nnz-Kurz-News am Wochenende
Sonntag, 14. März 2004, 17:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Die wichtigsten Meldungen des Sonntags hat die nnz-Redaktion für Sie zusammengefasst. Dabei geht es unter anderem um Rettungsbilanzen und 11.000 Euro, die durch eine Toilette gespült worden.
Gefahr durch ansteckende Krankheit
Das Thüringer Gesundheitsministerium hat vor einer Ausbreitung der ansteckenden Bindehaut-Entzündung gewarnt. Die Krankheit sei inzwischen nicht nur in Bundeswehr-Kasernen aufgetreten. In Sondershausen und Heiligenstadt sind jetzt auch insgesamt 12 Kindergartenkinder an der Entzündung erkrankt. Das Ministerium riet Betroffenen, den Augenarzt aufzusuchen und nicht zur Arbeit, zur Schule oder in den Kindergarten zu gehen. Die Entzündung sei hoch ansteckend und breite sich über den Staub in der Luft aus. Gefährlich sei die Krankheit allerdings nicht. Sie heile nach einigen Tagen wieder ab.
88 Verletzte geborgen
Thüringer Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes ist in diesem Winter so häufig zu Einsätzen gerufen worden wie noch nie. Bislang seien 88 Verletzte von den Thüringer Skipisten und Loipen abtransportieren worden, teilte die Bergwacht mit. Im Vergleich zum vergangenen Winter sei das ein Anstieg von mehr als 100 Prozent. Besonders viele Skifahrer hätten sich auf den Abfahrtspisten in Steinach und Oberhof verletzt. Als Grund gab die Bergwacht den besseren Ausbau der Pisten an. Bei den meisten Verletzungen handele es sich um Zerrungen, Verrenkungen und Knochenbrüche.
Großes Interesse an Thüringen-Kapital
Das neue Landesförderprogramm "Thüringen Kapital" stößt offenbar auf reges Interesse. Bereits 450 Anträge seien für das ab Montag verfügbare Programm gestellt worden, teilte die Thüringer Aufbaubank mit. Das Förderprogramm richtet sich nach Informationen des Wirtschaftsministeriums vor allem an kleine und mittlere Firmen, Existenzgründer und Freiberufler. Zwischen 20 und 100.000 Euro sogenannte "Stille Beteiligungen" können beantragt werden. Das Geld wird wie eigenes Kapital gehandhabt, was die Firmen bei Gesprächen mit Banken vorweisen müssen. Die Unternehmen müssen dafür jährlich Gebühren zahlen. Nach 10 Jahren muss die Summe komplett zurückgezahlt werden.
Wasserhahn abdrehen
Im Wasser-Streit hat der Fernwasser-Zweckverband Südthüringen der landeseigenen Fernwasserversorgung ein Ultimatum gestellt. Hintergrund ist ein Streit um den Preis, für den die Fernwasserversorgung dem Verband Rohwasser verkaufen will. Der Verband hält den Preis von 20 Cent je Kubikmeter für zu hoch und zahlt nur 8 Cent. Die Fernwasserversorgung hatte daraufhin angeblich gedroht, kein Wasser mehr zu liefern. Verbands-Chef Martin Kummer sagte, damit sei die Wasserversorgung für 300.000 Abnehmer gefährdet, und verlangte die Rücknahme der Drohung
Althaus soll sich anders orientieren
Die SPD-Landtagsfraktion hat Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) zu einer engeren Zusammenarbeit mit den Regierungschef der neuen Bundesländer aufgefordert. Dass Althaus fortwährend den Schulterschluss mit Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sucht, halte ich für einen schweren Fehler, kritisierte der stellvertretende Fraktionschef Uwe Höhn am Sonntag. In der Debatte um die Reform des Föderalismus verfolgten die reichen Südländer schließlich völlig andere Ziele als die armen Ostländer, sagte Höhn.
Frau bei Explosion getötet
Bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus in Teichwolframsdorf im Landkreis Greiz ist eine 63 Jahre alte Frau schwer verletzt worden. Das Zweifamilienhaus wurde wegen erheblicher Sachschäden vorsorglich geräumt und erst nach der Prüfung durch einen Statiker für die Bewohner wieder frei gegeben, teilte die Polizei in Greiz am Sonntag mit. Nach ersten Erkenntnissen wurde die Explosion am Samstag durch Propangas ausgelöst, das aus einem Herd strömte. Die Frau kam in eine Spezialklinik für Brandverletzte.
Reformen verteidigt
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat vor dem SPD-Arbeitnehmerflügel die Sozialreformen der Bundesregierung verteidigt. Wenn wir nicht die ersten Schritte eingeleitet hätten, wären wir heute schon bei fünf Millionen Arbeitslosen, sagte Clement am Sonntag in Erfurt auf dem Bundeskongress der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA). Der dreitägige Kongress ist am Nachmittag zu Ende gegangen.
Train-Marshalls künftig in Zügen?
Nach den Terroranschlägen von Madrid will die Bundesregierung die Sicherheitsmaßnahmen in Zügen verstärken. Auch die Kontrollen der EU-Außengrenzen sollten schärfer werden, sagte Innenminister Otto Schily nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Berlin. Trotz zunehmender Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Anschläge sieht Schily keine neue Sicherheitslage in Deutschland. Berlin will aber eine Eilkonferenz der EU-Innenminister zur Sicherheit in Europa einberufen lassen.
Rentner entpuppte sich als Einbrecher
Ein offenbar sehr rüstiger 80jähriger hat bei einem Einbruch in einen Essener Supermarkt weder Aufwand noch Mühe gescheut. Nach Polizeiangaben brach er in der Nacht zunächst in das Nachbargebäude ein, um dort dann eine Wand zum Geschäft zu durchbrechen. Letztlich musste er seinem hohen Alter Tribut zollen, denn zum vollen Erfolg fehlte die Schnelligkeit: Bevor der Einbrecher mit acht prall gefüllten Tüten den Laden verlassen konnte, stand die Polizei vor der Tür. Der 80-Jährige hatte die Alarmanlage ausgelöst.
In die Toilette gespült
Ein Deutscher hat in einem niederländischen Eisenbahnzug 11 000 Euro durch die Toilette gespült. Das Geld war aus seiner Kleidung gefallen, als er zwischen Venlo und Eindhoven das Örtchen” besuchte. Der 38-Jährige Pfälzer wollte damit in den Niederlanden ein Auto kaufen. Der alarmierte Schaffner eines folgenden Zuges fand an der angegebenen Stelle 4000 Euro und lieferte sie bei der Polizei ab, der Unglücksrabe kehrte selbst an den Ort zurück und fand auf dem Bahndamm noch etwa 1000 Euro.
Autor: nnzGefahr durch ansteckende Krankheit
Das Thüringer Gesundheitsministerium hat vor einer Ausbreitung der ansteckenden Bindehaut-Entzündung gewarnt. Die Krankheit sei inzwischen nicht nur in Bundeswehr-Kasernen aufgetreten. In Sondershausen und Heiligenstadt sind jetzt auch insgesamt 12 Kindergartenkinder an der Entzündung erkrankt. Das Ministerium riet Betroffenen, den Augenarzt aufzusuchen und nicht zur Arbeit, zur Schule oder in den Kindergarten zu gehen. Die Entzündung sei hoch ansteckend und breite sich über den Staub in der Luft aus. Gefährlich sei die Krankheit allerdings nicht. Sie heile nach einigen Tagen wieder ab.
88 Verletzte geborgen
Thüringer Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes ist in diesem Winter so häufig zu Einsätzen gerufen worden wie noch nie. Bislang seien 88 Verletzte von den Thüringer Skipisten und Loipen abtransportieren worden, teilte die Bergwacht mit. Im Vergleich zum vergangenen Winter sei das ein Anstieg von mehr als 100 Prozent. Besonders viele Skifahrer hätten sich auf den Abfahrtspisten in Steinach und Oberhof verletzt. Als Grund gab die Bergwacht den besseren Ausbau der Pisten an. Bei den meisten Verletzungen handele es sich um Zerrungen, Verrenkungen und Knochenbrüche.
Großes Interesse an Thüringen-Kapital
Das neue Landesförderprogramm "Thüringen Kapital" stößt offenbar auf reges Interesse. Bereits 450 Anträge seien für das ab Montag verfügbare Programm gestellt worden, teilte die Thüringer Aufbaubank mit. Das Förderprogramm richtet sich nach Informationen des Wirtschaftsministeriums vor allem an kleine und mittlere Firmen, Existenzgründer und Freiberufler. Zwischen 20 und 100.000 Euro sogenannte "Stille Beteiligungen" können beantragt werden. Das Geld wird wie eigenes Kapital gehandhabt, was die Firmen bei Gesprächen mit Banken vorweisen müssen. Die Unternehmen müssen dafür jährlich Gebühren zahlen. Nach 10 Jahren muss die Summe komplett zurückgezahlt werden.
Wasserhahn abdrehen
Im Wasser-Streit hat der Fernwasser-Zweckverband Südthüringen der landeseigenen Fernwasserversorgung ein Ultimatum gestellt. Hintergrund ist ein Streit um den Preis, für den die Fernwasserversorgung dem Verband Rohwasser verkaufen will. Der Verband hält den Preis von 20 Cent je Kubikmeter für zu hoch und zahlt nur 8 Cent. Die Fernwasserversorgung hatte daraufhin angeblich gedroht, kein Wasser mehr zu liefern. Verbands-Chef Martin Kummer sagte, damit sei die Wasserversorgung für 300.000 Abnehmer gefährdet, und verlangte die Rücknahme der Drohung
Althaus soll sich anders orientieren
Die SPD-Landtagsfraktion hat Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) zu einer engeren Zusammenarbeit mit den Regierungschef der neuen Bundesländer aufgefordert. Dass Althaus fortwährend den Schulterschluss mit Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sucht, halte ich für einen schweren Fehler, kritisierte der stellvertretende Fraktionschef Uwe Höhn am Sonntag. In der Debatte um die Reform des Föderalismus verfolgten die reichen Südländer schließlich völlig andere Ziele als die armen Ostländer, sagte Höhn.
Frau bei Explosion getötet
Bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus in Teichwolframsdorf im Landkreis Greiz ist eine 63 Jahre alte Frau schwer verletzt worden. Das Zweifamilienhaus wurde wegen erheblicher Sachschäden vorsorglich geräumt und erst nach der Prüfung durch einen Statiker für die Bewohner wieder frei gegeben, teilte die Polizei in Greiz am Sonntag mit. Nach ersten Erkenntnissen wurde die Explosion am Samstag durch Propangas ausgelöst, das aus einem Herd strömte. Die Frau kam in eine Spezialklinik für Brandverletzte.
Reformen verteidigt
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat vor dem SPD-Arbeitnehmerflügel die Sozialreformen der Bundesregierung verteidigt. Wenn wir nicht die ersten Schritte eingeleitet hätten, wären wir heute schon bei fünf Millionen Arbeitslosen, sagte Clement am Sonntag in Erfurt auf dem Bundeskongress der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA). Der dreitägige Kongress ist am Nachmittag zu Ende gegangen.
Train-Marshalls künftig in Zügen?
Nach den Terroranschlägen von Madrid will die Bundesregierung die Sicherheitsmaßnahmen in Zügen verstärken. Auch die Kontrollen der EU-Außengrenzen sollten schärfer werden, sagte Innenminister Otto Schily nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Berlin. Trotz zunehmender Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Anschläge sieht Schily keine neue Sicherheitslage in Deutschland. Berlin will aber eine Eilkonferenz der EU-Innenminister zur Sicherheit in Europa einberufen lassen.
Rentner entpuppte sich als Einbrecher
Ein offenbar sehr rüstiger 80jähriger hat bei einem Einbruch in einen Essener Supermarkt weder Aufwand noch Mühe gescheut. Nach Polizeiangaben brach er in der Nacht zunächst in das Nachbargebäude ein, um dort dann eine Wand zum Geschäft zu durchbrechen. Letztlich musste er seinem hohen Alter Tribut zollen, denn zum vollen Erfolg fehlte die Schnelligkeit: Bevor der Einbrecher mit acht prall gefüllten Tüten den Laden verlassen konnte, stand die Polizei vor der Tür. Der 80-Jährige hatte die Alarmanlage ausgelöst.
In die Toilette gespült
Ein Deutscher hat in einem niederländischen Eisenbahnzug 11 000 Euro durch die Toilette gespült. Das Geld war aus seiner Kleidung gefallen, als er zwischen Venlo und Eindhoven das Örtchen” besuchte. Der 38-Jährige Pfälzer wollte damit in den Niederlanden ein Auto kaufen. Der alarmierte Schaffner eines folgenden Zuges fand an der angegebenen Stelle 4000 Euro und lieferte sie bei der Polizei ab, der Unglücksrabe kehrte selbst an den Ort zurück und fand auf dem Bahndamm noch etwa 1000 Euro.
