Gedanken zu einer Ausstellung
Dienstag, 23. April 2013, 06:46 Uhr
Heute in einer Woche um 18.30 Uhr öffnet die Ausstellung Die Welt anders gesehen ... mit den Augen von Menschen mit Autismus" in der Galerie der Kreissparkasse Kornmarkt 9 in Nordhausen ihre Pforten. Was ist so besonders daran und was ist es wert, sie sich anzusehen?
Am 2. April war Weltautismustag - Anlass, um über die Lebenssituation autistisch behinderter Menschen nachzudenken. Kein Mitleid, kein Abstempeln sondern Optimismus und Chancen, Gleichberechtigung und Integration sind die Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Angehörigen in aller Welt. Bei uns im Südharz tritt dafür der Elternverein autismus Südharz e. V. ein.
Die Ausstellung zeigt Schöpfungen von schwerst und minder schwer betroffenen jungen Autisten aus unserer Region. Allen ist gleich, dass sie Spaß an der Kreation hatten. Unterschiedlich sind der Fertigungsansatz, die Entstehungsumstände und das Resultat, vor allem aber das jeweilige Wahrnehmungsvermögen des Betroffenen und seine Interessenbetonung.
Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie wüssten nicht, dass die Werke aus den Händen von Autisten stammen, sondern von Künstlern. Es gibt Unterschiede und es gibt Parallelen. Es gibt Talente auf verschiedenen Gebieten und unterschiedlichster Art. Jeder hat, ob behindert oder nicht, zu Anfang eine Idee oder entwickelt sie erst in der Schaffensphase. Manche Stücke entstehen aber auch einfach – ohne Idee, ohne Thema, einfach so, sie sind auf einmal da – Zeichnungen, Gedichte, Malereien, Fotos, Collagen, Skulpturen.
Unterbrochen werden die Exponate von Texten eines Studenten aus Elterninterviews und einer Fotocollage, die Studenten der Fachhochschule Nordhausen, die im Vereinsprojekt Freizeit mit Autismus aktiv sind, gemeinsam mit autistisch behinderten jungen Leuten angefertigt haben. Auch unser Elternbuch Tausend Prozent Laternenallee und zurück ist erhältlich. Schützenhilfe beim Arrangieren erhalten wir von Tomas Kerwitz. Bei der Organisation begleitet uns Doris Schilling mit ihrem ehrenamtlichen Engagement.
Die Ausstellung bietet Unterhaltung, Abwechslung und Aufklärung. Sie möchte dazu beitragen, die Situation und die Welt anders gearteter Menschen besser zu verstehen. Sie soll helfen, dass mehr Menschen lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Sie soll erkennen lassen, dass jeder Mensch, egal, mit welchen Voraussetzungen er geboren wurde, etwas wert ist. Sie soll Vorurteile abbauen und Klischees verdrängen.
Wir wollen zeigen, dass behinderte und nicht behinderte Menschen Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben. Wir wollen zeigen, dass Hilfebedürftige nicht nur hilfebedürftig sind sondern auch eigene achtungswerte Persönlichkeiten. Wir wollen zeigen, dass Autisten besonders sind und doch Menschen wie Sie und ich. Viele Exponate tragen keinen Titel und so bleibt es dem Esprit des Betrachters überlassen, sich in die Welt des Autismus hineinzubeamen, zu versinken und sie selber zu interpretieren. Das macht die Spannung und den Wert der Ausstellung aus.
Am 14. Mai 2013 sind wir zwischen 16.30 Uhr und 18.00 Uhr zur Info-Stunde in der Sparkassengalerie vor Ort.
Simone Urban, autismus Südharz
Autor: redAm 2. April war Weltautismustag - Anlass, um über die Lebenssituation autistisch behinderter Menschen nachzudenken. Kein Mitleid, kein Abstempeln sondern Optimismus und Chancen, Gleichberechtigung und Integration sind die Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Angehörigen in aller Welt. Bei uns im Südharz tritt dafür der Elternverein autismus Südharz e. V. ein.
Die Ausstellung zeigt Schöpfungen von schwerst und minder schwer betroffenen jungen Autisten aus unserer Region. Allen ist gleich, dass sie Spaß an der Kreation hatten. Unterschiedlich sind der Fertigungsansatz, die Entstehungsumstände und das Resultat, vor allem aber das jeweilige Wahrnehmungsvermögen des Betroffenen und seine Interessenbetonung.
Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie wüssten nicht, dass die Werke aus den Händen von Autisten stammen, sondern von Künstlern. Es gibt Unterschiede und es gibt Parallelen. Es gibt Talente auf verschiedenen Gebieten und unterschiedlichster Art. Jeder hat, ob behindert oder nicht, zu Anfang eine Idee oder entwickelt sie erst in der Schaffensphase. Manche Stücke entstehen aber auch einfach – ohne Idee, ohne Thema, einfach so, sie sind auf einmal da – Zeichnungen, Gedichte, Malereien, Fotos, Collagen, Skulpturen.
Unterbrochen werden die Exponate von Texten eines Studenten aus Elterninterviews und einer Fotocollage, die Studenten der Fachhochschule Nordhausen, die im Vereinsprojekt Freizeit mit Autismus aktiv sind, gemeinsam mit autistisch behinderten jungen Leuten angefertigt haben. Auch unser Elternbuch Tausend Prozent Laternenallee und zurück ist erhältlich. Schützenhilfe beim Arrangieren erhalten wir von Tomas Kerwitz. Bei der Organisation begleitet uns Doris Schilling mit ihrem ehrenamtlichen Engagement.
Die Ausstellung bietet Unterhaltung, Abwechslung und Aufklärung. Sie möchte dazu beitragen, die Situation und die Welt anders gearteter Menschen besser zu verstehen. Sie soll helfen, dass mehr Menschen lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Sie soll erkennen lassen, dass jeder Mensch, egal, mit welchen Voraussetzungen er geboren wurde, etwas wert ist. Sie soll Vorurteile abbauen und Klischees verdrängen.
Wir wollen zeigen, dass behinderte und nicht behinderte Menschen Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben. Wir wollen zeigen, dass Hilfebedürftige nicht nur hilfebedürftig sind sondern auch eigene achtungswerte Persönlichkeiten. Wir wollen zeigen, dass Autisten besonders sind und doch Menschen wie Sie und ich. Viele Exponate tragen keinen Titel und so bleibt es dem Esprit des Betrachters überlassen, sich in die Welt des Autismus hineinzubeamen, zu versinken und sie selber zu interpretieren. Das macht die Spannung und den Wert der Ausstellung aus.
Am 14. Mai 2013 sind wir zwischen 16.30 Uhr und 18.00 Uhr zur Info-Stunde in der Sparkassengalerie vor Ort.
Simone Urban, autismus Südharz
