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nnz-Forum: Monumentale Desaster

Mittwoch, 01. Mai 2013, 09:03 Uhr
Zu den Neuigkeiten rund um die Kulturbibliothek gibt es jetzt die Anmerkungen eines Lesers der nnz in unserem Forum...


Eine solche Meldung muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Da kostet dieser phantasielose Klotz nun schon mehrere Hunderttausend Euro mehr, als geplant und dann passt nicht einmal die Himmelgartenbibliothek hinein, für die das Ding ja eigentlich mit konzipiert war. Ich frage mich wirklich, warum die Bürger bei so viel Fehlplanung und Irreführung noch immer nicht auf die Straße gehen.

Für so viel Unfähigkeit auf Seiten von Stadtverwaltung und Planern, allesamt hochbezahlt natürlich, kennt die deutsche Sprache keine Worte. Eine Kassiererin verliert für 50 Cent Pfandbondiebstahl ihren Job, während die Verursacher solcher Dinge allmonatlich weiter ihr steuerfinanziertes Gehalt überwiesen bekommen.

Wieder sind es der kleine Mann und die kleine Frau auf der Straße, die die von so viel Geistesblitzen gebrannten Finanzlöcher ausbaden, sprich mit ihrem Geld füllen müssen. Sie ließen sich Jahre zuvor verschaukeln mit tollen Animationen und Zukunftsaussichten für dieses Bauwerk, das für mich den einzigen Wert hat, dass es ein wenig die Sonnenbestrahlung der Engelsburg bremst.

Und was kommt nun? Zu den Hunderttausenden Zusatzkosten kommen weitere Kosten hinzu, um die Himmelgartenbibliothek "angemessen zu präsentieren", wie es sinngemäß in der Meldung steht. - Falls man sich dort nicht auch wieder verplant. Wieder werden Aufträge vergeben, - natürlich nach Recht und Gesetz, also erst nach öffentlicher Ausschreibung!

Vor diesem himmelschreienden Desaster wundere ich mich, dass Herr Greiner nicht schärfer in seinem Beitrag kritisiert hat. Ich würde mir nur wünschen, dass derartige Verfehlungen bis zu den nächsten Wahlen nicht vergessen werden. Vergessen aber wird der Bürger Derartiges. Leider. Zu oft wurde das in der Politik bereits erfolgreich durchgespielt. Wieder wird er auf schöne Worte und Pläne hereinfallen in ein paar Jahren oder - nicht zur Wahl gehen.

Jetzt aber lassen erst einmal die Schildbürger grüßen. Im Gegensatz zu ihrem sagenhaften Rathaus hat unseres aber immerhin Fenster. Licht muss also in Nordhausen nicht hinein getragen werden. Dafür aber Weitblick, Weisheit und Verantwortung!
Bodo Schwarzberg

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Autor: red

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