Mai beginnen. Dabei werde das Geraer Planungsbüro verschiedene Zählungen und Messungen durchführen, um herauszufinden, ob und wie man die Ampelschaltungen besser koordinieren könne. Die ersten Ergebnisse erwarte man im Dezember, so Kohlhause weiter. "Eine uneingeschränkte ´grüne Welle` wird es aber auch danach nicht geben, dazu sind die Verkehrsmengen an den sich kreuzenden Bundesstraßen einfach zu hoch."

Eine kurzfristige Verbesserung des Verkehrsflusses gibt es allerdings schon jetzt im Bereich der Kreuzung B 80 / Taschenberg. Dort wurde die Software der Ampelanlage im Auftrag des Straßenbauamtes optimiert. "Viele Kraftfahrer haben sich über lange Rückstaus auf der Halleschen Straße und über Probleme beim Linksabbiegen hoch zum Taschenberg beschwert", erklärte Rainer Kottek, Leiter der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Nordhausen. Deshalb habe man die Lichtsignale wieder leistungsabhängig geschaltet und zusätzlich die Pufferzeiten zwischen der Grün- und Gelbphase korrigiert.

Ein Veränderung gebe es an dieser Stelle inzwischen auch an den Zusatzeinrichtungen für Sehbehinderte: Das akustische Signal kommt nur noch nach Bedarf durch einen entsprechenden Tastendruck, so Kottek weiter. Damit entspreche man dem Wunsch vieler Anwohner, die sich durch den steten - und automatisch einsetzenden - Piepton belästigt gefühlt hatten.
Autor: nnz

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