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Tüchtig mitgeschrieben

Montag, 22. März 2004, 09:10 Uhr
Nordhausen (nnz). Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, waren in der vergangenen Woche Gäste aus Lettland in der Rolandstadt. Was die hier gemacht haben und mit welchen Eindrücken sie die Heimreise antraten, das hat die nnz erfahren.


Gäste aus Lettland Sieben Erzieher aus dem mittel-lettischen Jelgava waren bis gestern Abend für eine Woche Gäste des Nordhäuser JugendSozialwerkes e.V. "Der Besuch diente dem Erfahrungsaustausch vor allem auf dem Gebiet der Kindertagesstätten", sagte Sigrid Trinkler, Einrichtungsleiterin Kindergärten beim JugendSozialwerk. Auf dem Programm hätten Hospitationen in den Kindereinrichtungen und pädagogische Seminare gestanden sowie Besuche in der Montessori-Schule und dem Sprachheilzentrum in Keilhau (bei Rudolstadt), das ebenfalls vom Nordhäuser Verein betrieben wird.

Der Austausch habe gezeigt, dass es auf dem Gebiet der Arbeit mit Kindern einige strukturelle Parallelen zwischen dem osteuropäischen Land und Deutschland gebe. "Zum Beispiel finden sich in Lettland wie in der Bundesrepublik sowohl die kommunale als auch die freie Trägerschaft für Kindergärten", so Frau Trinkler. "Die großzügigen Räume in den Kindergärten und die breite Auswahl an Materialien, die für die Arbeit mit den Kindern zu Verfügung - das ist uns als erstes aufgefallen", sagte die Lettin Marika Razita. "Wir haben jeden Tag tüchtig mitgeschrieben, was wir gesehen haben."

Auf dem Programm für die Gäste aus Lettland stand neben der obligatorischen Stadtführung durch Nordhausen auch ein Besuch auf dem Landesgartenschaugelände. Den Kontakt von Nordhausen nach Lettland, das in wenigen Wochen der Europäischen Union beitreten wird, gibt es seit zwei Jahren.
Autor: nnz

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