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nnz-Rückspiegel: 15. März 2003

Montag, 15. März 2004, 06:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Opfer, Tellerrand und Proteste


Opfer für Alle?
Weitere Reaktionen sind in der Redaktion der nnz eingetroffen. Diesmal erhielten wir Post aus Herreden. Gerhard Schröder verdient alle Unterstützung, wenn er einen Krieg gegen den Irak ablehnt, in diesem Krieg keinen Beitrag zum Kampf gegen den Terrorismus oder zum Schutz der Menschenrechte sieht. Die Kräfte für diesen Krieg sind in erster Linie die ökonomischen und strategischen Interessen der Herrschenden in den USA.

Diese Kriegsablehnung zeugt durchaus von einer neuen Qualität der Regierung Schröder in der Friedens- und Außenpolitik. Eine neue Qualität sollte aber auch in neuen gerechten „inneren“ Reformen der rot-grünen „Macher“ zum Ausdruck kommen. Das Gegenteil ist der Fall, Arbeitslosen werden Leistungen gestrichen, Arbeitslosenhilfe auf Sozialhilfeniveau eingependelt. Wieder werden die Armen und Schwachen dieser Gesellschaft zur Kasse gebeten. Andererseits erwartet man gerade von dieser Klientel mehr Mut und Flexibilität, vom Gegenpart, den Wirtschaftsmanagern, werden dagegen nicht mehr als Lippenbekenntnisse verlangt. Populistische Appelle an die Konzerne, welche ohne Wirkung bleiben werden. Schröder meint: „Alle müssen Opfer bringen!“ Alle?...ausführlich im nnz-Archiv


Kleiner Blick über den Tellerrand
Die Reaktionen auf Kanzler Schröders Rede kamen schnell. Von manchen Absender in dieser Region fast etwas zu schnell. Und niemand scheint zu überlegen, wodurch diese Rede überhaupt notwendig wurde. Es dürfte unter jenen, die um Objektivität bemüht sind, wenige geben, die bestreiten werden, dass diese Rede des Bundeskanzlers lediglich die Konsequenz aus den tiefgreifenden Differenzen zwischen den Wirtschaftsverbänden in diesem Lande und den Gewerkschaften war. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum man nun den Inhalt dieser Rede – nachzulesen im Archiv der nnz - quasi als Programm wertet, das eigentlich nach dem 22. September 2002 von Rot-Grün hätte erarbeitet und vorgestellt werden müssen. Um dann umgesetzt zu werden. Richtig ist doch wohl, dass die Bundesregierung den Kräften der freien Marktwirtschaft unter dem Gesichtspunkt des „Bündnisses für Arbeit“ die Möglichkeit geben wollte – und gegeben hat – sich auf Mittel und Wege zu einigen, die geeignet schienen, aus der bestehenden wirtschaftlichen Stagnation heraus zu führen...ausführlich im nnz-Archiv


Nordhäuser Eisenbahner protestierten
Vor der Zentrale der Deutschen Bahn in Berlin protestierten am Freitag mehrere zehntausend Eisenbahner gegen Tarif- und Sozialdumping. Unter ihnen auch sechzig Teilnehmer aus Nordhausen. Damit verliehen sie ihrem Protest gegen einen zunehmend ruinösen Wettbewerb auf den Schienen zum Nachteil der Kunden Ausdruck. Gleichzeitig unterstrichen sie ihre Forderungen zu den am Nachmittag in der Bahnzentrale weitergeführten Tarifverhandlungen mit Nachdruck. „Der Rationalisierungsschub der vergangenen Jahre ist einseitig auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen worden. Allein in Thüringen ist die Zahl der Eisenbahner vom Jahr 1989 bis jetzt von 27 000 auf unter 5000 gesunken. Die Folgen spüren die Kunden täglich auf vielfältige Weise!..ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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