Neues Kapitel einer Erfolgsgeschichte
Dienstag, 30. April 2013, 10:05 Uhr
Nun ist der Erfolgsgeschichte ein neues Kapitel hinzugefügt. Die D-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV (NSV) verteidigten am Sonntag souverän den Landesmeistertitel in der Sporthalle des Berufsbildungszentrums in Jena-Göschwitz. Sandra Arm war für die nnz dabei...
Zugleich war der Titelgewinn auch eine Premiere, denn nie zuvor war es einer Mannschaft in dieser Altersklasse gelungen, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Nein, damit hätte ich vorher nicht gerechnet, sagte ein sichtlich erleichterter NSV-Trainer Alfons Jarmuszewski.
Jede Zeile, jedes Wort, jeder Buchstabe des neuen Kapitels sind dabei Emotionen und Freude pur. Da wäre zum Beispiel die Hinfahrt nach Jena. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat es bei der Weltmeisterschaft 2013 in Spanien vorgemacht, sie hörten sich den Song Call Me Maybe von Carly Rae Jepson im Bus an, streckten synchron die Hände in die Höhe und sangen begeistert mit. Das Video diente als Vorlage für die Nordhäuserinnen, die es den Jungs gleichtaten, mitsangen und viel Spaß bei der Performance hatten.
Einen souveränen Auftritt legten die Nachwuchsspielerinnen anschließend auch auf dem Parkett hin. Nur der Kontakt zu den mitgereisten Eltern war durch eine erhöhte Sitztribüne, auf der man unter anderem durch die begrenzte Anzahl an Sitzplätzen stehen musste, etwas getrübt. Wie auf einer Empore schauten dabei die Eltern zu ihren Kindern hinab. Angefeuert wurde also von oben und mit allem, was laut ist: Tröten, Trommeln, Ratschen und Pappklatschen kamen zum Einsatz.
Eher etwas ruhiger ging es an der Seitenlinie des NSV zu. Der Trainer strahlte zumindest äußerlich viel Ruhe aus. Ich wollte vor den Augen der Kinder keine Hektik reinbringen, die Mannschaft nicht aufregen, erklärte er. Doch innerlich sah es bei Jarmuszewski ganz anders aus. Immer noch aufgeregt sei er gewesen. Der Druck war groß, verbunden mit den Erwartungen, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Jarmuszewski fuhr also mit gemischten Gefühlen nach Jena. Schließlich wusste er nicht, wo seine Schützlinge im Vergleich mit anderen Staffelsiegern aus ganz Thüringen stehen. Jetzt wissen wir es. Nämlich ganz oben.
Gespielt wurde im Modus Jeder gegen Jeden, die Spielzeit betrug 2x10 Minuten. Im ersten Spiel gegen den Gastgeber, den HBV Jena, dominierte beim NSV noch die Aufregung. Wir kannten Jena nicht, haben noch nie gegen die Mannschaft gespielt, klärte Jarsmuszewski auf. Das war in den ersten Minuten zu spüren, nur langsam kam der NSV in Fahrt. Julia Weise war es dann, die den Torreigen für ihr Team eröffnete. Der Gastgeber spielte gut mit, hatte auch ein wenig Pech. So stand einige Male der Pfosten im Weg. Die Nordhäuserinnen fanden den Weg, netzten bis Halbzeit noch elfmal ein (12:6). In der zweiten Hälfte war es unter anderem NSV-Torhüterin Sonja Zeaiter, die mit vier starken Paraden unter anderem einen gehaltenen Siebenmeter glänzte. Das hat am Ende auch der 22:7-Auftaktsieg.
Im zweiten und dritten Spiel gegen den SV Town & Country Behringen-Sonneborn und den SVW Eisenach ließen die Nordhäuserinnen ihre Klasse aufblitzen. Die Mannschaft agierte clever, fing frühzeitig die Bälle ab und schloss zudem noch erfolgreich ab. Es war ein richtiger Augenschmaus, den die Zuschauer zu sehen bekamen. Jarmuszewski war ebenfalls begeistert: Die Mädchen haben genau das umgesetzt, was wir trainiert haben. Als homogene Einheit präsentierte sich seine Mannschaft. Dafür gab es viele Beispiele. Wie den Wechsel der Torhüterinnen nach jeweils einer Hälfte der Partie. Es wurde sich anschließend abgeklatscht, geherzt und wenn nötig auch aufgebaut. Oder der Blick für den Nebenmann. So hätten einige Spielerinnen auch selbst abschließen können, der Blick beziehungsweise der Pass ging zum mitgelaufenen Nebenmann. In beiden Partien hatten die Gegner keine Chance, der NSV gewann mit 20:4 und 22:3.
Drei gewonnene Partien, das Ticket zur Bestenermittlung der Neuen Bundesländer/Berlin vom 14. bis 15. Juni nach Wismar war bereits gesichert. Im letzten Spiel gegen SV Aufbau Altenburg, die Mannschaft hatte zuvor ebenfalls drei Siege eingefahren, sollte sich erst klären, wer als Meister und Vize-Meister nach Wismar fährt. Altenburgs Trainer Rigo Pinnow hatte seine Mannschaft dafür offensiver aufgestellt, die Spielerinnen sollten den ballführenden Gegenspieler frühzeitig attackieren. Der Marschroute ist meiner Mannschaft nicht im Ansatz gefolgt, ärgerte sich Pinnow. Der NSV agierte zu übermächtig, ließ den Gegner nicht den Hauch einer Chance und setzte sich souverän mit 23:3 durch.
Souverän zum Meistertitel. So könnte die Überschrift über das Kapitel lauten. Neben Einträgen werden auch Fotos vom geschichtsträchtigen Triumph zeugen. Momente des Glücks gab es viele. So zum Beispiel als die Mannschaft nach dem Spiel ihren Coach würdigte. Die Mädchen stellte ihn in die Mitte und feierten ihn als Meistertrainer. Die Geschichte dieses Kapitels ist nun fertig geschrieben, an einem neuen Kapitel wird bereits gearbeitet.
Sandra Arm
NSV: Anny Katharina Samel/Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (21), Sophia Goetze (8), Julia Weise (16), Nelly Frank (3), Ella Krieß (19), Larissa Förster (11), Lea Ziska Hoche (4), Sophie Schröder (5)
Nordhausen - Jena 22:7
Behringen/Sonneborn - Nordhausen 4:20
Eisenach - Nordhausen 3:22
Nordhausen - Altenburg 23:3
Endplatzierungen
1. Nordhäuser SV
2. SV Aufbau Altenburg
3. HBV Jena
4. SV Town & Country Behringen-Sonneborn
5. SV Wartburgstadt Eisenach
Autor: redZugleich war der Titelgewinn auch eine Premiere, denn nie zuvor war es einer Mannschaft in dieser Altersklasse gelungen, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Nein, damit hätte ich vorher nicht gerechnet, sagte ein sichtlich erleichterter NSV-Trainer Alfons Jarmuszewski.
Jede Zeile, jedes Wort, jeder Buchstabe des neuen Kapitels sind dabei Emotionen und Freude pur. Da wäre zum Beispiel die Hinfahrt nach Jena. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat es bei der Weltmeisterschaft 2013 in Spanien vorgemacht, sie hörten sich den Song Call Me Maybe von Carly Rae Jepson im Bus an, streckten synchron die Hände in die Höhe und sangen begeistert mit. Das Video diente als Vorlage für die Nordhäuserinnen, die es den Jungs gleichtaten, mitsangen und viel Spaß bei der Performance hatten.
Einen souveränen Auftritt legten die Nachwuchsspielerinnen anschließend auch auf dem Parkett hin. Nur der Kontakt zu den mitgereisten Eltern war durch eine erhöhte Sitztribüne, auf der man unter anderem durch die begrenzte Anzahl an Sitzplätzen stehen musste, etwas getrübt. Wie auf einer Empore schauten dabei die Eltern zu ihren Kindern hinab. Angefeuert wurde also von oben und mit allem, was laut ist: Tröten, Trommeln, Ratschen und Pappklatschen kamen zum Einsatz.
Eher etwas ruhiger ging es an der Seitenlinie des NSV zu. Der Trainer strahlte zumindest äußerlich viel Ruhe aus. Ich wollte vor den Augen der Kinder keine Hektik reinbringen, die Mannschaft nicht aufregen, erklärte er. Doch innerlich sah es bei Jarmuszewski ganz anders aus. Immer noch aufgeregt sei er gewesen. Der Druck war groß, verbunden mit den Erwartungen, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Jarmuszewski fuhr also mit gemischten Gefühlen nach Jena. Schließlich wusste er nicht, wo seine Schützlinge im Vergleich mit anderen Staffelsiegern aus ganz Thüringen stehen. Jetzt wissen wir es. Nämlich ganz oben.
Gespielt wurde im Modus Jeder gegen Jeden, die Spielzeit betrug 2x10 Minuten. Im ersten Spiel gegen den Gastgeber, den HBV Jena, dominierte beim NSV noch die Aufregung. Wir kannten Jena nicht, haben noch nie gegen die Mannschaft gespielt, klärte Jarsmuszewski auf. Das war in den ersten Minuten zu spüren, nur langsam kam der NSV in Fahrt. Julia Weise war es dann, die den Torreigen für ihr Team eröffnete. Der Gastgeber spielte gut mit, hatte auch ein wenig Pech. So stand einige Male der Pfosten im Weg. Die Nordhäuserinnen fanden den Weg, netzten bis Halbzeit noch elfmal ein (12:6). In der zweiten Hälfte war es unter anderem NSV-Torhüterin Sonja Zeaiter, die mit vier starken Paraden unter anderem einen gehaltenen Siebenmeter glänzte. Das hat am Ende auch der 22:7-Auftaktsieg.
Im zweiten und dritten Spiel gegen den SV Town & Country Behringen-Sonneborn und den SVW Eisenach ließen die Nordhäuserinnen ihre Klasse aufblitzen. Die Mannschaft agierte clever, fing frühzeitig die Bälle ab und schloss zudem noch erfolgreich ab. Es war ein richtiger Augenschmaus, den die Zuschauer zu sehen bekamen. Jarmuszewski war ebenfalls begeistert: Die Mädchen haben genau das umgesetzt, was wir trainiert haben. Als homogene Einheit präsentierte sich seine Mannschaft. Dafür gab es viele Beispiele. Wie den Wechsel der Torhüterinnen nach jeweils einer Hälfte der Partie. Es wurde sich anschließend abgeklatscht, geherzt und wenn nötig auch aufgebaut. Oder der Blick für den Nebenmann. So hätten einige Spielerinnen auch selbst abschließen können, der Blick beziehungsweise der Pass ging zum mitgelaufenen Nebenmann. In beiden Partien hatten die Gegner keine Chance, der NSV gewann mit 20:4 und 22:3.
Drei gewonnene Partien, das Ticket zur Bestenermittlung der Neuen Bundesländer/Berlin vom 14. bis 15. Juni nach Wismar war bereits gesichert. Im letzten Spiel gegen SV Aufbau Altenburg, die Mannschaft hatte zuvor ebenfalls drei Siege eingefahren, sollte sich erst klären, wer als Meister und Vize-Meister nach Wismar fährt. Altenburgs Trainer Rigo Pinnow hatte seine Mannschaft dafür offensiver aufgestellt, die Spielerinnen sollten den ballführenden Gegenspieler frühzeitig attackieren. Der Marschroute ist meiner Mannschaft nicht im Ansatz gefolgt, ärgerte sich Pinnow. Der NSV agierte zu übermächtig, ließ den Gegner nicht den Hauch einer Chance und setzte sich souverän mit 23:3 durch.
Souverän zum Meistertitel. So könnte die Überschrift über das Kapitel lauten. Neben Einträgen werden auch Fotos vom geschichtsträchtigen Triumph zeugen. Momente des Glücks gab es viele. So zum Beispiel als die Mannschaft nach dem Spiel ihren Coach würdigte. Die Mädchen stellte ihn in die Mitte und feierten ihn als Meistertrainer. Die Geschichte dieses Kapitels ist nun fertig geschrieben, an einem neuen Kapitel wird bereits gearbeitet.
Sandra Arm
NSV: Anny Katharina Samel/Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (21), Sophia Goetze (8), Julia Weise (16), Nelly Frank (3), Ella Krieß (19), Larissa Förster (11), Lea Ziska Hoche (4), Sophie Schröder (5)
Nordhausen - Jena 22:7
Behringen/Sonneborn - Nordhausen 4:20
Eisenach - Nordhausen 3:22
Nordhausen - Altenburg 23:3
Endplatzierungen
1. Nordhäuser SV
2. SV Aufbau Altenburg
3. HBV Jena
4. SV Town & Country Behringen-Sonneborn
5. SV Wartburgstadt Eisenach








































