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Ende der Talfahrt, trotzdem aber...

Freitag, 19. März 2004, 12:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Für die Wirtschaft des Landkreises Nordhausen könnte die Talfahrt beendet sein. Das sagte heute Udo Rockmann von der IHK der nnz. Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack – in erster Linie für Arbeitnehmer.


Der Trend für das Jahr 2004 zeige deutlich nach oben, die Talfahrt der Nordhäuser Wirtschaft sei im vergangenen Jahr gestoppt worden. Bei den Firmenchefs würde sich langsam wieder Optimismus und Zuversicht breit machen. Udo Rockmann belegte das auch mit Zahlen, die der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer im Landkreis Nordhausen entnommen wurden.

So beschreiben 27 Prozent aller Unternehmen ihre derzeitige Geschäftslage mit gut, als befriedigend wurde sie von 53 Prozent eingeschätzt. Im vergangenen Jahr waren es nur neun bzw. 41 Prozent. Während vor Jahresfrist die Hälfte der Unternehmer ihre Situation als schlecht definierte, sind es aktuell nur 20 Prozent. Ein ähnlicher Trend ist bei den Erwartungen und Plänen der Unternehmen festzustellen.

Nun aber der Pferdefuß dieser Entwicklung: Es gibt nach wie vor trübe Aussichten für den Arbeitsmarkt. Die konjunkturelle Belebung wird sich nicht für die Arbeitnehmer auswirken. Im Gegenteil, trotz steigender Auftragslage und positiver Umsatzprognosen will rund ein Drittel der Unternehmer die Belegschaft verringern, nur sieben Prozent wollen aufstocken.

Wie die IHK heute noch mitteilte, ist die Beschäftigtenzahl von 2002 zu 2003 um 208 Frauen und Männer zurückgegangen. Hier wirkten sich der Rückzug von Reemtsma und die WICO-Insolvenz deutlich aus. Erschreckend für die Experten der IHK ist der Rückgang beim Umsatz. Da mussten die Unternehmen im Landkreis mit mehr als 20 Beschäftigen einen Verlust von 20,4 Prozent hinnehmen.
Autor: nnz

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