Jonglieren mit Zahlen und Spaß dabei
Dienstag, 16. April 2013, 06:35 Uhr
Während andere Schüler die Osterferien genossen, entschieden sich acht Fünftklässler aus dem Herder-Gymnasium dazu, fünf Tage mit Mathematik zu verbringen, und meldeten sich zur Junior-SAM (Schülerakademie) in Jena an. Voller Stolz stellten sie ihren Fachlehrerinnen nun ihre Mappen vor und wollen ihre Erfahrungen gern auch ihren Klassenkameraden mitteilen...
Voller Begeisterung werteten die Camp-Teilnehmer mit ihren Lehrerinnen Gabi Drenker und Roswitha Sonnabend (v.l.) die fünf Tage der Schülerakademie Mathematik aus
Erst zum zweiten Mal lud der Veranstalter, der Verein Wurzel neben der mathematischen Schülerakademie für die Klassen 8-12 auch zur Junior-SAM ein. 35 Schüler der Klassenstufen 5 bis 7, vorwiegend aus dem Ostthüringer Raum, wurden zumeist von angehenden Lehrern und Studenten der Mathematik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreut.
Ein Ziel dieser Akademien ist es, interessierten Schülern die Gelegenheit zu geben, sich über das Unterrichtsgeschehen hinaus mit Mathematik zu befassen und ihnen interessante mathematische Probleme und Methoden vorzustellen. Hier gehe es darum, den Unterricht zu erweitern und natürlich auch ein Training für mathematische Wettbewerbe zu ermöglichen. Gleichzeitig lernen die Schüler viele Gleichgesinnte kennen, verbringen erlebnisreiche Tage und können sich im Gespräch mit den Betreuern über den Schul-, Studien- und Berufsweg in Mathematik, den Naturwissenschaften und als Mathematik-Lehrer austauschen.
Gabi Drenker und Roswitha Sonnabend kamen kaum zu Wort, als sie sich mit ihren Schülern außerhalb des Unterrichts zusammensetzten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, über ihren Camp-Aufenthalt Auskunft zu geben. Die Jung-Mathematiker überschlugen sich fast im Redeschwall, so sehr waren sie noch von den Eindrücken eingenommen. Alle hatten ihre Aufzeichnungen dabei, präsentierten Skizzen, Rechnungen und Merkkästen. Manche hatten ihrer Lehrerin sogar einen Bericht geschrieben. Gabi Drenker, Mathelehrerin der 5/1, strahlte förmlich.
So sieht Begeisterung für Mathematik aus, meint sie und gibt jedem die Chance das vorzustellen, was ihn am meisten beeindruckt hat oder Spaß machte. In den vierstündigen Mathestunden am Vormittag tauchten die Teilnehmer in die Zahlentheorie ein, wurden Teilbarkeitsregeln vertieft, Spiegelungen und andere Kongruenzabbildungen untersucht und immer wieder der Bezug zur Praxis hergestellt, indem z.B. Parkettierungen entworfen und Bordürenornamente zu vervollständigen waren. Aber auch gemeinsame Unternehmungen standen auf dem Plan.
Neben Kennenlernspielen, Wanderungen, Lagerfeuer und Stockbrot erfreuten sich Ballsportarten großer Beliebtheit. Gemeinsam konnte musiziert und die neuesten Brett- und Gesellschaftsspiele getestet werden. Nach dem Abschlussfest stand für die jungen Gymnasiasten fest: Im nächsten Jahr fahren wir wieder zum Mathe-Camp.
Und natürlich wird Gabi Drenker –wie ihre Kollegin- ihnen die Möglichkeit geben, das gewonnene Wissen und ihre Lieblingsaufgabe den Mitschülern vorzustellen. Wenn so viele Schüler und Eltern diese Form der Begabungsförderung annehmen und mit Freude sowie Engagement umsetzen, muss dies auch honoriert werden, so Drenker schulterklopfend und anerkennend nickend. Erst vor kurzem konnte sie acht Schüler der Klassenstufe auszeichnen, die erfolgreich am Adam-Ries-Wettbewerb teilgenommen hatten (TA berichtete). Es gibt nichts Schöneres als begeisterungsfähige Schüler., ruft sie noch und verschwindet mit einem Fundus aus Maßbändern, Haushalswaagen, Gewichten u.v.m. im Klassenraum.
Heike Roeder
Kl. 5/3: Konstantin Gerboth, Luca Schüler, Friederike Schmidt
Kl. 5/4 Tim-Jonas Orth
Autor: redVoller Begeisterung werteten die Camp-Teilnehmer mit ihren Lehrerinnen Gabi Drenker und Roswitha Sonnabend (v.l.) die fünf Tage der Schülerakademie Mathematik aus
Erst zum zweiten Mal lud der Veranstalter, der Verein Wurzel neben der mathematischen Schülerakademie für die Klassen 8-12 auch zur Junior-SAM ein. 35 Schüler der Klassenstufen 5 bis 7, vorwiegend aus dem Ostthüringer Raum, wurden zumeist von angehenden Lehrern und Studenten der Mathematik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena betreut.
Ein Ziel dieser Akademien ist es, interessierten Schülern die Gelegenheit zu geben, sich über das Unterrichtsgeschehen hinaus mit Mathematik zu befassen und ihnen interessante mathematische Probleme und Methoden vorzustellen. Hier gehe es darum, den Unterricht zu erweitern und natürlich auch ein Training für mathematische Wettbewerbe zu ermöglichen. Gleichzeitig lernen die Schüler viele Gleichgesinnte kennen, verbringen erlebnisreiche Tage und können sich im Gespräch mit den Betreuern über den Schul-, Studien- und Berufsweg in Mathematik, den Naturwissenschaften und als Mathematik-Lehrer austauschen.
Gabi Drenker und Roswitha Sonnabend kamen kaum zu Wort, als sie sich mit ihren Schülern außerhalb des Unterrichts zusammensetzten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, über ihren Camp-Aufenthalt Auskunft zu geben. Die Jung-Mathematiker überschlugen sich fast im Redeschwall, so sehr waren sie noch von den Eindrücken eingenommen. Alle hatten ihre Aufzeichnungen dabei, präsentierten Skizzen, Rechnungen und Merkkästen. Manche hatten ihrer Lehrerin sogar einen Bericht geschrieben. Gabi Drenker, Mathelehrerin der 5/1, strahlte förmlich.
So sieht Begeisterung für Mathematik aus, meint sie und gibt jedem die Chance das vorzustellen, was ihn am meisten beeindruckt hat oder Spaß machte. In den vierstündigen Mathestunden am Vormittag tauchten die Teilnehmer in die Zahlentheorie ein, wurden Teilbarkeitsregeln vertieft, Spiegelungen und andere Kongruenzabbildungen untersucht und immer wieder der Bezug zur Praxis hergestellt, indem z.B. Parkettierungen entworfen und Bordürenornamente zu vervollständigen waren. Aber auch gemeinsame Unternehmungen standen auf dem Plan.
Neben Kennenlernspielen, Wanderungen, Lagerfeuer und Stockbrot erfreuten sich Ballsportarten großer Beliebtheit. Gemeinsam konnte musiziert und die neuesten Brett- und Gesellschaftsspiele getestet werden. Nach dem Abschlussfest stand für die jungen Gymnasiasten fest: Im nächsten Jahr fahren wir wieder zum Mathe-Camp.
Und natürlich wird Gabi Drenker –wie ihre Kollegin- ihnen die Möglichkeit geben, das gewonnene Wissen und ihre Lieblingsaufgabe den Mitschülern vorzustellen. Wenn so viele Schüler und Eltern diese Form der Begabungsförderung annehmen und mit Freude sowie Engagement umsetzen, muss dies auch honoriert werden, so Drenker schulterklopfend und anerkennend nickend. Erst vor kurzem konnte sie acht Schüler der Klassenstufe auszeichnen, die erfolgreich am Adam-Ries-Wettbewerb teilgenommen hatten (TA berichtete). Es gibt nichts Schöneres als begeisterungsfähige Schüler., ruft sie noch und verschwindet mit einem Fundus aus Maßbändern, Haushalswaagen, Gewichten u.v.m. im Klassenraum.
Heike Roeder
Teilnehmer am Mathe-Camp:
Kl. 5/1: Laura Urbanek, Alexandra Pomin, Ragnar, Rohde, Jan RiegerKl. 5/3: Konstantin Gerboth, Luca Schüler, Friederike Schmidt
Kl. 5/4 Tim-Jonas Orth

