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Hausaufgaben gemacht

Freitag, 12. März 2004, 13:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Richtig glücklich waren Anfang dieses Jahres die Mitglieder des Nordhäuser Kreistages, sie hatten den Haushalt der Verwaltung beschlossen. Doch ist der auch genehmigt worden? Die Antwort hat Ihre nnz.


Der Haushalt des Landkreises Nordhausen ist heute vom Landesverwaltungsamt genehmigt worden. Der Verwaltungshaushalt hat ein Gesamtvolumen von rund 80 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt sind Investitionen von rund 14 Millionen Euro vorgesehen. Für die investiven Ausgaben wurde dem Landkreis eine Kreditaufnahme in Höhe von 1,5 Millionen Euro genehmigt. „Die Kreditaufnahme ist moderat und wird für die Neubaumaßnahmen im Schulbereich verwendet“, erklärte der 1. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Matthias Jendricke, der nnz. Die vorgesehene Kreditaufnahme führt allerdings nicht zu einer weiteren Neuverschuldung, da der Landkreis Nordhausen im Jahr 2004 mehr Tilgungszahlungen vornimmt, als das er neue Kredite aufnimmt. Die Pro-Kopfverschuldung sinkt daher von 331 Euro auf 320 Euro bis zum Jahresende.

Jendricke zeigte sich allerdings besorgt über die laufenden Haushaltsfehlbeträge und die somit schlechte Liquiditätslage des Landkreises. „Auch wenn es vielen Landkreisen und Kommunen ähnlich geht, kann uns dies nicht beruhigen“, meinte Jendricke. Der Finanzbeigeordnete mahnte daher auch an, dass der neue Kreistag entschiedenere Schritte zur Einsparung beschließen muss, um den Kreishaushalt zu konsolidieren. Die Aufsichtsbehörde hat dem Landkreis schon einmal vorsorglich die Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes angedroht, wenn sich die Finanzlage nicht bessern sollte. Von konkreten Auflagen wurde allerdings in diesem Genehmigungsbescheid noch einmal abgesehen.

Jendricke forderte daher auch eine bessere Finanzausstattung der Landkreise durch die Thüringer Landesregierung ein. „Uns wurden in den letzten Jahren laufend neue Aufgaben vom Land übertragen, ohne den Landkreisen dafür die notwendigen Mittel zu überreichen. Insbesondere im Sozialbereich laufen uns die Kosten davon“, machte der 1. Beigeordnete klar.
Autor: nnz

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