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Ab in den Ruhestand

Montag, 15. März 2004, 15:06 Uhr
Tschüss! Nordhausen (nnz). In der Nordhäuser Stadtverwaltung ist heute ein Mitarbeiter verabschiedet worden, der sich vornehmlich um die Geschichte der Rolandstadt gekümmert hatte. Jetzt will er sich erst einmal einen Laptop und einen Aquarellkasten zulegen...


Verabschiedet "Wir bedanken uns bei Ihnen für die langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit - und wünsche Ihnen für den wohlverdienten Ruhestand alles erdenklich Gute", mit diesen Worten von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) wurde heute der Nordhäuser Stadtarchivar Dr. Peter Kuhlbrodt in den Ruhestand verabschiedet. "Wir wünschen uns, dass wir Sie auch künftig hier im Rathaus begrüßen können", so Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD). Im Namen der Stadt hoffe er, dass Dr. Kuhlbrodt sein Fachwissen auch weiterhin zur Verfügung stelle.

Dr. Kuhlbrodt selbst hat seine konkreten Pläne für den Ruhestand bereits gemacht: "Als erstes lege ich mir einen Laptop zu - nicht irgendeinen, sondern mit Centrino-Technologie. Schließlich möchte ich, dass meine Arbeit auch in Zukunft ein Gewinn für die Stadt ist. Und vor allem auf dem Gebiet der älteren Stadtgeschichte gibt es noch viel zu tun." Darüber hinaus habe er die Anschaffung eines Aquarell-Kasten ins Auge gefasst, um sich künstlerisch zu betätigen. "Im Ruhestand ist man dann endlich auch nicht mehr so gehetzt", sagte Dr. Kuhlbrodt. Bei seinen Kollegen, die zur Verabschiedung gekommen waren, bedankte sich Kuhlbrodt für die langjährige und gute Zusammenarbeit.

Dr. Kuhlbrodt leitete das Stadtarchiv seit 1990. In seine Amtszeit fiel unter anderem 1997 der Umzug des Archivs vom Walkenrieder Hof in das Neue Rathaus am Markt 15. Durch seine stadtgeschichtlichen Veröffentlichungen und durch die Herausgabe verschiedener Publikationen wie zum Beispiel "Schicksalsjahr 1945. Inferno Nordhausen", "Nordhausen unter dem Sternenbanner" (beide von 1995) oder die vierteljährlich erscheinenden "Nordhäuser Nachrichten", war Dr. Kuhlbrodt auch als Autor bzw. Forscher bekannt geworden. Eine weitere wichtige geschichtliche Publikation für Nordhausen, an der Dr. Kuhlbrodt mitwirkte, ist die "Nordhäuser Chronik 1802-1989", deren Neufassung er in den vergangenen Jahren, gemeinsam mit sechs weiteren Autoren, erarbeitete und die im Jahr 2003 erschien.

Auch in seiner Freizeit widmete sich Dr. Kuhlbrodt der Nordhäuser Stadtgeschichte - als Vorsitzender und später als Mitglied des Geschichts- und Altertumsvereins, im Vorstand der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung oder als Mitglied der Historischen Kommission für Thüringen. Das Stadtarchiv werde vorübergehend von Denkmalpfleger Hans-Jürgen Grönke zusammen mit der Archivassistentin Manuela Schmidt geführt, sagte Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose.
Autor: nnz

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