nnz-online

Ein Schutzengel für Nordhausen

Montag, 06. Mai 2013, 09:27 Uhr
Am 13. Mai jährt sich die Ersterwähnung Nordhausens zum 1086. Mal. Als zentraler Ort für die Geschichte der Stadt möchte die FLOHBURG | Das Nordhausen Museum diesen Stadtgeburtstag im kleineren Rahmen feiern...


„Dazu möchten wir in den Garten der Flohburg einladen, der bei dieser Gelegenheit wieder für die Besucher geöffnet werden soll. Darüberhinaus nehmen wir den Stadtgeburtstag zum Anlass, den „Schutzengel Nordhausens“ einzuweihen“, sagt Museumsleiterin Dr. Cornelia Klose. Die 2,50 Meter hohe Skulptur aus bemaltem Metall und Fusingglas, die um 14 Uhr enthüllt wird, ist ein gemeinschaftliches Werk der Nordhäuser Künstler Jürgen Rennebach und dem inzwischen verstorbenen Lothar Rechtacek sowie dem Schlosser Uwe Bräuer.

„Innerhalb weniger Monate schufen wir eine in künstlerischer Auffassung und Formensprache moderne und zeitlose Skulptur“, beschreibt Jürgen Rennebach den Engel, der mit dieser Statue seine Verbundenheit mit seiner Heimatstadt ausdrücken will.

Um 14:45 Uhr wird es eine kleine Führung durch den neu gestalteten Garten geben. Hier könne neben den Kloster- und Bauerngärten auch das Lapidarium, die Sammlung steinerner Zeitzeugen, besichtigt werden, so Klose. „Das Lapidarium wurde um einige schöne Stücke aus der Ruine des Spendekirchhofs erweitert und auch die Odyssee des Albert-Kuntz Gedenksteines wird nun ihr vorläufiges Ende finden.

Von 1946 bis zum Jahr 2000 war der Gedenkstein für den im KZ Dora ermordeten Kommunisten Kuntz auf dem Bahnhofsplatz beheimatet. Nach der Umgestaltung des Platzes entbrannte eine Debatte darüber, wie mit dem Stein nun weiter zu verfahren sei. Inzwischen hatte sich herausgestellt, dass der Stein ursprünglich Teil des Schlageter-Denkmals war, welches von den Nationalsozialisten 1933 im Gehege aufgestellt worden war.

Bereits 2003 wurde entschieden, den Stein im zukünftigen stadthistorischen Museum auszustellen und die Auseinandersetzung der mit dem Stein verbundenen Geschichte zu fördern.

Desweiteren wird Heidelore Kneffel um 16 Uhr auch die neuen Flohburgblätter vorstellen. Als Autorin hat sie sich intensiv mit dem „Turnier auf dem Bielenrasen“ beschäftigt. Karl- Heinz Döring fertigt in der Sonderausstellung Scherenschnitte von den Besuchern an.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de