nnz-exklusiv: Wie weiter mit der KUBIBO?
Dienstag, 30. April 2013, 18:23 Uhr
Die neue Kulturbibliothek soll ja bekannterweise der Mittelpunkt jeglichen bibliophilen und kulturellen Lebens dieser Kreisstadt namen Nordhausen werden. Für einige sogar soll sie ein Forum werden, ähnlich dem in Rom. Doch nun ist eine Facette des Mittelkreises verloren gegangen...
Die Himmelgarten-Bibliothek - sie ist, sieht man sich die im öffentlichen Web-Bereich der Stadtverwaltung dargestellten Grafiken an, überhaupt nicht enthalten. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Architekten sollen dem Rathaus jetzt bestätigt haben, dass sie von einer solch historischen Facette des Neubaus nichts gewusst haben.
Entweder, die Fachleute waren nicht interessiert, schauen nicht in diverse Veröffentlichungen oder es wurde ihnen verschwiegen. Also wird nun im Rathaus fieberhaft nach einer Lösung gesucht. Und: es wird geredet. Zum Beispiel mit dem neuen Förderverein, der einen "typisch-nordhäuserischen Namen trägt, nämlich: Nicolai in foro.
In der Vorwoche hatten Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh und Sozial- und Kulturdezernentin Hannelore Haase Hildegard Seidel und Heidelore Kneffel vom Förderverein Nicolai in foro zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Thema war unter anderem die Zukunft der Himmelgartenbibliothek. Die Vertreter der Stadt informierten über den aktuellen Stand. Festlegungen wurden nicht getroffen. Konsens war: Es soll nach Möglichkeiten gesucht werden, die Himmelgartenbibliothek in Nordhausen angemessen zu präsentieren. Dazu soll es weitere Gespräche geben zwischen der Stadtverwaltung und dem Förderverein. Darüber hinaus wollen sich Frau Seidel, Diplombibliothekarin, und Stadtarchivar Dr. Wolfram Theilemann zu einem Fachgespräch treffen.
Soweit die offizielle Mitteilung aus dem Rathaus auf eine Nachfrage der nnz. Und die sollte man sich genau durchlesen. Es soll nach Möglichkeiten gesucht werden, die Himmelgartenbibliothek in Nordhausen angemessen zu präsentieren. Das lässt alles offen, sowohl den Ort der Präsentation als auch den Umfang. Und lässt den Schluss zu, dass der gesamte Bestand der Bibliothek auf keinen Fall in der Kulturbibliothek untergebracht werden kann.
Das ist auch nicht schlimm, bleibt also mehr Platz für die kulturellen Angebote, wie zum Beispiel die Sitzungen des Stadtrates im dann neuen pompös ausgestatteten Ratssaal, der als neuer Bürgersaal sich vom jetzigen Bürgersaal im Rathaus vermutlich nur dadurch unterscheidet, dass es keine rechten Winkel und keine störenden Säulen geben wird.
Übrigens: Gespräche habe es mittlerweile auch mit dem Gemeindekirchenrat St. Blasii-Altendorf gegeben, bestätigte jetzt das Rathaus. Hier sei man übereingekommen, über Details des einstigen Verwahrvertrages neu zu verhandeln.
Peter-Stefan Greiner
Anmerkung: KUBIBO ist die nnz-interne Bezeichnung des Baus, der noch in diesem Jahr eingeweiht werden soll.
Autor: redDie Himmelgarten-Bibliothek - sie ist, sieht man sich die im öffentlichen Web-Bereich der Stadtverwaltung dargestellten Grafiken an, überhaupt nicht enthalten. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Architekten sollen dem Rathaus jetzt bestätigt haben, dass sie von einer solch historischen Facette des Neubaus nichts gewusst haben.
Entweder, die Fachleute waren nicht interessiert, schauen nicht in diverse Veröffentlichungen oder es wurde ihnen verschwiegen. Also wird nun im Rathaus fieberhaft nach einer Lösung gesucht. Und: es wird geredet. Zum Beispiel mit dem neuen Förderverein, der einen "typisch-nordhäuserischen Namen trägt, nämlich: Nicolai in foro.
In der Vorwoche hatten Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh und Sozial- und Kulturdezernentin Hannelore Haase Hildegard Seidel und Heidelore Kneffel vom Förderverein Nicolai in foro zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Thema war unter anderem die Zukunft der Himmelgartenbibliothek. Die Vertreter der Stadt informierten über den aktuellen Stand. Festlegungen wurden nicht getroffen. Konsens war: Es soll nach Möglichkeiten gesucht werden, die Himmelgartenbibliothek in Nordhausen angemessen zu präsentieren. Dazu soll es weitere Gespräche geben zwischen der Stadtverwaltung und dem Förderverein. Darüber hinaus wollen sich Frau Seidel, Diplombibliothekarin, und Stadtarchivar Dr. Wolfram Theilemann zu einem Fachgespräch treffen.
Soweit die offizielle Mitteilung aus dem Rathaus auf eine Nachfrage der nnz. Und die sollte man sich genau durchlesen. Es soll nach Möglichkeiten gesucht werden, die Himmelgartenbibliothek in Nordhausen angemessen zu präsentieren. Das lässt alles offen, sowohl den Ort der Präsentation als auch den Umfang. Und lässt den Schluss zu, dass der gesamte Bestand der Bibliothek auf keinen Fall in der Kulturbibliothek untergebracht werden kann.
Das ist auch nicht schlimm, bleibt also mehr Platz für die kulturellen Angebote, wie zum Beispiel die Sitzungen des Stadtrates im dann neuen pompös ausgestatteten Ratssaal, der als neuer Bürgersaal sich vom jetzigen Bürgersaal im Rathaus vermutlich nur dadurch unterscheidet, dass es keine rechten Winkel und keine störenden Säulen geben wird.
Übrigens: Gespräche habe es mittlerweile auch mit dem Gemeindekirchenrat St. Blasii-Altendorf gegeben, bestätigte jetzt das Rathaus. Hier sei man übereingekommen, über Details des einstigen Verwahrvertrages neu zu verhandeln.
Peter-Stefan Greiner
Anmerkung: KUBIBO ist die nnz-interne Bezeichnung des Baus, der noch in diesem Jahr eingeweiht werden soll.


