Blindenverband vermittelte Erfahrungen
Dienstag, 30. April 2013, 16:25 Uhr
Der Ortsverband Nordhausen des Sozialverbandes VdK hatte sich entschlossen in diesem Jahr wieder an der Aktion zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (5. Mai) teilzunehmen...
Ortsvorsitzende Ramona Liebau begrüßte die Mitglieder und Gäste zur Gesprächsrunde.
Die Aktion Mensch fördert in dem Zeitraum vom 27. April bis 12. Mai Aktivitäten von Vereinen und Verbänden. Trotz aller europaweiten Aktivitäten hat sich leider auf dem Gebiet viel zu wenig geändert. In Thüringen gibt man sich noch immer mit der Verlängerung der Gültigkeit des Gleichstellungsgesetzes für Menschen mit Behinderungen zufrieden, obwohl die Erneuerung längst überfällig ist.
Es entspricht noch lange nicht den Maßstäben der UN-Konvention zu den Rechten Behinderter. Viele unserer Mitglieder können das aus eigenen Erfahrungen beurteilen. Als Gesprächspartner hatten wir uns für diesen Nachmittag Vertreter des Blinden-und Sehbehindertenverbandes eingeladen, welcher die Einladung gern annahm.
Während man bisher vorwiegend von Barrierefreiheit und Gleichstellung sprach, ist in der UN-Konvention der Begriff Inklusion festgeschrieben. Viele fragen sich wohl, was das wieder soll. Darum versuchte Renate John vom Vorstand unseres Ortsverbandes zum Auftakt der Veranstaltung zu erklären, was Inklusion eigentlich heißt.
Inklusion heißt ,dass jeder Mensch die Möglichkeit erhält sich vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen und zwar von Anfang an und unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter. So definiert es die Aktion Mensch.
Herr Wernecke vom Blinden- und Sehbehindertenverband sprach über die Probleme sehbehinderter Menschen und was der Feststellung Ich bin bestimmend noch im Wege steht.
Auf die Situation von Menschen mit Behinderungen in Deutschland aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Seit über 20 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthife rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichstellung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.
Behinderungen sind vielseitig. Unsere Gäste vom Blinden-und Sehschwachenverband haben uns mit ihren Erfahrungen und Mitteln uns anschaulich gemacht was blinde Menschen noch heute für Probleme im Leben haben.
An Hand von Hilfsmitteln, wie Stock , und technischen Geräten, welche u. a. die Farbe erkennt, das sagt, dass das Glas oder die Tasse zu heiß ist, eine Blindenschreibmaschine, Zollstock, usw. als Hilfsmittel bereits einen guten Ausgleich schaffen können, doch diese Hilfsmittel alle sehr teuer sind. Sehbehinderte und Blinde sind aber oftmals trotz guter Qualifikation arbeitslos. Das Blindengeld wurde auch in Thüringen gekürzt. Die Kranken- und Rentenkassen drücken sich immer wieder vor ihren Zahlungsverpflichtungen, so dass die Behinderten oftmals wenige Chancen haben. Das alles macht deutlich Behinderung beginnt im Kopfe.
Aufmerksam verfolgten unsere Mitglieder die Ausführungen und mancher konnte sie aus eigenen Erfahrungen bestätigen. Den Vertretern des Verbandes, Herrn Wernecke und Herrn und Frau Schröter gilt ein herzliches Dankeschön. Nur gemeinsam können wir etwas verändern, darum ja auch die Aktion Ich bin bestimmend aber auch die Kampagne unseres Sozialverbandes VdK gegen soziale Ungerechtigkeit in Vorbereitung der Bundestagswahlen.
Darum haben wir auch die Einladung des Verbandes zum Gegenbesuch und einer engeren Zusammenarbeit gern angenommen. Es bleibt für uns, die Behinderten- und Sozialverbände noch viel zu tun, bis Inklusion auch gelebt werden kann. Dazu leisten die alljährlichen Aktionen um den 5. Mai ihren Beitrag.
Text und Fotos: Renate John
Autor: redOrtsvorsitzende Ramona Liebau begrüßte die Mitglieder und Gäste zur Gesprächsrunde.
Die Aktion Mensch fördert in dem Zeitraum vom 27. April bis 12. Mai Aktivitäten von Vereinen und Verbänden. Trotz aller europaweiten Aktivitäten hat sich leider auf dem Gebiet viel zu wenig geändert. In Thüringen gibt man sich noch immer mit der Verlängerung der Gültigkeit des Gleichstellungsgesetzes für Menschen mit Behinderungen zufrieden, obwohl die Erneuerung längst überfällig ist.
Es entspricht noch lange nicht den Maßstäben der UN-Konvention zu den Rechten Behinderter. Viele unserer Mitglieder können das aus eigenen Erfahrungen beurteilen. Als Gesprächspartner hatten wir uns für diesen Nachmittag Vertreter des Blinden-und Sehbehindertenverbandes eingeladen, welcher die Einladung gern annahm.
Während man bisher vorwiegend von Barrierefreiheit und Gleichstellung sprach, ist in der UN-Konvention der Begriff Inklusion festgeschrieben. Viele fragen sich wohl, was das wieder soll. Darum versuchte Renate John vom Vorstand unseres Ortsverbandes zum Auftakt der Veranstaltung zu erklären, was Inklusion eigentlich heißt.
Inklusion heißt ,dass jeder Mensch die Möglichkeit erhält sich vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen und zwar von Anfang an und unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter. So definiert es die Aktion Mensch.
Herr Wernecke vom Blinden- und Sehbehindertenverband sprach über die Probleme sehbehinderter Menschen und was der Feststellung Ich bin bestimmend noch im Wege steht.
Auf die Situation von Menschen mit Behinderungen in Deutschland aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Seit über 20 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthife rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichstellung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.
Behinderungen sind vielseitig. Unsere Gäste vom Blinden-und Sehschwachenverband haben uns mit ihren Erfahrungen und Mitteln uns anschaulich gemacht was blinde Menschen noch heute für Probleme im Leben haben.
An Hand von Hilfsmitteln, wie Stock , und technischen Geräten, welche u. a. die Farbe erkennt, das sagt, dass das Glas oder die Tasse zu heiß ist, eine Blindenschreibmaschine, Zollstock, usw. als Hilfsmittel bereits einen guten Ausgleich schaffen können, doch diese Hilfsmittel alle sehr teuer sind. Sehbehinderte und Blinde sind aber oftmals trotz guter Qualifikation arbeitslos. Das Blindengeld wurde auch in Thüringen gekürzt. Die Kranken- und Rentenkassen drücken sich immer wieder vor ihren Zahlungsverpflichtungen, so dass die Behinderten oftmals wenige Chancen haben. Das alles macht deutlich Behinderung beginnt im Kopfe.
Aufmerksam verfolgten unsere Mitglieder die Ausführungen und mancher konnte sie aus eigenen Erfahrungen bestätigen. Den Vertretern des Verbandes, Herrn Wernecke und Herrn und Frau Schröter gilt ein herzliches Dankeschön. Nur gemeinsam können wir etwas verändern, darum ja auch die Aktion Ich bin bestimmend aber auch die Kampagne unseres Sozialverbandes VdK gegen soziale Ungerechtigkeit in Vorbereitung der Bundestagswahlen.
Darum haben wir auch die Einladung des Verbandes zum Gegenbesuch und einer engeren Zusammenarbeit gern angenommen. Es bleibt für uns, die Behinderten- und Sozialverbände noch viel zu tun, bis Inklusion auch gelebt werden kann. Dazu leisten die alljährlichen Aktionen um den 5. Mai ihren Beitrag.
Text und Fotos: Renate John


