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Neugierige Nordhäuser im Landtag

Freitag, 26. April 2013, 16:34 Uhr
Maurice Mock und Mert Ersindigil waren gestern im Thüringer Parlament. Die beiden Nordhäuser Jungs kamen quasi als Geleit für Evelin Groß nach Erfurt. Die ist eigenen Angaben zufolge die Stimme der Nordthüringer Stadt im Landtag...

Zu Besuch im Landtag (Foto: privat) Zu Besuch im Landtag (Foto: privat)

Und deshalb hatte sie die beiden Burschen eingeladen, den Thüringer Landtag unter die Lupe zu nehmen – so, wie weitere 28 Schülerinnen und Schüler. Die CDU-Fraktion hatte die Mädchen und Jungen eingeladen. Anlass war der Aktionstag „Girls´Day“ und „Boys´Day“. Die jugendlichen Gäste konnten dabei Berufe in der Landtagsverwaltung und in der Geschäftsstelle der CDU-Fraktion näher kennen lernen.

Eigentlich ist ja auch „Landtagsabgeordneter“ eine Ganztags-Beschäftigung. Aber als Beruf würde es nicht einmal Evelin Groß bezeichnen. Eher als Berufung. Sie meint zudem: „Mir hat es nie geschadet, was ,Richtiges‘ gelernt zu haben. Nicht, als ich hauptamtlich Bürgermeisterin und VG-Vorsitzende war. Erst recht nicht in den Jahren im Parlament. Ein Mindestmaß an Lebens- und Berufserfahrung sollte man haben, ehe man sich der Politik verschreibt.“

Das schienen auch die anderen Gastgeber für die jungen Besucher so zu sehen: Den Mädchen wurden deshalb Jobs im EDV-Bereich sowie in der Gebäudeleittechnik schmackhaft gemacht. Jungs machten sich mit Ausbildungs- und Arbeitsangeboten im Archiv und der Bibliothek sowie bei der Ausschuss- und Plenarprotokollierung vertraut.

Die jungen Besucher informierten sich natürlich trotzdem über die parlamentarische Arbeit der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter. Außerdem standen eine Führung durch das Landtagsgebäude und ein Besuch der Plenarsitzung auf dem Programm.

Der gleichstellungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Henry Worm, meinte abschließend: „Mädchen wählen meistens traditionelle Frauenberufe. Dabei fehlt gerade in den technischen und techniknahen Berufsfeldern zunehmend der qualifizierte Nachwuchs. Doch es gibt auch Berufe, in denen Männer die Ausnahme sind, so z. B. Erzieher in Kindertagesstätten oder Grundschullehrer.“ Sie könnten dort wichtige Bezugs- und Vorbildpersonen sein, da in vielen Familien männliche Vorbilder fehlten.

Worm freute sich über das große Interesse und die Resonanz der Jugendlichen, die Arbeitsweise und Arbeitsfelder der CDU-Fraktion kennenlernen zu wollen. „Noch nie hatten wir zu diesem Aktionstag so viele junge Besucher aus ganz Thüringen in der Fraktion zu Gast.“
Autor: red

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