Unterwegs in Nordhausen
Donnerstag, 25. April 2013, 11:12 Uhr
Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr besuchte Franka Hitzing, FDP-Landtagsabgeordnete, Unternehmen in ihrem Wahlkreis, diesmal in der Stadt Nordhausen...
Marion Engel-Heß, Inhaberin der Profil Hausverwaltung, erzählte über ihre tägliche Arbeit als Miet- und Eigentumsverwalterin im Immobilienbereich. Als Hinweis an das Kreistagsmitglied Hitzing gab sie hier auch den Hinweis, dass Nordhausen keinen Mietspiegel besitzt. Dies wirkt sich u. a. auf den ihrer Meinung zu niedrig angesetzten Mietzuschuss für ALG II-Empfänger aus, der den Vermietern kaum Spielraum für Investitionen lässt, was sich wiederum auf die Auftragslage der ansässigen Handwerker auswirkt und zur Bildung von sozialen Brennpunkten führt.
Sehr lobend äußerte sie sich über den in den letzten Jahren vollzogenen Abriss von Plattenbauten, der zum einen das Stadtbild positiv verändert hat. Zum anderen erhält das verschobene Verhältnis von Angebot und Nachfrage durch den engmaschiger gewordenen Wohnungsleerstand die Substanz.
In der pro vita Akademie wurde Franka Hitzing, in der FDP-Fraktion auch verantwortlich für den Bildungsbereich, sehr herzlich von Schulleiterin Uta Triebel begrüßt. Seit der Gründung 1991 haben bereits 4.500 Absolventen mit staatlichem Abschluss in 7 unterschiedlichen, staatlich anerkannten, Ausbildungsberufen die Schule verlassen.
Große Sorgen macht sich Uta Triebel um die Altenpflegeausbildung. Schon jetzt fehlen deutschlandweit ca. 200.000 Altenpfleger. Die Einführung der generalisierten Pflegefachkraft ab 2014, d. h. einheitliche Ausbildung und Abschluss für alle Pflegebereiche, ist nach ihrer Meinung ein Schritt zurück. Die qualitativ hochwertige Ausbildung von Altenpflegern in Deutschland sollte mit Blick auf den zunehmenden Bedarf in den nächsten Jahren beibehalten werden.
Franka Hitzing traf sich anschließend mit Mathias Hartung, Geschäftsführer der Stadtwerke Nordhausen-Holding für Versorgung und Verkehr GmbH, und Matthias Siegert, Abteilungsleiter Personal/Recht, zu einem Gespräch.
Mathias Hartung gab einen interessanten Abriss von der Gründung 1990 bis zur heutigen Struktur als Holding für sieben Tochterunternehmen. Alle Verwaltungsaufgaben werden für diese Töchter erledigt, was eine hohe Effektivität der einzelnen Unternehmen gewährleistet.
Unter anderem erklärte Mathias Hartung der Bildungsexpertin die Folgen der Schulnetzplanung für sein Unternehmen, die seiner Meinung nach nicht zu Ende gedacht wird. Die damit zusammenhängende Schülerbeförderung stellt ein nicht zu unterschätzendes Problem dar, sowohl finanzieller als auch personeller Art. Deshalb wünscht er sich die Einbeziehung in solche Planungen.
Die Südharzer Landhandelsgesellschaft mbH (SLH) stand als nächste Station auf dem Programm. Geschäftsführer Otte freute sich über das Interesse der Politikerin an seinem Unternehmen.
1990 entstand die SLH aus dem Agrochemischen Zentrum Nordhausen und beschäftigt derzeit 44 Mitarbeiter. Der Umsatz des erfolgreichen Unternehmens wurde seit der Gründung etwa vervierfacht.
Die SLH handelt mit Produkten für landwirtschaftliche Betriebe, wie Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Saat- und Pflanzengut oder Dieselkraftstoff und ist ein zuverlässiger Partner im Transportbereich.
Das Unternehmen hat vier Tochterunternehmen, wobei die SLH-Ölmühle stillgelegt wurde. Die 2006 in Betrieb genommene und zu einem Drittel aus Fördermitteln gebaute Ölmühle stellte Rapsöl zur Verwendung als Treibstoff für die eigenen Fahrzeuge, Futtermittel und zum Weiterverkauf her. Die Steuerentlastung auf Rapsöl als Kraftstoff wurde in den letzten Jahren sukzessive aufgehoben, so dass die Ölmühle aus Rentabilitätsgründen geschlossen wurde.
Sehr beeindruckt zeigte sich Franka Hitzing beim Besuch der AHN Biotechnologie GmbH, welche Laborkunststoffartikel herstellt und in die ganze Welt liefert. Steht man vor dem Ordnerregal mit den Aufträgen und liest die Beschriftung, könnte man meinen, man stehe in einem Reisebüro!
Das Unternehmen existiert seit 1990 und gehört seit einem Jahr einer amerikanischen Aktiengesellschaft an. Es ist schon beachtlich, dass die Suche der Amerikaner nach einer geeigneten Firma in Nordamerika begann und über England nach Nordhausen führte. Das Produktionsprofil und die hohe Flexibilität von AHN gaben den Ausschlag bei der Entscheidung für den Standort Nordhausen. Alle Mitarbeiter wurden übernommen und weitere eingestellt, so dass zurzeit 36 Beschäftigte im Unternehmen tätig sind.
Die Geschäftsführer Torsten Buchwald, seit 1. April dieses Jahres, und Sam Luke aus England zeigten stolz die neu gebaute Halle, in die in den nächsten Wochen die komplette Produktion verlegt wird und moderne Umkleideräume für die Mitarbeiter entstehen. Im zweiten Schritt wird dann das alte Firmengebäude umgebaut, um neue Büroräume zu schaffen.
Durch die regelmäßigen Gespräche in Unternehmen und Einrichtungen in ihrem Wahlkreis erhält Franka Hitzing viele Anregungen für ihre tägliche Arbeit im Thüringer Landtag.
Autor: redMarion Engel-Heß, Inhaberin der Profil Hausverwaltung, erzählte über ihre tägliche Arbeit als Miet- und Eigentumsverwalterin im Immobilienbereich. Als Hinweis an das Kreistagsmitglied Hitzing gab sie hier auch den Hinweis, dass Nordhausen keinen Mietspiegel besitzt. Dies wirkt sich u. a. auf den ihrer Meinung zu niedrig angesetzten Mietzuschuss für ALG II-Empfänger aus, der den Vermietern kaum Spielraum für Investitionen lässt, was sich wiederum auf die Auftragslage der ansässigen Handwerker auswirkt und zur Bildung von sozialen Brennpunkten führt.
Sehr lobend äußerte sie sich über den in den letzten Jahren vollzogenen Abriss von Plattenbauten, der zum einen das Stadtbild positiv verändert hat. Zum anderen erhält das verschobene Verhältnis von Angebot und Nachfrage durch den engmaschiger gewordenen Wohnungsleerstand die Substanz.
In der pro vita Akademie wurde Franka Hitzing, in der FDP-Fraktion auch verantwortlich für den Bildungsbereich, sehr herzlich von Schulleiterin Uta Triebel begrüßt. Seit der Gründung 1991 haben bereits 4.500 Absolventen mit staatlichem Abschluss in 7 unterschiedlichen, staatlich anerkannten, Ausbildungsberufen die Schule verlassen.
Große Sorgen macht sich Uta Triebel um die Altenpflegeausbildung. Schon jetzt fehlen deutschlandweit ca. 200.000 Altenpfleger. Die Einführung der generalisierten Pflegefachkraft ab 2014, d. h. einheitliche Ausbildung und Abschluss für alle Pflegebereiche, ist nach ihrer Meinung ein Schritt zurück. Die qualitativ hochwertige Ausbildung von Altenpflegern in Deutschland sollte mit Blick auf den zunehmenden Bedarf in den nächsten Jahren beibehalten werden.
Franka Hitzing traf sich anschließend mit Mathias Hartung, Geschäftsführer der Stadtwerke Nordhausen-Holding für Versorgung und Verkehr GmbH, und Matthias Siegert, Abteilungsleiter Personal/Recht, zu einem Gespräch.
Mathias Hartung gab einen interessanten Abriss von der Gründung 1990 bis zur heutigen Struktur als Holding für sieben Tochterunternehmen. Alle Verwaltungsaufgaben werden für diese Töchter erledigt, was eine hohe Effektivität der einzelnen Unternehmen gewährleistet.
Unter anderem erklärte Mathias Hartung der Bildungsexpertin die Folgen der Schulnetzplanung für sein Unternehmen, die seiner Meinung nach nicht zu Ende gedacht wird. Die damit zusammenhängende Schülerbeförderung stellt ein nicht zu unterschätzendes Problem dar, sowohl finanzieller als auch personeller Art. Deshalb wünscht er sich die Einbeziehung in solche Planungen.
Die Südharzer Landhandelsgesellschaft mbH (SLH) stand als nächste Station auf dem Programm. Geschäftsführer Otte freute sich über das Interesse der Politikerin an seinem Unternehmen.
1990 entstand die SLH aus dem Agrochemischen Zentrum Nordhausen und beschäftigt derzeit 44 Mitarbeiter. Der Umsatz des erfolgreichen Unternehmens wurde seit der Gründung etwa vervierfacht.
Die SLH handelt mit Produkten für landwirtschaftliche Betriebe, wie Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Saat- und Pflanzengut oder Dieselkraftstoff und ist ein zuverlässiger Partner im Transportbereich.
Das Unternehmen hat vier Tochterunternehmen, wobei die SLH-Ölmühle stillgelegt wurde. Die 2006 in Betrieb genommene und zu einem Drittel aus Fördermitteln gebaute Ölmühle stellte Rapsöl zur Verwendung als Treibstoff für die eigenen Fahrzeuge, Futtermittel und zum Weiterverkauf her. Die Steuerentlastung auf Rapsöl als Kraftstoff wurde in den letzten Jahren sukzessive aufgehoben, so dass die Ölmühle aus Rentabilitätsgründen geschlossen wurde.
Sehr beeindruckt zeigte sich Franka Hitzing beim Besuch der AHN Biotechnologie GmbH, welche Laborkunststoffartikel herstellt und in die ganze Welt liefert. Steht man vor dem Ordnerregal mit den Aufträgen und liest die Beschriftung, könnte man meinen, man stehe in einem Reisebüro!
Das Unternehmen existiert seit 1990 und gehört seit einem Jahr einer amerikanischen Aktiengesellschaft an. Es ist schon beachtlich, dass die Suche der Amerikaner nach einer geeigneten Firma in Nordamerika begann und über England nach Nordhausen führte. Das Produktionsprofil und die hohe Flexibilität von AHN gaben den Ausschlag bei der Entscheidung für den Standort Nordhausen. Alle Mitarbeiter wurden übernommen und weitere eingestellt, so dass zurzeit 36 Beschäftigte im Unternehmen tätig sind.
Die Geschäftsführer Torsten Buchwald, seit 1. April dieses Jahres, und Sam Luke aus England zeigten stolz die neu gebaute Halle, in die in den nächsten Wochen die komplette Produktion verlegt wird und moderne Umkleideräume für die Mitarbeiter entstehen. Im zweiten Schritt wird dann das alte Firmengebäude umgebaut, um neue Büroräume zu schaffen.
Durch die regelmäßigen Gespräche in Unternehmen und Einrichtungen in ihrem Wahlkreis erhält Franka Hitzing viele Anregungen für ihre tägliche Arbeit im Thüringer Landtag.
