Stockhausens Platt (9)
Donnerstag, 25. April 2013, 08:07 Uhr
nnz-Leser Horst-Dieter Stockhausen schreibt für sein Leben gern Gedichte. Am liebsten in Nordhäuser Platt. In seinen heutigen Versen erinnert Herr Stockhausen an Walpurgis in Auleben...
Autor: redWalpurgisnocht in Aulewen
Nu ja, de Nochricht aes nich noi:
bole aes dr erschte Mai,
doch hahte au mol dran jedocht?
dann aes au Walpurgisnocht!
Un jeder weiß, dass dann zun Brocken,
de Hexens uff ihren Besen zocken.
Uff disser langken Besenreise
läht Aulewen in aenner Einflugschneise.
De Besens sin nich meh, wiese mol woren
so kaemmet es, doss siet etlichen Johren
uffen Wegk zun Brocken, dos muss me wissen,
de Hexen ungerwejens mol usruhen missen.
Nune weiß schunt jedes Kind ungerdessen,
Hexen sin beesoortich un verfressen.
Dos aes jefaehrlich, es sei denn,
me gitt se was zr Schtärkung haenn.
Beer un Brootwurscht hellfen beschtimmet,
auch waemmes sellewer zu sich nimmet.
Mett guten Wien odern Schticke Kuchen,
kammes natierlich au versuchen.
Musik un Tanz können disse Schlimmen
uff jeden Fall raecht friedlich schtimmen.
Ver allen Dingen, aen Fieer muss her,
denn sowas lieben de Hexen sehr.
Dr Baum wird errichtet, dr Kranz kaemmet draan
nune fehlt nur noch aenner, der ne rufftrecke kan.
Dos mütte doch metten Deiwel kiehn,
wemme hier nich aennen ze fassen kriehn.
Daer schträuwet sich zwor, un fordert forsch:
Küsst mich zuerscht uff minnen O.rm!
Doch waennen de Hexens richtich flaken,
dann heerte schunne uff ze kaken.
Dr Kranz aes owen, dr Mai kann kommen,
de Hexens hah´n ihre Besens jenommen
un hauen ob, eh mans bedocht
zun Brocken, zur Walpurgisnocht!
Horst-Dieter Stockhausen
Nu ja, de Nochricht aes nich noi:
bole aes dr erschte Mai,
doch hahte au mol dran jedocht?
dann aes au Walpurgisnocht!
Un jeder weiß, dass dann zun Brocken,
de Hexens uff ihren Besen zocken.
Uff disser langken Besenreise
läht Aulewen in aenner Einflugschneise.
De Besens sin nich meh, wiese mol woren
so kaemmet es, doss siet etlichen Johren
uffen Wegk zun Brocken, dos muss me wissen,
de Hexen ungerwejens mol usruhen missen.
Nune weiß schunt jedes Kind ungerdessen,
Hexen sin beesoortich un verfressen.
Dos aes jefaehrlich, es sei denn,
me gitt se was zr Schtärkung haenn.
Beer un Brootwurscht hellfen beschtimmet,
auch waemmes sellewer zu sich nimmet.
Mett guten Wien odern Schticke Kuchen,
kammes natierlich au versuchen.
Musik un Tanz können disse Schlimmen
uff jeden Fall raecht friedlich schtimmen.
Ver allen Dingen, aen Fieer muss her,
denn sowas lieben de Hexen sehr.
Dr Baum wird errichtet, dr Kranz kaemmet draan
nune fehlt nur noch aenner, der ne rufftrecke kan.
Dos mütte doch metten Deiwel kiehn,
wemme hier nich aennen ze fassen kriehn.
Daer schträuwet sich zwor, un fordert forsch:
Küsst mich zuerscht uff minnen O.rm!
Doch waennen de Hexens richtich flaken,
dann heerte schunne uff ze kaken.
Dr Kranz aes owen, dr Mai kann kommen,
de Hexens hah´n ihre Besens jenommen
un hauen ob, eh mans bedocht
zun Brocken, zur Walpurgisnocht!
Horst-Dieter Stockhausen
