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Stockhausens Platt (8)

Mittwoch, 10. April 2013, 17:23 Uhr
nnz-Leser Horst-Dieter Stockhausen schreibt für sein Leben gern Gedichte. Am liebsten in Nordhäuser Platt. In seinen heutigen Versen gibt der Mann einfach mal einen Wunsch preis...


WünscheEn Jünglingk sak bin schpazieren genn

ann Tiech aen bildscheenes Maechen schten

Dos gugte ganz traurich inne Briehe hinab:

„Mein Ringlein sprang mir vom Finger ab.“

Daen Bengel dot dos Maechen liet:

"Ich helfe dich, ich hae Ziet,"

Dann taucht he unger un langetes ruff,

do schlug se dankbor de Auen uff:

„Ich bin eine Fee, was es auch sei,

drei Wünsche hast Du bei mir frei“.

Do zuckt därch sin Aue en Sonnenschtrahl:

„Iche ha e mant einen, awer den droimal.“
Horst-Dieter Stockhausen
Autor: red

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